Vorab erstmal: vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. Ich werde auf jeden Fall beim nächsten Treffen mit Olli von dem neuen Mann in meinem Leben erzählen, und zwar werd ich es irgendwie nebenbei einfließen lassen und es nicht weiter groß thematisieren, wenn er es nicht tut. Was dann aus unserer Freundschaft wird, wird sich zeigen. Vielleicht geht er dann etwas auf Abstand, vielleicht wird es einfach auch wie vor ein paar Wochen noch, gelegentliche Treffen/Unternehmungen zu zweit oder mehr mit anderen, wir sind ja auch Teil einer großen Clique und begegnen uns eh regelmäßig. Womöglich interpretiere ich da auch viel zu viel rein - und letztlich spielt die Tatsache, dass ich anderweitig verliebt bin, auch gar nicht so eine große Rolle, denn auch wenn es da niemanden gäbe, würde mit Olli niemals etwas laufen.
Und im Übrigen reichts mir grad hier.
Ich hab jetzt keine Zeit, auf jedes einzelne Posting einzugehen. Ist ja schön, wie hier manche genau Bescheid zu wissen glauben. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass hier mancheine*r ein dermaßen inhaltsleeres und langweiliges Leben führt, dass er mit blumigen Spekulationen, Phantasien und Unterstellungen aus jedem zweiten Thread eine Soap machen möchte.
Zitat von Casdarius: Dass sie Olli, mit dem sie ja wie mit keinem anderen über genau Themen wie diesen spricht, nicht von Beginn an über diesen neuen Mann aufgeklärt hat, hat wohl Gründe.
Also über den neuen Mann habe ich bislang nur mit meinen besten Freundinnen und mit meiner Schwester gesprochen. Das ist noch recht frisch alles, wird heutzutage Kennenlernphase genannt. Im Übrigen lernt er gerade meine Freunde kennen, wenn es sich ergibt. Und mit Olli verbindet mich keine bester-Freund-Freundschaft. Früher nicht, heute nicht. Ich zähle ihn klar zu meinen engeren Freunden, aber ich erzähle ihm keinesfalls alles und schon gar nicht rede ich nur mit ihm über diese Themen. Es gab halt zuletzt mal ein paar tiefer gehende Gespräche, in denen wir uns gegenseitig von unseren gescheiterten Ehen und er mir von seiner Kindheit als Trennungskind erzählt haben. Insofern benutze ich ihn m.E. nicht als seelischen Mülleimer, oder man müsste umgekehrt sagen: er benutzt mich ja auch als solchen. Ja gut, wenn man Gespräche mit Freunden so definieren möchte. Nicht meine Sicht der Dinge.
Und sein neuerlich scheinbar gesteigertes Interesse kam nach diesen beiden Gesprächen auf - hätte ich das vorhergesehen, hätte ich das tatsächlich beiläufig mal fallen lassen, einfach um rechtzeitig die Fronten zu klären. Aber ich hatte auch mit anderen Menschen, zum Beispiel erst gestern mit zwei befreundeten Müttern, tiefergehende Gespräche über meine Trennung letztes Jahr, und denen hab ich auch nicht im selben Zuge direkt auf die Nase gebunden, dass ich grad total happy und frisch verliebt bin.
Mein neuer Freund (so nenne ich ihn halt mal jetzt hier) ist hier nicht Thema, weil ich zu ihm keine Fragen habe und momentan alles wundervoll ist. Ich bin aufgrund meiner Erfahrungen im letzten Jahr noch etwas vorsichtig (wens interessiert, kann gerne in meinen Threads nachlesen), aber ich kann mich zunehmend darauf einlassen und öffnen und detaillierter mag ich da jetzt einfach nicht von erzählen. Weder bedient er nur die sexuellen Aspekte, noch ist er mein Finanzier, Entschuldigung, ich finde das fast lustig. Finanziell bin ich komplett unabhängig und sorge für mich und meine Kinder, so weit ich sie betreue, ich bekomme nicht mal Unterhalt von meinem Ex. Ich werde diese Unterstellungen auch nicht weiter kommentieren, wer sich das so vorstellen mag, darf das gerne tun, hat aber letztlich keine Ahnung von unserer Beziehung, woher denn auch.
Abschließend: Olli ist nicht mein einziger platonischer Freund (und ich im Übrigen auch nicht seine einzige platonische Freundin, und auch nicht seine engste). Manche sind Single, manche schon lange gebunden, bisher gab es in 30 Jahren nie nennenswerte Verwicklungen. Bei meinen beiden besten Freundinnen ist es auch nicht anders. Solche "Konstellationen" sind in meinem Puppenteller völlig normal und unproblematisch und schön.