Zitat von Mönchen72:Aber: warum werden hier immer gleich alle "abgestempelt"?
Es geht nicht darum, dass ich dich damit abstempeln oder angreifen wollte. Ich möchte dir eine konstruktive Rückmeldung geben, die dich in deinem Prozess weiterbringt und dir meine Wahrnehmung wiederspiegeln soll. Diese sind auf Basis der Dinge formuliert, die du hier geschrieben hast.
Vielleicht gibt es dir Denkanstöße, die du annehmen möchtest, vielleicht kannst du damit nichts anfangen. Aufjedenfall spreche ich aus Erfahrung, als jemand, der immer wieder in toxische Beziehungsmuster geraten ist und mittlerweile diesbezüglich viele Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt hat. Als jemand der mittlerweile seit über 2 Jahren diesbezüglich Psychotherapie gemacht hat. Als jemand der subjektiv davon sehr profitiert hat und ein Umdenken bezüglich vieler Aspekte erreicht hat. Als jemand der auf seinem Weg auch schon in einer ähnlichen Situation wie du gesteckt ist und sich ähnliche Gedanken gemacht hat. Und als jemand, der nun in einer glücklichen Beziehung ist und sich über diese Dinge keinen Kopf mehr machen muss.
Zitat:Glaube mir bitte, wenn ich schreibe, dass ich "geheilt" bin. Dies bezog sich auf meinen Ex-Partner. Über ihn bin ich dank Therapie hinweg.
Was bedeutet für dich hinweg sein? Diese Erfahrung scheint dich nach wie vor stark zu belasten, so sehr, dass du Angst hast diese Erfahrung in deine neue Beziehung zu bringen. Ist das aus deiner Sicht schon bereit und offen für etwas Neues, was Hand und Fuß haben soll?
Zitat:Ja. Ich bin in eine toxische Beziehung geraten. Weil ich empathisch bin. Weil ich an das Gute im Menschen glaube. Weil ich gern helfe.
Du unterstellst mir jedoch alte und tiefgreifende Muster, die nur über Jahre auflösbar sind. Das lese ich hier immer wieder.
Zitat:Wenn ich dir jetzt sage, dass ich das erste Mal in meinem Leben an einen solchen Menschen geraten bin und ansonsten in langjährigen Beziehungen war, die friedlich geendet sind und der Gegenpart zu meinen besten Freunden gehört: wo ist da das "verankerte Muster"?
Ich schätze das hast du mit psychotherapeutischer Hilfe besprochen. Es ist deine Angelegenheit, inwiefern du dich darauf einlassen willst. Deshalb sag ich auch nichts mehr zu diesem Thema, obwohl ich der Meinung bin, du könntest davon sehr profitieren, dich noch ein wenig damit auseinanderzusetzen. Das ließt du nicht umsonst immer wieder, auch wenn du es nicht gerne hörst.
Zitat:Darum galt meine Frage auch an Betroffene, die nach einer toxischen Beziehung neu durchgestartet sind. Wie baut man unvoreingenommen wieder Vertrauen auf und "bestraft" die neue Liebe nicht mit alten Erfahrungen?
Emotionen sind da und lassen sich nicht ändern. Der Umgang damit liegt bei dir. Du weißt, dass du ein Thema in der Vergangenheit hast, für das dein Partner nichts kann. Und das ist wichtig zu wissen. Kommt Misstrauen auf, dir das wieder auf rationaler Ebene bewusst machen, selber "Stop" sagen, durchatmen, wieder in der Gegenwart ankommen. Denken: Gibt er mir wirklich einen Grund dafür? Dir selbst Zeit geben, um Vertrauen aufzubauen.
Vorallem: Vor was hast du Angst? Was könnte passieren, dass du misstrauisch bist? Gibt es nicht die Möglichkeit, die Beziehung zu beenden, wenn sich deine Befürchtungen erfüllen?