Zitat von Konrad:die TE erbost weil sie sich Ungerecht und unbeachtet fühlt.
Naja, immer mit der Ruhe.
Also ich kann mich an viele Situationen in meinem Leben erinnern, in denen ich dachte, ich werde nicht beachtet, abgewertet oder dieses oder jenes. Es ist und bleibt ein langer Weg, insbesondere wenn man sich zum erste Mal aufmacht (aufmachen muß).
Liebe @Putzfrau
in der Hoffnung, daß Du dies vielleicht liest.
Die Verknüpfung von dem, was Du alles tust, mit Schlafzimmeraktivitäten ist sehr nachvollziehbar, aber sie ist nicht unbedingt die einzig mögliche Erklärung.
Mich macht traurig, daß Du diesen bestimmten Namen hier im Forum für dich gewählt hast. Ich verstehe, daß dies Ausdruck Deiner Gefühlslage ist, aber Du bist mehr als das.
Du fühlst Dich nicht so?
Das verstehe ich. ABER: niemand kann Dir ein solches Gefühl ohne Dein Einverständnis geben. (nicht von mir sondern Eleanor Roosevelt

)
Du fühlst Dich so und Du hoffst, erwartest, verlangst, daß Dein Mann damit aufhört. Das ist verständlich, aber zunächst ist es wichtig anzuerkennen, daß vor allem Du Dich so fühlst.
Dein Mann wird andere, aber nicht weniger traurige Gefühle in sich tragen.
Hier im Forum heißt es immer wieder, daß man reden muß, soll etc. Persönlich glaube ich, daß reden wichtig ist, wir aber oft nicht wirklich verstehen, was es heißt und daß reden zumeist wahnsinnig überschätzt wird.
Du schilderst zwei Schwierigkeiten: die Putzfraugeschichte und die fehlende Schlafzimmeraktion. Für Dich steht beides im Zusammenhang.
Das ist möglich, muß aber nicht sein.
Daher war mein erster Gedanke, hör doch einfach mal auf Putzfrau zu sein. Mach das nicht mehr. 6 Wochen werden wohl kaum im absoluten Messi-Dasein enden.
Sondern als Experiment: kannst Du aufhören, die Gartenzwerge zu putzen? wie fühlt es sich an, nicht zu kochen? was macht das mit Dir, keine Wäsche zu waschen? Was machst Du dann mit Deiner Zeit?
Wird dein Mann wirklich von Dir erwarten Du wäschst für ihn, oder fragt er dich, was passiert ist? Wie geht er auf dich zu?
Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube (für den Moment) nicht daran, daß Dein Mann nur eine Putzfee in Dir sieht. Ich halte es für ein bissl wahrscheinlicher, daß ihr euch gegenseitig an Rollen festhaltet, die es vielleicht mal so ein bißchen zu besprechen gäbe, denn mal umgedreht gedacht, selbst, wenn der Mitt-Fünfziger-Fluch bei Deinem Mann zugeschlagen hätte, gäbe es nach wie vor echt Mittel und Techniken im Schlafzimmer, die erfüllend sein könnten.
Du bist keine Putzfrau genauso wenig wie es Deinem Mann völlig verweht wäre Intimität zu leben. Ihr findet nur keine Worte, die der andere hört.