Etwas positives
Weltweit werden rund 70 Medikamente erprobt, die gegen Covid-19 helfen könnten. Doch nur zwei davon bieten wirklich Grund zur Hoffnung, berichtet Markus Grill. Auch Impfstoff-Tests haben begonnen.
Von Markus Grill, NDR/WDR
Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland (vfa) listet auf seiner Internetseite mehr als 30 Wirkstoffe auf, die gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnten. Wissenschaftler haben weltweit knapp 70 Medikamente ausgemacht, die derzeit ins Rennen geschickt werden gegen das Coronavirus. Darunter sind Malaria-Medikamente, gescheiterte Ebola-Präparate, Mittel gegen Aids oder Rheuma. Weil manche von ihnen bereits gegen andere Krankheiten zugelassen sind, könnten sie schneller verfügbar sein als ein Impfstoff, der neu entwickelt werden muss.
Das Bundesgesundheitsministerium bat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft um eine Einschätzung, welche Medikamente am aussichtsreichsten sind. Der Vorsitzende der Kommission, Wolf-Dieter Ludwig, hält auf Anfrage von NDR und WDR aber derzeit nur zwei Wirkstoffe für hoffnungsvoll: einerseits den Wirkstoff Remdesivir, der einst gegen Ebola entwickelt wurde und jetzt auch in zwei großen Studien an Corona-Patienten in Deutschland getestet werden soll.
Und andererseits Chloroquin, beziehungsweise Hydroxychloroquin, "ein sehr gut bekanntes Malaria-Medikament, das wahrscheinlich auch eine antivirale Wirksamkeit hat und deshalb die Aktivität von SARS-CoV-2-Viren hemmen kann", so Ludwig. "Diese beiden Wirkstoffe stehen in unserem Bericht an das Gesundheitsministerium eindeutig an erster und zweiter Stelle."
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https://www.tagesschau.de/inland/corona...f-101.html