Zitat von Heike_: Wir streiten uns, seitdem wir uns kennen.
Hmm. Trotzdem habt Ihr ein Kind bekommen und geheiratet. Da wird ja hoffentlich noch etwas anderes zwischen Euch gewesen sein als Streit und toxisches Verhalten? Was ist mit Liebe?
Zitat von Heike_: In seinen Augen mache ich vieles falsch, er lässt sich anscheinend seine Meinung von seiner Mutter bestätigen oder er ist einfach immer ihrer Meinung.
Lebt die Schwiegermama in der Nähe, gibt es ständigen Kontakt?
Zitat von Heike_: Sie schickt ihn allerdings immer weg, er darf nichts machen.
Naja. Ich würde mir von meinem 3,5jährigen Kind nicht diktieren lassen, was ich als Elternteil machen darf oder nicht

Zitat von Heike_: Oft fragt er sie " Darf ich dich ins Bett bringen?" Sie sagt nein und er sagt okay.
Wenn ich so inkonsequent wäre, würde ich gar nicht schaffen, sie in den Kindergarten zu bringen und selbst zu arbeiten.
Fragst Du auch „Darf ich Dich in den Kindergarten bringen und anschließend arbeiten“? Kinder sind geborene Manipulatoren

und klar genießen sie auch das bißchen Macht, was sie haben. Es liegt an Euch, den Eltern, da Grenzen zu setzen und Regeln aufzustellen.
Was machst Du denn, wenn Eure Tochter „Nein, Papa soll mich nicht ins Bett bringen“ sagt? Stehst Du dann parat und übernimmst das nach den Wünschen der Prinzessin? Ich bin selber Mutter und mittlerweile auch Oma - ich kenne diese Spielchen und ich weiß auch, wie schwierig es ist, konsequent zu sein. Manchmal einfach auch deshalb, weil man endlich Feierabend haben und sich nicht mit einem bockigen Kind auseinandersetzen möchte.
Aber Du schreibst selbst, dass Ihr beide das Kind liebt, deshalb gehe ich davon aus, dass der Papa seine Tochter genauso umsorgt wie Du. Da muss sie dann halt durch, wenn das Abendritual künftig anders geregelt wird.
Zitat von Heike_: Meine Familie ist weit weg und ich habe das Gefühl, in seiner Familie keinen wirklichen Platz zu haben.
Es ist toll, seine Familie im Umfeld zu haben. Aber in erster Linie seid Ihr, Dein Mann, Du und Euer Kind, die Kernfamilie, die miteinander klarkommen und eigene Regeln aufstellen muss.
Zitat von Heike_: Ich denke schon lange über eine Trennung nach.
Liebst Du Deinen Mann noch? Das zu beantworten wäre doch die Hauptsache.
Menschen verändern sich, Beziehungen ändern sich, Trennungen sind schmerzhaft, aber passieren. Ich kann verstehen, dass eine Trennung schwieriger ist, wenn ein Kind involviert ist. In einer unglücklichen Beziehung zu bleiben ist jedoch auf Dauer noch schwieriger.
Zitat von Heike_: Seit ein paar Wochen habe ich allerdings Angstanfälle und denke daran, was wäre, wenn wir uns wirklich trennen. Was macht das mit unserer Tochter?
Es gibt Beratungsstellen (Z. B. von der Caritas oder bei ProFamilia), wo Du hingehen und Dein Dilemma besprechen könntest. Wenn Du nicht glücklich bist und Deinen Mann nicht mehr liebst, dann geh da hin.
Vorab wäre es aber natürlich auch gut, wenn Du mit Deinem Mann über Deine Nöte sprechen könntest. Geht da gar nichts, könnt Ihr überhaupt nicht mehr kommunizieren?