biancarch
Mitglied
- Beiträge:
- 112
- Themen:
- 4
- Danke erhalten:
- 99
- Mitglied seit:
ich lese hier im Forum nun schon seit einer Weile nicht mehr mit, weil ich mich bewusst von jeglicher Negativität fern halten will.
Heute Mittag beim Einkauf verräumen habe ich einfach so plötzlich angefangen, an alte - schöne - Kindheitserinnerungen und Erlebnisse zu denken. Hab mich immer wieder dabei ertappt, wie ich lächeln musste und habe gemerkt, wie es mir plötzlich anfing besser zu gehen. Viele hier kennen es sicherlich genauso gut wie ich. Es beginnt nun wieder diese Jahreszeit, in der man erstmal richtig merkt, wer wirklich glücklich ist und wer irgendwie eine gewisse Traurigkeit in sich trägt. Im Sommer fällt das nie so auf. Je unfreundlicher und grauer es draußen wird, je später es hell und früher es dunkel wird, desto schwerer fällt alles. Man wünscht sich gewisse Dinge in diesen Zeiten noch mehr herbei, als sonst schon. Und es fällt schwerer, sich für Dinge zu motivieren oder sich am Leben zu erfreuen. Ich hab das seit ein paar Jahren immer besonders stark um diese Zeit. Heute Morgen fiel es mir wieder so schwer überhaupt aufzustehen und in den Tag zu starten. Mir ging es einfach so nicht gut. Habe es aber dennoch geschafft. Manchmal geht es mir echt gut, manchmal gar nicht, manchmal mit viel Überwindung doch.
Ich versuche mich so gut es geht aus diesem Herbst/Winter-Blues mit schönen Gedanken und Dingen, die mir Spaß machen, heraus zu ziehen. Und an dem Punkt tat es mir so gut, heute plötzlich - ungewollt - an diese schönen Kindheitserinnerungen zu denken. Ich konnte gar nicht mehr aufhören.
Deshalb dachte ich, bringe so ein positives Thema mal hier rein. Hoffe, das gibt es bisher noch nicht. Sicher tut es ja dem ein oder anderen gerade momentan bei diesem trüben, kalten Wetter auch gut, in den schönen Erinnerungskisten von früher zu kramen.
Freue mich, ein paar schöne Geschichten, an was ihr gerne so zurückdenkt, zu lesen
- Das erste Mal mit 5/6 Jahren allein mit meinen Großeltern weggefahren. Mit dem Bummelzug der DB ging es in die Heimat meines Opas nach Thüringen. Oma hatte Laugenbrötchen mit Leberwurst für die Fahrt geschmiert
- Die Ausflüge mit Oma und Opa auf die schwäbische Alb, wenn Opa sich mit seinen Fliegerkumpels getroffen hat um seine selbstgebauten Segelflieger auszuführen. Oma und ich sind währenddessen immer mit dem Hund wandern gegangen. Und abends sind wir immer noch mit allen essen gegangen.
- Unsere alljährlichen Urlaubsfahrten nach Spanien. Alle fanden es immer schlimm, wie meine Eltern das dem armen Kind "antun" konnten
- Meine erste Flugreise - und einzige als Kind. Wir sind immer in den Urlaub gefahren und da meine Kindergarten-Freunde ja immer weggeflogen sind, lag ich meinen Eltern irgendwann in den Ohren, dass ich das auch mal will. Also sind wir im Sommer vor meiner Einschulung für drei Wochen nach Menorca geflogen. Mit einer LTU
- Alle Nachmittage im Sommer. Meine Cousins und ich draußen am spielen, der Hase im Gehege, der Hund draußen, Oma und Mama im Garten gearbeitet. Wenn Papa abends heimkam, sprang ich immer zu ihm auf die Straße. Meine Cousins und ich hatten einen halben Fuhrpark an Dreirädern, Kettcar, Fahrrädern usw. Entweder waren wir damit beschäftigt oder mit den Feuerkäfern vor Nachbar Manfreds Grundstück. Denen wurde dann oft stundenlang das Schwimmen in einer Becherlupe (die eigentlich für die Waldwoche im Kindi gedacht war
- Mein Wellensittich Maxi. Als ich ihn damals mit 8 Jahren von einem befreundeten Züchter bekommen hatte, sagte der, "da habe ich dir einen ganz besonderen Vogel ausgesucht". Und tatsächlich war er das letztendlich. Er gehörte so richtig zur Familie und zum Alltag. Durfte im Wohnzimmer von morgens bis abends frei fliegen, wurde an Sommerabenden mit dem Käfig mit auf die Terrasse genommen, stand als erster auf der Matte, wenn das Essen auf den Tisch gestellt wurde (oder linste von seinem Kletterast über dem Esstisch nach unten) und wurde 15 Jahre alt - wovon er gut 13 Jahre kerngesund und fit, wie ein junger Vogel war.
Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber das sind die Dinge, die mir heute besondern gut getan haben. Ich bin gespannt, was ihr erzählen wollt und ob ihr dabei auch an so viele kleine Details, wie ich, denken müsst

Das man sowat nicht macht.Er guckte etwas seltsam und meine Freundin hat sich mal wieder fremd für mich geschämt.Abe mir ging es nur um das Seelenleben des verstoßenen , abgestoßenen Teddys.