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Verlassen worden und am Boden zerstört

Saby

Saby
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Hallo ihr Lieben,
seit über einem Jahr weiss ich nun schon dass mein Mann mich nicht mehr liebt sondern nur noch "nett" findet. Wir leben immer noch zusammen aber es ging mir nicht gut dabei. Am 16. September sagte er mir nun dass er jemanden kennengelernt hat. Seitdem bin ich total fertig. Bin krankgeschrieben deswegen weil ich absolut nichts essen kann und so leichte Panikattacken manchmal habe.

Ich kämpfe schon seit Jahren mit generalisierter Angst und das macht es noch schlimmer für mich. Er sagt, er helfe mir wenn etwas zu tun ist, da wo ich früher gewohnt habe. Ich habe Gott sei Dank meine Mutter die mir beisteht. Sie Ware vor 2 Jahren fast gestorben und lag 6 Wochen beatmet auf der Intensivstation. Das hat mich extrem mitgenommen. Und ein halbes Jahr später sagte mir mein Mann das bzw auf Nachfrage dass er mich nicht mehr liebt. Seit meine Mutter so krank war wohnt sie im Nachbardorf. Jetzt muss ich überlegen wohin wie ziehen bzw mit Mama zusammen. Wir verstehen uns gut und deshalb ist es kein Problem wenn wir zusammen wohnen. Nur sind wir am überlegen ob in eine andere Wohnung oder zurück nach Hause wo aber eben einiges zu machen wäre. Es ist ein sehr altes Haus aber es ist meine Heimat und wir mussten keine Miete zahlen. Ich habe sehr große Zukunftsangst und traue mir einfach nichts zu und denke ich finde keine Arbeit und lande irgendwann "unter der Brücke". Ich kann kaum essen und jeder Handgriff ist schwer, geduscht hab ich seit drei Tagen nicht mehr aber ich versuche dass ich das zumindest nachholen. Er sagt auch nicht daß ich zu einem bestimmten Zeitpunkt ausziehen muss. Und was mir regelrecht das Herz bricht ist unser Sohn, er ist zwar schon 23 aber auch sensibel und kann seine Gefühle nicht zeigen. Ich merke aber wie es ihn auch belastet.
Danke für s lesen
Saby

• x 7 #1


Aiyla
Hallo @Saby,
das klingt nach einer sehr schlimmen Zeit. Das ist mit einer generalisierten Angststörung sicherlich noch schwerer zu ertragen als es eh schon wäre. Und eine solche Situation ist für jeden schon eine Riesenprüfung. Tut mir sehr leid, dass Du da durch musst.
Hast Du schon eine gute therapeutische Anbindung?

• x 5 #2


A


Verlassen worden und am Boden zerstört

x 3


Saby
@ajyla Ich bin in psychiatrischer Behandlung aber sonst noch nichts. Ich habe es nicht nicht auf die Reihe gekriegt einen Online Antrag für eine Reha auszufüllen.

• x 2 #3


Saby
@Aiyla
Ich bin in psychiatrischer Behandlung und hab s noch nicht auf die Reihe gekriegt einen Online Antrag für eine Reha auszufüllen

• x 2 #4


Aiyla
@Saby
Für eine psychomatische Reha ist es gut, wenn man sich schon etwas stabilisiert hat. Da es aber eh dauert bis man einen Platz bekommt, schadet es trotzdem nicht, das schonmal mit dem Arzt zu besprechen. Vielleicht erstmal eine psychiatrische/psychotherapeutische Tagesklinik? Wann hast Du denn den nächsten Termin bei Deinem Arzt?
Schaffst Du es beim sozialpsychiatrischen Dienst in Deiner Nähe einen Termin zu vereinbaren? Oder kann Dir jemand dabei helfen? Ich denke es wäre gut, sich ein Helfernetz aufzubauen um leichter durch diese Lebenskrise zu kommen.

• x 1 #5


Blümchen75
@Saby
Liebe Saby,

es tut mir leid in welcher Situation Du jetzt bist.

Aber Dein Mann war ehrlich zu Dir.

Es ist schön das Du Dich so gut mit Deiner Mutter verstehst.
Vielleicht ist gerade diese Haus mit ihr zu gestalten das Richtige was Du jetzt brauchst.
Ein neuer Wohlfühlort der Dir Sicherheit gibt.

Beim Ausfüllen des Reha -Antrages hilft Dir Dein Hausarzt.
Nur die Unterlagen musst Du dafür online bei der Rentenversicherung bestellen.
Das ist nicht zeitaufwendig sondern sie kommen dann per Post.

Diesen ersten Schritt musst Du tun.

Für Deine Gesundheit und für Dich.

Alles Liebe

• x 3 #6


Saby
@Blümchen75
Ja stimmt, ehrlich war er. Er will auch nicht im Streit auseinandergehen und wie gesagt mir helfen wenn was ist. Aber ich kann mir im Moment überhaupt nichts vorstellen, bin zu schwach körperlich weil es fast nichts ist was ich essen kann. 2 Bananen und ein Apfel z b. Ich muss glaube ich erst mal von Stunde zu Stunde denken oder von Tag zu Tag, bevor ich so weit in die Zukunft denke, eas immer der Fall ist leider

• x 3 #7


Blümchen75
Zitat von Saby:
@Blümchen75 Ja stimmt, ehrlich war er. Er will auch nicht im Streit auseinandergehen und wie gesagt mir helfen wenn was ist. Aber ich kann mir im ...

Da kann ich Dich sehr gut verstehen.

Auch ich habe zwei schwere Trennungen durch.
Scheidung, von mir aber gewollt und dann die Trennung von meinem Herzensmann.
Auch ich habe nicht gegessen, getrunken, geschlafen und funktioniert.
Aber das wird irgendwann besser weil man ja wieder aufstehen muss.

Nimm Dir die Zeit.
Du brauchst nicht gleich alles entscheiden.
Er lässt Dir ja auch Zeit und drängt nicht darauf das Du sofort ausziehen musst.

• x 4 #8


GreenTara
Liebe @Saby, es tut mir sehr leid, dass du so schwer zu tragen hast. Auch wenn man deinem Mann keine mangelnde Unterstützung vorhalten kann, wirst du in Zukunft dein Leben allein gestalten müssen. Es ist gut, dass deine Mutter und du füreinander da seid. Und auch um die Wohnsituation musst du die keine existenzielle Gedanken machen. Wie wäre es denn, die ersparte Miete für Verbesserungen auszugeben? Es ist nichts Schlimmes, in einem alten Haus zu leben. Viel wichtiger wäre es, gesundheitlich auf die Beine zu kommen. Vielleicht könnte dir ein psychosozialer Dienst mit den Anträgen für die Reha helfen. Da du in psychiatrischer Behandlung bist, gehe ich davon aus, dass du Medikamente nimmst. Vielleicht kann da etwas verändert bzw. modifiziert werden, bis es hilft.
Du schreibst, dass du krank geschrieben bist; aber gleichzeitig, dass du befürchtest, keine Arbeit zu finden. Hast du zur Zeit keine Stelle? Könntest du eine EU-Rente beantragen? Gäbe es die Möglichkeit einer Tagesklinik?
Ich hoffe, dass du eine Unterstützung findest, um aus dem Tief heraus zu finden, um dein Leben in die Hand nehmen zu können.

• x 2 #9


N
Liebe Saby,
zuerst einmal finde ich es gut, dass du nach Hilfe suchst. Du klingst so, als ob momentan die Ereignisse über dich hereinbrechen und deine Ängste befeuern.

Allerdings scheint deine Mutter sich so weit erholt zu haben, dass sie in einer Wohnung im Nachbardorf alleine leben kann. Das ist die Realität und deine Ängste um deine Mutter dürfen jetzt pausieren.

Vor einem Jahr hat dein Mann dir gesagt, dass er dich „nur noch nett“ findet. Was habt ihr in den vergangenen 12 Monaten (!) unternommen, damit aus „nett finden“ wieder „Liebe“ wird? Hast du dich mit dieser Aussage zufrieden gegeben? Könnte es sein, dass er diejenige, von der er am 16. September gesprochen hat, nicht schon da war, als du vor eineinhalb Jahren, wegen deiner Mutter, in einer Spirale aus Angst gesteckt hast?

Wie war die Kommunikation zwischen dir und deinem Mann in den letzten 18 Monaten?

Wie kommst du darauf „unter der Brücke“ zu landen? Sich mit seinem Partner auseinander zu setzen und eventuell zu trennen, bedeutet nicht, dass man „alles“ verliert.

Bist du in therapeutischer Behandlung? Hast du Freunde, die dich mental unterstützen?

Inwieweit ist dein erwachsener Sohn aufgestellt? Er wird auch heute oder morgen sein „Nest“ verlassen. Das ist eine reale Veränderung, die zum Muttersein dazu gehört.

Wie ist deine aktuelle Wohnsituation? Warum sollte dein Mann sagen, dass du ausziehen sollst? Vielleicht sollte er gehen, wenn schon jemand anders in seinem Leben ist.

Wie bist du beruflich aufgestellt?

Ich sehe schon mal zwei Menschen, die dir nahe stehen, deine Mama und dein Sohn. Die Sensibilität deines Sohnes ist großartig, die überstandene Krankheit deiner Mutter ist hoffentlich ohne große Folgen vorüber, deine Angststörung fühlt sich bestimmt furchtbar an, keines dieser Umstände bedeutet jedoch, dass man nicht positiv in eine herrliche Zukunft starten kann.

Du bist nicht allein, du bist nicht handlungsfähig. Ich verstehe deine Überschrift „am Boden zerstört“ so, dass du jetzt aufstehst und du dir dein Leben so richtest, wie es dir gefällt. Das ist jetzt deine Aufgabe.

Schreib hier und du wirst verschiedene Sichtweisen erhalten. Umsetzen musst du dann das, was am besten zu dir passt.

Liebe Grüße
Nana Liz

• x 4 #10


Arnika
Dann trink was, Smoothies oder Joghurt oder Suppe oder so. Trinken geht immer.

Und das mit dem alten Haus und deiner Mama hört sich doch ganz gut an. Dann hast du ein Projekt, einen sicheren Hafen und jemand an deiner Seite, der dich immer bedingungslos liebt.

Das wird schon! Alles Gute!

• x 1 #11


Liv225
Liebe @Saby
Es tut mir Leid, dass es Dir so schlecht geht.
So viele von uns kennen diesen Schmerz und den Punkt, wo man denkt: nichts geht mehr weiter.

Aber das tut es. Auch wenn Du es jetzt noch gar nicht sehen kannst.
Es ist wie Du gesagt hast - gehe in kleinen Schritten.
Schau, dass Du isst, wenn es ist, zumindest flüssig, Smoothies usw.

In Behandlung bist Du, das ist gut.
Du hast die Option mit dem Haus. Das ist auch was Gutes.
Ich bin damals zur Bank und habe mich beraten lassen.
Es gibt wirklich liebe Leute da draußen, die einem beistehen.

Vielleicht kannst Du Dir alle paar Tage etwas vornehmen. Bis dahin denkst Du nicht dran. Aber dann gehst Du es an.
So schaffst Du immer wieder einen neuen Schritt.

Natürlich ist es auch für Deinen Sohn nicht schön. Kinder „wünschen“ sich das immer anders.
Aber er schafft das. Er verliert keinen, gerade wenn ihr auch nicht im „Rosenkrieg“ auseinander geht.

Alles Liebe Dir.

• x 4 #12


M
Zitat von Saby:
Und was mir regelrecht das Herz bricht ist unser Sohn



Der kann doch bei Dir und Deiner Mutter mit im Haus wohnen,
oder zumindest so oft wie möglich bei Euch übernachten - dann könnt Ihr Euch
alle gegenseitig unterstützen und beistehen !
Außerdem kann er vielleicht den einen oder anderen Handgriff handwerklich
im Haus beisteuern !?
Dass Ihr das Haus ein bisschen verschönern könnt und somit auch etwas Sinnvolles
und Schönes zu tun habt,
finde ich von meinen Kollegen einen super Vorschlag !
Vielleicht habt Ihr da auch noch ein Stück Garten mit am Haus,
und Gartenarbeit tut gut - hilft gegen Ängste/Depressionen,
eigentlich gegen alles ! Lachendes Gesicht

Das wird schon alles, nur Mut ! Aufmunternde Emojis

• x 1 #13


B
Zitat von Saby:
Und was mir regelrecht das Herz bricht ist unser Sohn, er ist zwar schon 23 aber auch sensibel und kann seine Gefühle nicht zeigen. Ich merke aber wie es ihn auch belastet.

Na klar wird es ihn belasten, dich so am Boden zu sehen. Kann das für dich eine Motivation sein, dir alle Hilfe zu suchen, derer du habhaft werden kannst? Vorschläge kamen hier schon, was spricht dich an?

• x 2 #14


Saby
Vielen Dank euch alles erstmal

Er musste den Arbeitsplatz wechseln denn das Haus ist nicht in der Nähe. Es ist schon über 200 Jahre alt und mein Papa sagte damals schon immer dass das Dach nicht mehr soo lange hält. Aber es ist ein Grundstück dabei das wir verkaufen könnten. Da überlegen wir schon so lange auch. Im Moment sehe ich überhaupt nicht, nicht mal ansatzweise, daß das irgendwann mal gut für mich ausgeht 😞 heute meinte Mein Mann als ich nochmal gefragt habe wie schnell ich denn ausziehen sollte, ich muss nicht gleich aber ihm ist es doch ein wenig eiliger als er es letztes Mal noch sagte. Es ist nicht schön für ihn wenn er mich immer so traurig sehen muss, weil s ja schon über ein Jahr so geht. Aber auch weil es mir ja wohl nicht so gut gefallen würde wenn seine Neue mal kommt. Bei ihr können sie sich nämlich nicht treffen weil sie verheiratet ist und ihrem Mann heute oder gestern oder so gesagt hat dass ihre Ehe vorbei ist. Sie muss auch erst ne Wohnung mit ihrer Freundin suchen weil das Haus ihrem Mann gehört. Derweil treffen sie sich keine Ahnung, wo. Das gab mir nochmal einen gehörigen Tritt. Ich sagte ihm dass ich erst auf die Beine kommen muss weil ich wirklich schwach bin, körperlich auch. Man kann es einfach nicht glauben dass nach so langer Zeit am besten noch gestern Schluss ist

• x 2 #15


A


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