@KBR
Hey.. Freut mich, dass ich noch nicht ganz weg aus deinem Gedächtnis war/bin

Es hat sich gestern noch etwas ereignet, und zwar hatte meine Psychologin wohl einen Unfall und wurde heute operiert. Sie war sowieso schon wieder weg für 2 Wochen, die sollten diese Woche jetzt um sein, aber jetzt kam das noch dazu. Fühle mich so hilflos, brauche wirklich professionelle Hilfe und Gespräche. Werde jetzt erstmal zu einer Jugendberatung gehen aber das macht mich total fertig. Ich brauche doch einen Anker, etwas, das da ist, wo ich weiß, es hilft mir. Eine beständige Therapie eben.
Das Problem mit der Wut ist auch, dass es schon zu Hass übergeht. Ich kann nicht aufhören, mir in meinem Kopf zu denken wir sehr ich ihn hasse, dass ich ihm nichts Gutes wünschen möchte und und und. Dann ist da noch eine andere Sorge, dass ich da eigentlich schon aus der Situation heraus (Fernbeziehung, Ex von Tag 1 an komplett verschwunden) niemals 100 Prozent drüber hinweg sein kann, da man nie wissen wird, wie es ist, wenn er vor mir steht. Dass ich durch die Fernbeziehung dran gewöhnt bin, viel zu fühlen und zu denken in Abwesenheit des Anderen. Manche berichten im Internet halt, dass man erst sicher weiß, ob man drüber weg ist, wenn man die Person persönlich sieht und es nicht mehr wirklich etwas ausmacht.. Keine Ahnung.
Und dass ich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, jederzeit wieder einen großen Schub Hoffnung bekommen könnte, käme da eine Nachricht oder würde ich eine Reise nach England geschenkt bekommen, also, dass ich die Reise dann wahrscheinlich noch antreten würde. Ist das normal? Dauert das und kommt von selbst, dass diese Hoffnungen bzw. inneren Wünsche, die trotz aller Vernunft da sind, irgendwann wirklich erloschen sind?
Mir wird regelrecht schlecht wenn ich an ihn denke und daran, was er wohl jetzt macht. Wenn ich daran denke, wie wir nie wirklich eine Chance hatten und er am Ende alles verweigert hat, keine Lust mehr hatte. Es fühlt sich so ekelhaft an. Selbst all die schönen Momente ekeln mich jetzt an und machen mich wütend. Weil eben alles vorbei ist.
Ich war damals mit 15 Jahren mal dolle verknallt in einen Jungen, der mich aber nur körperlich ausgenutzt hat. Eine Woche nach dem letzten Treffen hatte er dann auf einmal eine Freundin. Da er in meine Klasse ging für 2 Jahre, ging das auch 2 Jahre lang so und ich hatte keine Chance, das wirklich zu vergessen. Naja, nach diesen 2 Jahren haben wir uns zwar nicht mehr gesehen und alles war okay ohne ihn, aber immer wieder wenn ich ihn sah, schoss da etwas hoch. Ich meinte mal zu meiner Freundin, dass ich glaube, dass ich über diesen Jungen nie 100 prozentig weg sein werde. Gut, das ist jetzt nicht mehr so, er ist mir egal und dieser Junge hat mir auch nach meiner Trennung geschrieben und habe ihn gekorbt, aber das ist ja alles nur durch meine jetzige Situation so. Ich brauchte also jemanden anders, der in mir noch viel größere Gefühle und Wünsche aufkeimen lässt, um von diesem damaligen Jungen komplett nicht mehr angetan zu sein. Entweder, das war so, weil ich ja damals nie aktiv versucht habe, mich und meine Emotionen besser zu verstehen oder weil es wirklich so ist. Davor habe ich Angst. Ich will davon wegkommen, heilen, ohne diese Lücke mit jemandem anders zu schließen oder sonst was.
Einfach so viele Gedanken, jeden Tag in 1000 Richtungen. Wut, Hass, Hoffnung dass es ihm auch zu schaffen macht, dann wieder Wut, Traurigkeit und und und.. Gott, es ist sooo ekelhaft. Ich weiß, ich benutze das Wort oft, aber das beschreibt es am besten. Eklig, alles..
Soo, wieder genug Dampf abgelassen. Danke dir für deine Antwort
