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Wer bin ich noch?

NiHe

NiHe


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Zitat von LittleOwl:
Gestern kam überraschend meine Tochter zu Besuch , sie ist das erste Mal die Strecke von 240 km ganz alleine mit dem Auto gefahren. Man was ...

Wie geht es dir inzwischen? Sitzt du immer noch bei Herrn Schmidt? Der Punkt hat mich besonders berührt. Dass ein Verstorbener noch eine Art Hilfe für einen Lebenden, einen Fremden, sein kann. Und wie traurig es aussehen muss, wenn du mit einem Grabstein sprichst. Dieses Bild berührt mich.

Vor 9 Stunden • x 3 #16


LittleOwl

LittleOwl


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Zitat von NiHe:
Sitzt du immer noch bei Herrn Schmidt?

Lieb, dass du nachfragst.

Ab und zu gehe ich bei ihm vorbei. Es ist aber eher ein Hallo sagen und erzählen wie es mir geht. Anscheinend hat er nichts dagegen.

Momentan hab ich mich ganz gut gefangen, ich schaffe es so langsam aus meiner selbstgewählten Isolation raus und der Liebeskummer ist einem dumpfen Schmerz gewichen. Es gibt aber immer wieder Tage wo es mir wirklich gut geht.

Vor 2 Stunden • x 2 #17



Wer bin ich noch?

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Dia

Dia


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Zitat:
Ich hab ein mega schlechtes Gewissen, weil ich ihn einfach mit allem habe sitzen lassen, was er mich natürlich auch an jeder Ecke spüren lässt.


Das kenne ich. Dieses Gefühl, für das Wohl und Glück des Anderen verantwortlich zu sein, dass man ihn im Stich gelassen hat. Aber das ist nur geboren aus dem irrigen Gefühl, das sie einem vermittelt haben, weil man für sie Mutter war, nicht Partnerin. Deshalb hat man das Gefühl, man hat ein hilfloses Kind zurückgelassen und man ist damit eine Rabenmutter.

Aber diese Gefühle zeigen nur, wie sehr der Andere uns in seine kranke Welt mit hinein gezogen hat. Sie sind keine Kinder, sie sind erwachsene Männer, die sich BENEHMEN wie hilflose Kinder, aber gleichzeitig auch wie rotzige freche Halbstarke. Und sie erwarten, dass man das alles selbstlos hinnimmt ohne irgendwas von ihnen zurück zu erwarten, wie sie es von einer guten Mutter erwarten. Nur dass wir keine Mütter sind für sie, wir haben Kinder, wir brauchen keine Männer die uns zur Last fallen als weiteres Kind, bockig, trotzig und schwer erziehbar noch dazu. Die brauchen jemanden, der nur gibt ohne je etwas zurück zu erwarten. Und natürlich wollen sie keinen S. mit so jemandem, das wäre ja so als wären sie scharf auf ihre eigene Mutter.

Mach dir klar, dass Du nicht seine Mutter bist und er schon seit Jahren und Jahrzehnten selbst für sich verantwortlich sein sollte. Dass er das nicht ist und bis heute nicht gelernt hat, ist sein Problem. Du bist nicht dafür verantwortlich, dein Leben lang einen psychisch schwer gestörten Menschen durchs Leben zu tragen, der nur nehmen kann und auf deine Bedürfnisse scheixxt! Zu gehen ist das einzig Richtige.

Mein Ex hat es nach der Trennung noch drei Jahre so bunt getrieben, dass ich nur noch Ekel spüre und Widerwillen. Ich kann gar nicht mehr mit positiven Gefühlen an die 2 Jahrzehnte mit ihm zurückdenken, obwohl nicht alles schlecht war, aber er hat mir das alles kaputt gemacht durch sein Verhalten. Ich möchte mit diesem Menschen nie wieder etwas zu tun haben.

Ihm geht es unverändert schlecht, denn ihm ist inzwischen klar, so eine Dumme wie mich, die so lange bei einem verkorksten Menschen wie ihm bleibt, findet er nicht so schnell noch mal, wahrscheinlich sogar nie mehr. Und mit dem Alleinsein kommt die Depression. Weil sie jemanden brauchen, den sie runtermachen können, damit es ihnen gut geht. Nicht weil sie uns jetzt besser zu schätzen wissen. Tja, mit Mitte 20 hätte er ruckzuck die nächste Dumme gefunden, gutaussehend, charismatisch, witzig, wie er da noch war.... Aber als jammerigem Trauerkloß mit Mitte 40, Halbglatze, Brille, Bierbauch und erektiler Dysfunktion fliegen einem die Frauenherzen halt nicht mehr einfach so zu, ohne dass man ihnen irgendwas zu bieten hat. Und wenn frau dann noch merkt, dass hinter der traurigen Fassade ein unheimlich aggressiver wütender Mensch sich verbirgt, der bei der kleinsten Reizung in die Luft geht... ICH will so einen garantiert auch nicht wieder zurück!

Vor 1 Stunde • x 2 #18


NiHe

NiHe


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Zitat von LittleOwl:
Lieb, dass du nachfragst. Ab und zu gehe ich bei ihm vorbei. Es ist aber eher ein Hallo sagen und erzählen wie es mir geht. ...

Das freut mich für dich. Es scheint also in den letzten zwei Monaten eine Entwicklung gegeben zu haben. Ich wünsche dir, dass du auf diesem Weg weitergehst und deinen Frieden mit dir selbst und der Vergangenheit machen kannst.

Vor 2 Minuten • #19