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Wie sage ich es dir?

Ouabain
Zitat von Löwenzeh:
Ich schreibe detailversessen, entschuldigt die langen Antworten.

Nicht "versessen", sondern "reich".
Du hast Talent . Ich fände es schade, wenn Du das der knackigen Effizienz opferst. Und das dann auch noch, um einem eventuell, möglicherweise kritischem Leser zu gefallen, der sich hier noch nicht mal gemeldet hat

Wie Du selbst schreibst - hier soll Dein Schutzraum sein. Also ist es nur richtig, wenn Du wenigstens hier alles so aussprichst wie es raus möchte.

Edit: Ich korrigiere. Ein Leser ist dann jetzt doch auf das Thema "Worte" angesprungen 🤣.

x 1 #16


Ameise_78
Liebe @Löwenzeh, ich fühle deinen Schmerz, denn einiges kommt mir sehr bekannt vor!

Glaube mir... wenn du denkst, du könntest deinen Partner verändern - selbst indirekt indem du dich selbst veränderst... verschwendest du Zeit und Energie, die dir irgendwann sehr fehlen wird!
Er wird sich nicht ändern... nur du wirst immer mehr Nerven und Kraft verlieren, und im schlimmsten Fall (wünsche dir sehr, dass es nie so weit kommt) auch körperlich darunter leiden.

Gerade weil mir einiges, was du schreibst bekannt vorkommt, würde ich dir dringend raten... mehr Fokus auf dein Kind und dich... weg von ihm! Mach dich unabhängig... und wenn du irgendwann kannst, geh. Es kann nur besser werden.

x 4 #17


A


Wie sage ich es dir?

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Hola15
Zitat von Löwenzeh:
Es kann wohl kaum die Lösung sein, immer stark und konsequent sein zu müssen


Nein, das ist gar nicht nötig.

Aber ihr beide zieht nicht mehr an einem Strang, vielleicht habt ihr das auch nie getan.
Wenn ich das richtig verstanden habe lässt er dich allein - äußerlich wie innerlich. Er reagiert mit Ignoranz oder Vorwurf.

Ich bin mir sicher, du hättest die Energie dazu. Aber du zügelst sie.
Du hast eine Menge Wut in dir. Und nein, das sehe ich nicht negativ. Andere müssen einen weiten Weg zurücklegen um an diese erst wieder heranzukommen. Die Wut (nicht zu verwechseln mit der Aggression auf der Handlungsebene) steht für dich ein.
Du spürst sie, aber sie darf nicht sein.
Schließlich ist der Wunsch und das Bedürfnis es doch noch zum Gelingen zu bringen zu groß. Zu groß die Angst dein „Zuhause“ bei ihm und in seiner Verkörperung zu verlieren.

Aber seien wir mal ehrlich. Ist das nicht nur eine Illusion an die du dich klammerst?!
Ist er wirklich dein Anlehn- Pool oder nicht viel mehr fast schon ein Gegner?! So wie er die Gelegenheiten nutzt dich zu kritisieren und klein zu halten.

Dem anderen wohlwollend und mit Rücksichtnahme zu begegnen ist keine Einbahnstraße. Auch du hast das Recht ordentlich behandelt zu werden.

Und du weißt und spürst es. Und dann sucht sich die Wut irgendwelche komischen Wege, weil nicht sein darf was nicht sein soll.

Ja. Die klare und deutliche Artikulierung von Bedürfnissen und Grenzen ist elementar. Da wirst du nicht drum rum kommen das zu lernen, wenn du es noch nicht kannst.

Und entgegen der häufigen Annahme danken es einen die meisten Menschen sogar. Zumindest diejenigen, die die Geeigneten sind.

Ich habe deine threats nicht verfolgt oder nicht mehr im Kopf. Nur noch den Anfang vom Letzten, weil der wirklich einprägsam war.
Da warst du am absoluten Ende deiner Kräfte.
Und ich sehe bisher keine Anzeichen, wo er die Sache besser als schlimmer macht. Aber vielleicht täusche ich mich.

Und vielleicht ist es auch dein innerer massiver Widerstand eine Trennung in Betracht zu ziehen ein Faktor der dir noch mehr Energie abzieht.

x 4 #18


Ameise_78
Dem kann ich nur zustimmen.
Das Problem ist... Männer, die sich derart verweigern, werden nicht mehr anders. Mit allem Potenzial, Hoffen und Reden der liebsten und einfühlsamsten Partnerin nicht...
Hat ja Gründe, warum sie so sind.
Und klar: würde einer das Bedürfnis danach verspüren an sich zu arbeiten und etwas zu verändern... das ist aber meist nicht der Fall... vor Allem wenn sich die Partnerin dafür abarbeitet und vom Anderen nichts kommt...

x 3 #19


Löwenzeh
Ich wollte selbst kurz berichten, dann versuch ich weiter auf euch einzugehen.

Der Morgen überrascht. Ich wurde liegen gelassen und könnte zwei Stunden länger schlafen. Dabei war T.s Nacht nicht besser. Hat sich auch nur hin- und hergewälzt und wurde von meinem zehnmal Aufgestehe gestört.
War gut, etwas Schlaf abzugreifen.
Ich weiß gar nicht, wie ich war, jedenfalls nicht abweisend. Müde und grantig und anschmiegsam.

Er war süß und rücksichtsvoll und als L. wieder schlafen ging und mein Mann es sich am PC gemütlich machen wollte, da schaut er zu mir und sagt:
"Du wolltest was mit mir ohne PC machen..."

Das hat mich sehr gefreut und überrascht. Und so konnten wir einen kleinen Teil des Gesprächs führen, dass ich mir gestern gewünscht habe.
Und ich hatte durch das Schreiben die Dinge in meinem Kopf quasi vorsortiert, konnte meine Wünsche gut formulieren, Bedenken teilen.
Die Emotionen waren über Nacht runtergekühlt und somit gehen wir nächstes Wochenende Radfahren.

Ich versuche, meine Erwartungen nicht zu überspitzen, denn letztlich fühlt er sich draußen unwohl und wird nie so unbeschwert sein können wie ich.
Davon kann ich mich nun eingeschränkt fühlen.
Aber ich wäre so gerne auch in dieser Hinsicht unbeschwert.

Aber ein Grund, warum ich aufhörte, Unternehmungen zu fordern, war die Tatsache, dass sie mir mit T. nicht unbedingt den größten Spaß bereiten. Und bei der Gegenwehr?
Lieber allein oder mit Freunden.
Aber allein will man ja nicht alles machen, wozu dann Beziehung?
Und Freunde passt derzeit auch nicht so, bin auch nicht hinterher.

Mein Mann sagte was Wahres heute morgen,als wir erörterten, was wir machen könnten.
Und einiges ausschlossen, weil wir es bereits zusammen versucht haben - und wissen, das macht uns keinen Spaß zusammen.
Ach nee, als ich meiner desinteressierten Freundin hinterher heulte (an der ich selbst aber ehrlicherweise auch recht desinteressiert bin, weil einfach nicht zurückkommt, was ich mir wünsche)

Jedenfalls sagte er, dass ich bald auf der Arbeit mit Steffi und wie-heißen-die-alle-nochmal wieder mehr Kontakt und auch Unternehmungsmöglichkeiten habe.
Und das stimmt. Ich selbst habe diese Tür angelehnt (hätte ja auch im Kontakt bleiben können, aber ich bin wie mein Mann gerne für mich. Und so ein Kind spannt ganz gut ein)
Ich freue mich, im August diese Tür aufzureißen.

Und dann kämpfe ich neue Kämpfe an mehr Fronten?

Gebt mir Kraft und Zuversicht.
Helft mir, für mich einzustehen.
Ich will leben, was ich anderen rate.
Nicht nur hin und wieder.

Ich hab ungelogen zwei Stunden für diesen blöden Text gebraucht.
Nicht wundern, wenn erst zur Nachtruhe oder morgen was kommt.
Zeit ist ein rares Gut.

x 2 #20


Löwenzeh
Zitat von Löwenzeh:
und somit gehen wir nächstes Wochenende Radfahren

Der eigentliche Kampf ist aber nicht das Zugeständnis. Davon hab ich viele.

Der Kampf beginnt ein, zwei Tage vorher, mit aufschieben, neu verhandeln.
Er beginnt mit meiner Ambivalenz, wenn ich den einen Tag gar keine Lust habe, aber es ein Muss wird, weil so schnell kommt die Bereitschaft nicht wieder.

Ob wir Radfahren hängt an mir.
Er hält sich an Versprechen.
Aber hinterherlaufen nervt.

Ich bin konsequent!

#21


Catalina
Ich hab mal deine Themen quergelesen und ein paar Zitate rausgepickt, die ich ziemlich prägnant finde:
Zitat von Löwenzeh:
Zehnmal am Tag sagt dieser Mann er würde mich lieben, aber er kann mich nicht lassen, wenn ich vor seinen Augen einen Nervenzusammenbruch habe.

Zitat von Löwenzeh:
Ich finde es so mies. Das Alles. Das Ganze. Ihn.

Zitat von Löwenzeh:
ich bin es so leid, das immer Gleiche daran

Zitat von Löwenzeh:
Die einzigen Entschuldigungen die ich bekomme, sind pauschale („Für alles“) oder vorgekaut und nachgesagt. Und ich will keine mehr. Sie ändern rein gar nichts.

Und ich frage dich: Auf welcher Grundlage hegst du noch Hoffnung, dass eure Beziehung stabil und harmonisch werden könnte? Offensichtlich triggert ihr euch gegenseitig über die Maßen, geht euch gegenseitig gewaltig auf die Nerven. Und ihr habt gemeinsam ganz ungute Streitmuster entwickelt.

Das zu lösen, dafür bräuchte es in erster Linie Einsicht und die Bereitschaft, wirklich etwas zu ändern. Das sehe ich bei deinem Mann leider 0,0. Er versteht ja gar nicht, dass auch sein Verhalten nicht okay ist, gibt dir für alles die Schuld. Ist ja auch einfacher, als mal bei sich selber zu schauen.

Tut mir leid liebe Löwenzeh, ich sehe da leider wenig Hoffnung oder Potential.

x 2 #22


Usambara
Ich werde da nicht schlau draus.
Aber gut wenn es dir hilft dich zu sortieren.
Zwei Stunden für einen blöden Text im Internez.
Was hätte man alles schönes mit dieser Zeit anstellen können.

x 1 #23


Hola15
Zitat von Löwenzeh:
Der eigentliche Kampf ist aber nicht das Zugeständnis. Davon hab ich viele. Der Kampf beginnt ein, zwei Tage vorher, mit aufschieben, neu ...

Ich würd sagen du packst jetzt dein Kind. Schwimmflügel, Sonnenmilch, Kappe, Trinken und etwas zu (Abend)Essen und verziehst dich an einen See oder ins Schwimmbad.

Wenn er will kann er mitkommen, wenn nicht dann nicht.

Draußen sieht die Welt wieder gleich ganz anders aus.

Als meine Kids im dem Alter waren war ich eigentlich nur mit ihnen draußen, erleichtert einiges.

x 3 #24


Löwenzeh
@Usambara
Mich zu sortieren, auch wenn ich anderes zu tun habe, ist mir die Zeit wert.
Was gestern half, das führe ich heute weiter.
Es dauert halt lang, weil das Handy immer wieder abgelegt wird, anderes vorgeht, ich mich wieder reinfuchsen muss.

x 1 #25


Löwenzeh
Zitat von Catalina:
Und ich frage dich: Auf welcher Grundlage hegst du noch Hoffnung, dass eure Beziehung stabil und harmonisch werden könnte?

Weil es die Spitzen sind?
Ausnahmen, auch wenn's euch anders scheint.
Wären nicht 70/80% der Tage harmonisch, ich könnte es gar nicht aushalten.

Vielleicht erkaufe ich diese Harmonie zum falschen Preis.
Aber ich sehe auch sehr viel Gutes und Wohlwollen bei meinem Mann.

Und ich sehe genug bei mir, um zu wissen, es ist nicht nur er.

#26


Löwenzeh
Zitat von Ouabain:
Weil ich Dich wie ein schimpfendes Rumpelstilzchen vor mir auf und ab laufen sehe.

So führe ich mich manchmal auch auf😂

Ich neige zum Fatalismus.
Alles ist immer ganz oder gar nicht.
Alles ist immer überdramatisch bedrohlich im ersten Moment.
Ich habe gelernt, meine Emotionen zu schlucken, weil sie mit ihrer Intensität früh aneckten.

Jetzt lerne ich, ein ausgewähltes, quasi gefiltertes Bouquet wieder auszuwürgen und auf dem Silbertablett zu servieren.
Bon Apetit!😂

#27


Catalina
Zitat von Löwenzeh:
Wären nicht 70/80% der Tage harmonisch, ich könnte es gar nicht aushalten.

Puh, dass heißt im Umkehrschluss, dass 20-30% der Tage so sind, wie von dir geschildert? Das stelle ich mir echt anstrengend vor und wäre mir persönlich definitiv zu viel. Mein Partner und ich zicken uns auch gelegentlich an, haben vielleicht 1-2 mal im Jahr größeren Knatsch, wenn überhaupt. Aber einen Nervenzusammenbruch hatte ich deswegen noch nie.
Zitat von Löwenzeh:
Ich neige zum Fatalismus.
Alles ist immer ganz oder gar nicht.

Das ist für ein Gegenüber bestimmt auch nicht so ganz ohne, könnte ich mir vorstellen. Allerdings kann es auch nicht die Lösung sein, alles runterzuschlucken. Am besten wäre, du würdest da für dich einen gesunden Mittelweg finden.

x 1 #28


Ouabain
Zitat von Löwenzeh:
überdramatisch

Ein dramatisches Rumpelstilzchen ? 🤗

Und mir scheint, auch mit einer Portion Schalk hinter den Ohren

Zitat von Löwenzeh:

Jetzt lerne ich, ein ausgewähltes, quasi gefiltertes Bouquet wieder auszuwürgen und auf dem Silbertablett zu servieren.
Bon Apetit!

🤣

Habt ihr eigentlich einen gemeinsamen Familienkalender?

Zitat von Löwenzeh:
Der Morgen überrascht. Ich wurde liegen gelassen und könnte zwei Stunden länger schlafen.

Zitat von Löwenzeh:
Er war süß und rücksichtsvoll

Du könntest dann für heute morgen ein dickes rotes Herz mit seinem Namen eintragen.

Positive Verstärkung statt Kritik wirkt manchmal kleine Wunder. Wer weiß - vielleicht findet er das ja so nett, dass er Dir auch gelegentlich ein Herzchen malt

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Ouabain
Zitat von Ouabain:
Positive Verstärkung statt Kritik

Streiche "statt Kritik".
Ist kein Plädoyer, Euch die Auseinandersetzung zu nehmen. Nur ein Angang, das Positive, was Euch offensichtlich immer noch verbindet, auf eine liebevolle Weise zu stärken.

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