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Wie sage ich es dir?

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Zitat von Löwenzeh:
Ich versuche, meine Erwartungen nicht zu überspitzen, denn letztlich fühlt er sich draußen unwohl und wird nie so unbeschwert sein können wie ich.

Hallo Löwenzeh,

schön dich näher kennenzulernen 😍 Als du in meinem Thread geantwortet hast, hab ich gemerkt dass du und dein Leben mich interessiert. Und ja da sehe ich ein junge, wilde Frau, die Lust auf Leben hat und (siehe oben) gebremst wird... 😢

Macht mich traurig und erinnert mich an meinen Exmann, auch bei ihm musst ich in den letzten Jahren um jede gemeinsame Unternehmung kämpfen... Auch er erlebte seine Abenteuer lieber am Bildschirm als in der realen Welt ( Zockte viel)
Hab dran festgehalten, gekämpft, versucht autonomer und was weiss ich zu werden... Mich in eigene Hobbies gestürzt und mich doch sooo allein gefühlt. Hab vorgestern mein Tagebuch rausgeholt und gemerkt, ich war nie ""nicht genug - er war einfach bequem... verdrängt, lieber geflüchtet.. Und ich wollte intensiv leben!

Tja drei Jahre später hat er sich was neues gesucht - um sein Leben wieder aufregend zu machen - sie war da und musst ihn nur jahrelang blöd anmachen... Dann hat er sich mit ihr ein neues Leben aufgebaut. Jetzt ist er wie sie, macht einen auf schicki micki, hält sich für besser als andere und fliegt mit ihr fünf mal im Jahr in Urlaub. (Sie ist Stewardess).

Weisste ich glaube tatsächlich manche Menschen wollen ihr Leben intensiv leben und andere möglichst bequem.

Ich will damit in keinem Fall sagen, dass sowas bei euch passieren könnte, ich will dir nur wünschen, dass du deinen Hunger nach "auftrichtigen, wenn auch unbequemen" Leben irgendwie stillen kannst. Du bist toll so wie du bist... Überlege dir lieber ob du mit ihm diesen Hunger ausleben kannst.

Mir fällt immer folgende Frage ein, den hat mal ein Provokationstherapeut in unserer Fortbildung gestellt. Er fragte eine Mitkommelitonin, die heiraten wollte: "Fühlst du dich bei ihm gut aufgehoben?" Sie sagt ja, er sagt ja dann kannst du heiraten.

Vielleicht magst du dir die Frage auch beantworten...

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Violettsloth
Zitat von Löwenzeh:
Aber ein Grund, warum ich aufhörte, Unternehmungen zu fordern, war die Tatsache, dass sie mir mit T. nicht unbedingt den größten Spaß bereiten. Und bei der Gegenwehr?

Puh, das ist nicht gerade eine gute Basis für eine Partnerschaft oder? Ich verstehe dich da total, mir ging das die letzten Ehejahre ganz genauso. Hatte auch keinerlei Lust mehr mit meinem Exmann was zu unternehmen. Weil es einfach nur langweilig war. Nichts mochte er so wirklich, nie kam mal Spaß oder Lebensfreude durch. Er trug auch nichts zur Unterhaltung bei. Heute weiß ich: Wir passen überhaupt nicht zusammen. Aber so wirklich gar nicht. Ich eher der quirlige Typ, der sich gerne unterhält und auch viele Dinge ausprobiert. Er, der lethargische, immer leicht pessimistische Typ, der nicht so richtig wusste, was er im Leben eigentlich wollte. Man sagt zwar immer Gegensätze ziehen sich an, aber eigentlich passt gleich und gleich gesellt sich gerne, doch irgendwie besser.

Auch er musste ständig aufgefordert werden, sich um sein Kind zu kümmern. Er hat auch immer alles gemacht, nur halt nie von selbst. Er hat nie gesagt, dass ich für alles zuständig bin, aber an seinem Verhalten hat man es gemerkt. Kind war krank, ja logisch ging ich zum Kinderarzt und war anschließend Kind krank. Er kam nie auf die Idee, dass er das auch machen könnte. Wenn ich sagte, den und den Tag bleibst du bitte zuhause, meckerte er zwar manchmal, aber tat es dann. So war das in allen Bereichen. Und es ist so Mega anstrengend, weil du nicht ein, sondern zwei Kinder hast, ständig Unterstützung einfordern musst, die für verantwortungsvolle Männer selbstverständlich ist. Ich bekam einige gesundheitliche Probleme, die ich aber nie mit meiner Ehe in Verbindung brachte. Zwei Jahre vor der Trennung hat’s mich richtig zerschmissen. Ärzte wussten nicht so richtig, wo sie suchen sollten. Meine Heilpraktikerin brachte mich wieder in die Spur und stellte auch Fragen in die richtige Richtung. Ich nahm das aber nicht ernst. Ich hatte doch schließlich einen Mann, der alles machte. Dass ich aber permanent die komplette Verantwortung trug, war mir damals nicht bewusst.

Seitdem ich mich getrennt habe, fiel eine richtige Last von mir ab. Erst heute merke ich, wieviel Energie er mir gezogen hat. Sämtliche gesundheitlichen Probleme sind weg. Und das, obwohl mein Leben heute natürlich anstrengender ist, nur eben nicht auf diese ungesunde Weise. Aber trotzdem bin ich viel glücklicher, als ich es je in meiner Ehe war. Heute führe ich lieber keine Beziehung als so eine derart unausgeglichene.

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