Violettsloth
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Zitat von Löwenzeh:Aber ein Grund, warum ich aufhörte, Unternehmungen zu fordern, war die Tatsache, dass sie mir mit T. nicht unbedingt den größten Spaß bereiten. Und bei der Gegenwehr?
Puh, das ist nicht gerade eine gute Basis für eine Partnerschaft oder? Ich verstehe dich da total, mir ging das die letzten Ehejahre ganz genauso. Hatte auch keinerlei Lust mehr mit meinem Exmann was zu unternehmen. Weil es einfach nur langweilig war. Nichts mochte er so wirklich, nie kam mal Spaß oder Lebensfreude durch. Er trug auch nichts zur Unterhaltung bei. Heute weiß ich: Wir passen überhaupt nicht zusammen. Aber so wirklich gar nicht. Ich eher der quirlige Typ, der sich gerne unterhält und auch viele Dinge ausprobiert. Er, der lethargische, immer leicht pessimistische Typ, der nicht so richtig wusste, was er im Leben eigentlich wollte. Man sagt zwar immer Gegensätze ziehen sich an, aber eigentlich passt gleich und gleich gesellt sich gerne, doch irgendwie besser.
Auch er musste ständig aufgefordert werden, sich um sein Kind zu kümmern. Er hat auch immer alles gemacht, nur halt nie von selbst. Er hat nie gesagt, dass ich für alles zuständig bin, aber an seinem Verhalten hat man es gemerkt. Kind war krank, ja logisch ging ich zum Kinderarzt und war anschließend Kind krank. Er kam nie auf die Idee, dass er das auch machen könnte. Wenn ich sagte, den und den Tag bleibst du bitte zuhause, meckerte er zwar manchmal, aber tat es dann. So war das in allen Bereichen. Und es ist so Mega anstrengend, weil du nicht ein, sondern zwei Kinder hast, ständig Unterstützung einfordern musst, die für verantwortungsvolle Männer selbstverständlich ist. Ich bekam einige gesundheitliche Probleme, die ich aber nie mit meiner Ehe in Verbindung brachte. Zwei Jahre vor der Trennung hat’s mich richtig zerschmissen. Ärzte wussten nicht so richtig, wo sie suchen sollten. Meine Heilpraktikerin brachte mich wieder in die Spur und stellte auch Fragen in die richtige Richtung. Ich nahm das aber nicht ernst. Ich hatte doch schließlich einen Mann, der alles machte. Dass ich aber permanent die komplette Verantwortung trug, war mir damals nicht bewusst.
Seitdem ich mich getrennt habe, fiel eine richtige Last von mir ab. Erst heute merke ich, wieviel Energie er mir gezogen hat. Sämtliche gesundheitlichen Probleme sind weg. Und das, obwohl mein Leben heute natürlich anstrengender ist, nur eben nicht auf diese ungesunde Weise. Aber trotzdem bin ich viel glücklicher, als ich es je in meiner Ehe war. Heute führe ich lieber keine Beziehung als so eine derart unausgeglichene.