Machiavelli
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ich bin im Moment in keiner Beziehung, habe keinen Liebeskummer oder sonstiges. Das Thema hat einen rein „philosophischen“ Zweck, da mich diese Thematik in der Vergangenheit schon beschäftigt hat und ich davon betroffen war.
Stellt euch vor, ihr habt einen Partner/in, die ihr zwar sehr liebt, es aber zwischen euch nicht passt, daraus ständig nur Streit und Drama entsteht, ihr euch nicht gesehen fühlt usw. Ihr seid an dem Punkt angelangt, zu verstehen dass es besser wäre, die Beziehung für den eigenen Seelenfrieden zu beenden. Jedoch schwirren euch aufgrund der Liebe Gedanken durch den Kopf, die diesen Schritt der Trennung sehr erschweren. Meine Gedanken waren dann zum Beispiel: „Es tut mir nicht gut und ich möchte mich trennen, aber ich liebe sie und irgendwann wird sie aufhören mich zu lieben und einen anderen Mann haben“ oder „Wenn ich mich trenne, dann trennen sich auch unsere Wege endgültig und wir werden keinen Kontakt mehr haben. Ich werde sie so vermissen und ich kann mir aktuell nicht vorstellen, irgendwann als alter Mann vielleicht mal an sie zurückzudenken, während sie kein Teil meines Lebens mehr ist, obwohl ich es mir damals gewünscht hätte und sie geliebt habe.“ oder „Vielleicht wird es ja besser zwischen uns. Liebe schafft so viel und kann so viel erreichen.“ oder „Bin ich zu schwach als Mann, weil ständige Eifersucht, Vorwürfe und Anschuldigungen, meine Nerven so strapazieren, weil ich einfach nur endlich ein „friedliches“ Leben haben möchte?“ oder „Ich liebe sie. Wie soll ich den Menschen den ich liebe, einfach aus meinem Leben streichen, für immer? Das wird uns beiden das Herz brechen.“
Liebe bedeutet für mich auch loslassen können, denn man möchte ja auch das Beste für die Person die man liebt. Natürlich auch aus Liebe zu einem selbst, möchte man das Beste für sich selbst. Liebe bedeutet für mich Akzeptanz, die Person so lieben wie sie ist, Sie nicht verändern wollen, ihr die Freiheit geben, sich selbst verwirklichen und entfalten zu können. Liebe ist für mich Bedingungslos und nicht vorwurfsvoll oder manipulativ. Sie ist rein, warm, ehrlich, frei und dankbar für den anderen. Das ist zumindest die Theorie in meinem Kopf, in der Praxis hapert es bei mir, beim Loslassen, aufgrund von vorherig genannten Gedanken.
Ich hoffe natürlich, dass ich meine nächste Partnerin nicht loslassen muss, allerdings würde es mich trotzdem interessieren, für den Fall der Fälle, wie es einem leichter fällt, jemanden loszulassen den man liebt, aber man einfach nicht glücklich miteinander ist. Gibt es für sowas Strategien oder sonstiges? Wie war es für euch, wenn ihr euch trotz Liebe getrennt habt und was habt ihr gemacht, um darüber hinwegzukommen?