LostBoyScout
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Zitat von Catalina:Dass du gerade down bist ist verständlich, aber keine Perspektive mehr sehen? Es gibt doch noch ne Menge anderer Dinge außerhalb einer Partnerschaft, die das Leben schön machen können. Hast du einen guten Job, den du magst? Freunde? Familie? Hobbys? Irgendwas, wofür du brennst?
Ich mag meinen Job und habe tolle Kollegen. Ich habe schon seit Jahren immer mal wieder den Drang, in eine neue Stadt zu ziehen. Ein neues Umfeld, neue Eindrücke...getraut habe ich mich nie. U.a. auch wegen dem guten Job, man weiß ja nie, wie es mit der neuen Stelle dann läuft. Ich habe eine tolle Familie, teilweise auch nicht so weit weg, aber eben auch nicht in derselben Stadt. Ich habe viele Bekannte. Meine wirklichen Freunde haben halt mittlerweile fast alle Familie und somit andere Lebensumstände, wo man sich dann ein bißchen voneinander entfernt. Für meine Hobbies habe ich immer sehr gebrannt. Für meinen Sport seit über 30 Jahren mit viel Ehrgeiz. Aber auch das gibt mir jetzt irgendwie nicht mehr so viel wie früher. Das allein wird mich nicht erfüllen. Aktuell wäre es wohl das Tanzen, was ich irgendwann wieder mehr angehen könnte. Da kann man auch durchaus Leute kennenlernen. Aber genau dieses Hobby war eines der Probleme, weil ich es ohne sie gemacht habe und ihr das nicht so gut gefiel. Dadurch habe ich gerade selbst "einen Hass" auf das Tanzen.
Zitat von Catalina:Seine Prioritäten für jemand anderen zu ändern ist der Inbegriff von sich verbiegen, denn du würdest dich nicht aus freien Stücken ändern, weil du das für dich gut und richtig findest, sondern weil du Angst hättest, sie sonst zu verlieren.
Das finde ich nicht. Im Prinzip waren mir Arbeit, Hobbies und Sport genau so wichtig wie meine Freundin. Und das kann ich ändern, weil ich es mittlerweile falsch finde. Arbeit ist eine lästige Pflicht für die meisten von uns, auch wenn ich gerne zur Arbeit gehe. Warum hatte meine Freundin keine Priorität ggü der Arbeit zumindest? Ebenso hätte ich Sport auch einfach etwas zurückfahren können. Ich hätte es nicht komplett aufgeben müssen. Und ich glaube, mehr Zeit mit ihr hätte mir gut getan. Ich habe es nur damals nicht erkannt.
Zitat von Catalina:Es ist sicher schwieriger als mit 20, weil man selber ja auch höhere Ansprüche hat, weil man irgendwann weiß, was man möchte und was eben auch nicht. Aber es ist deshalb trotzdem durchaus möglich. Ich selber habe meinen Partner nach meiner Scheidung im zarten Alter von 47 Jahren kennengelernt und auch in meinem Umfeld gibt es Paare, die sich recht spät im Leben noch gefunden haben. Also kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen.
Das freut mich sehr für dich ☺ Aber der Normalfall ist es vielleicht nicht unbedingt. Ich denke, es gibt durchaus auch viele einsame Ü40 / Ü50 Singles, wo es einfach nicht mehr klappen möchte. Und ich selbst würde nicht irgendwen nehmen, wo es nur so halb passt, nur um nicht allein zu sein. Dafür bin ich dann auch zu stur.