TheListener
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Zitat von Familiendaddy:Hallo Listener!
Freut mich, dass ich dir mit meinem Beitrag etwas Unterstützung zukommen lassen konnte.
SEHR SOGAR! Und heute nochmal mehr
Zitat von TheListener:Grund war, dass ich angeblich nicht genug für sie da war. Fakt ist, dass ich zu dieser Zeit beruflich große Probleme hatte. Wenig Geld (für uns reichte es trotzdem immer gerade so... sie war im letzten Ausbildungsjahr), viel Arbeit und daher war ich auch oft müde, was zur Vernachlässigung führte.
Zitat von TheListener:als dann der Arbeitsalltag bei ihr dazu kam, kamen wir in einen typischen nebeneinander her Trott.
Zitat von TheListener:zu wenig Kommunikation
Zitat von Familiendaddy:Achja, der Klassiker - so ging es bei uns auch los. Vernachlässigung, wenig Kommunikation, finanzielle Probleme, psychische Probleme, Alltagstrott, Türklinke in die Hand geben, Kinderbetreuung, wechselnde Verhältnisse nach ihrem Wiedereintritt ins Berufsleben... Ist echt erschreckend wie sich die Stories ähneln.
Als sie sich im Herbst 2019 das zweite mal getrennt hatte (2014 zähle ich schon gar nicht mehr richtig... trotzdem war es eine kritische Krise), haben wir das als Hauptgrund ausgemacht, neben anderen Sachen, die so passiert waren und womit sie nicht klar gekommen ist oder klar kommen wollte. "Ich möchte es einfach nicht mehr"... ein Zitat, welches ich damals nichts akzeptieren wollte und daher gekämpft habe um uns. Vorübergehend erfolgreich, aber lediglich für ca. 3 schöne Monate. Viel Kraft für wenig Zeit.
Zitat von TheListener:Nach mehrere Reflexionen hätte ich mir von ihr gewünscht, dass sie mich aktiv mehr unterstützt hätte, um tatsächlich vorher die Reißleine ziehen zu können. Aber dafür war sie auch nicht stark genug und hatte selbst zu viele Baustellen. Da es eine Selbstständigkeit war, wo man nicht einfach kündigen kann und weg ist, musste ich die Sachen noch abwickeln. Es ging nicht so schnell, wie ich ihr in Aussicht gestellt hatte, was sie zu tiefst verletzte oder sie einfach nicht verstand.
Zitat von Familiendaddy:Das fehlende gegenseitige Verständnis bzw. auch sich nicht wirklich damit befassen wollen, oder nicht akzeptieren wollen, wenn es anders läuft, ist natürlich schwierig.
Dass dich das alles sehr belastet hat, arbeitstechnisch wie finanziell, kann ich mir vorstellen. Dass du oft als ihr Rückhalt funktioniert hast liest man auch aus deinem Beitrag heraus. Und wenn du einen Rückhalt gebraucht hättest, konnte sie dir das anscheinend nicht bieten, da sie selbst nicht stark genug war. Dadurch hast du viel mit dir selbst ausmachen müssen, warst noch weniger für sie da und hast dich wahrscheinlich auch etwas zurückgezogen.
Durch ihre in deinen Augen mangelnde Unterstützung seid ihr in einen Teufelskreis aus Problemen geraten, die euch immer tiefer mit reingezogen haben. Und die mangelnde Kommunikation hat dazu geführt, dass ihr da auch nicht mehr rausgekommen seid.
Zu 100% habe ich mittlerweile genau so reflektiert. Der Absatz könnte 1:1 von mir sein. Es war eine Situation entstanden, wo man nur verlieren konnte. Wahrscheinlich kommt auch daher der Gedanke "es ihr nie recht machen zu können". Spricht man mehr an und bindet sie mehr mit ein (in die Probleme außerhalb der Beziehung), ist die überfordert und wird unglücklich. Versucht man es selber zu regeln um es aus der Beziehung rauszuhalten, dann ist es nachher fehlende Kommunikation.
Man müsste die Frau wohl selber entscheiden lassen, wie sie es denn gerne hätte. Ob es dann möglicherweise besser geklappt hätte bezweifel ich. Da kommt es wohl ganz auf den Typ Mensch an und sie war / ist nunmal eher schwach und anfällig dafür gewesen. Immer Sonnenschein wäre doch so viel schöner....
Zitat von TheListener:Ich war bis zu diesem Punkt eigentlich an dem Standpunkt gewesen die Trennung zu akzeptieren und zu versuchen, eine Elternbeziehung aufzubauen, die harmonisch laufen könnte. Selbst Hilfe bei der Wohnungssuche oder Hilfe beim Umzug, oder Hilfe beim Einrichten des neuen Kinderzimmers für meine Tochter, wobei ich mich bei der Gestaltung komplett rausnehmen wollte, weil es ja ihre Wohnung sein wird. Einfach nur weiter teilhaben an dem Familienleben, aber getrennt. Um es auch dem Kind einfacher zu machen.
Zitat von Familiendaddy:1:1. Ich hab ihr auch Schränke aufgebaut mit dem Akkuschrauber von Next, hab für die Kids die Zähne zusammen gebissen und war öfter bei ihr in der Wohnung und hab meine Nochfrau oft auch bei mir im Haus sein lassen.
Hab keine klaren Grenzen gezogen und wollte auch trotz fehlender Paarebene die Familie so weiterführen wie gewohnt.
Hat nicht geklappt - war für die Kinder aber eine angenehmere Übergangsphase ohne harten Einschnitt. Ich habs mental verkraftet und verarbeitet - auch wenn ich im Rückblick schon oft denke: Wie naiv warst du eigentlich. Geschadet hat es dennoch keinem - hat halt nur den Weg verlängert.
Ich bin gespannt wie es sich bei mir einpendelt. Die beschriebene Auszugssituation ist ein Punkt, an dem ich momentan (wohl zurecht) am meisten knabbere. Es bestätigt mich in gewisser Weise auch an dem Punkt, dass ich es ihr als äußerst üblen Schachzug vorgeworfen habe, dass sie VOR dem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung das "Risiko" eingegangen ist jemanden neues kennenzulernen, indem sie sich in Partnerbörsen angemeldet hatte. Sie ist eine attraktive Frau. In Partnerbörsen prasseln da mindestens 50 Nachrichten täglich auf sie ein. Da ist es nicht schwer jemanden zu finden, der in der aktuellen Situation trösten kann. Da er der erste war, den sie auch live getroffen hat und "es gleich so perfekt gepasst hast" ist vielleicht Pech für mich... aber ohne die Situation wäre das Elternverhältnis zu 100% jetzt ein anderes und nicht so gestört durch das was passiert ist. Man hätte als Paar einfacher außeinandergehen können in die neue Situation. Ich wäre nie auf die Idee gekommen so etwas zu machen, aber ich bin auch nicht derjenige, der sich getrennt hat.
Im übrigen habe ich auch eine Anekdote zu einem Akkuschrauber (was ich schon etwas lustig finde, jetzt wo Du es schreibst). Ich erzähle sie mal. Als ich vom Urlaub zurück kam und sie "zu ihrer Freundin" fuhr um ihren Urlaub zu machen, bemerkte ich, dass der Akkuschrauber nicht da war. Ich wollte etwas damit verschrauben. Sie meinte, den hätte sie mitgenommen zu ihrer Freundin, sie wollte ein regal zusammen bauen. Sie bringt ihn mit, wenn sie wieder kommt. Als sie wieder kam hatte sie den Akkuschrauber nicht dabei. 2 Tage später sagte sie mir, sie ist mit unserer Tochter zum Geburtstag eingeladen, bei ihrer Freundin, da sie da eine andere Mutter mit Kind kennengelernt hatte. Ich wusste durch den E-Mail Verkehr dort aber bereits bescheid, dass ihr Neuer selbst ein Kind hat, welches an diesem Tag Geburtstag hatte. Also wieder eine Lüge, doch ich spielte das Spiel noch mit. Ich erinnerte sie daran, dass sie den Akkuschrauber mitbringen solle und dass er hoffentlich noch in Ordnung sei, denn laut einem Handwerkerspruch sagt man "Eine Frau und Werkzeug verleiht man nicht - Wenn einmal von einem anderen benutzt hat es nicht mehr den gleichen Wert wie vorher".... ich wollte sie damit locken, sie wurde sogar garstig und nahm es persönlich, worauf ich sie fragte, wieso sie es so persönlich nehme.... es war doch nur ein Spruch.
Zitat von TheListener:- Es war die falsche Frau, da wir auch kaum ähnliche Hobbies, Freizeitaktivitäten oder Musikgeschmack pflegten
Zitat von Familiendaddy:Ich finde nicht, dass man als Lebenspartner immer die gleichen Interessen haben muss. Im Gegenteil - kann den Horizont erweitern, wenn man offen an die anderen Interessen eines Partners rangeht. So hat man sich immer was zu erzählen.
Ein guter Punkt und genau da triffst Du schon wieder ins schwarze! Es war genau das, was ich auch so interessant und auch überhaupt nicht als Punkt für die Trennung sehen wollte. Aber im Nachhinein wird es bei IHRER Entscheidungsfindung zur Trennung auch eine Rolle gespielt haben. Ich fand es total toll mit dieser Frau auch in eine ganz andere Welt mitgenommen worden zu sein. Es gab so viel zu entdecken und ich liebte es, sie bei ihren Hobbies zu beobachten und dabei zu sein. Nur bei ihr war es sehr schwerfällig. Wo sie sich für begeistern konnte, aber nur bei den Tagen für die Ladies wo man sich besonders hübsch machen konnte, waren die Besuche auf der Rennbahn. Zum Fussball hätte sie keiner überreden können mal mitzukommen, aber es war für mich auch nie ein Problem. Ganz im Gegenteil. Ich finde es sehr wichtig, dass es Sachen gibt, die man auch ohne den Partner mal machen darf. Ich hatte immer viel Verständnis für alles was sie so interessierte. Mochte auch nicht alles gut leiden, aber akzeptieren konnte ich es. Waren halt Frauensachen. Lass ihr die Freiheit und unterstütze sie dabei. Als unser Kind dann da war und etwas älter wurde und plötzlich anfing "meine" Musik gut zu finden und hören zu wollen, störte es sie massiv und sie war genervt. Das fand ich nicht toll und zeigte ich dabei auch wenig Verständnis. Wieso lässt sie mir und meinem Kind nicht diesen Raum? Es wurde zum Konflikt und man entfernte sich dadurch schleichend voneinander.
Zitat von TheListener:Ich brauche Zeit und muss lernen und verstehen. Würde mir aber wünschen eines Tages eine Frau finden zu können, die mein Wesen und Einsatz auch zu schätzen weiß
Zitat von Familiendaddy:Die wird kommen! Und du wirst hoffentlich aus der jetzigen Situation lernen. Und da du eh schon viel reflektierst, wirst du daran wachsen und deine nächste Beziehung ganz anders angehen. Wir sind sensible und sehr reflektierte Männer - Wenn der Rest stimmt, sind wir auf dem Markt nicht die schlechteste Wahl
Ehrlich gesagt fühle ich das auch, aber sag das mal der Damenwelt. Ich bin kein Typ um den sich je die Frauen gerissen haben. Ich bin so Mittelklasse, so würde ich mich einschätzen. Mittelklasse ist langweilig. Ich hoffe, dass eine tolle Person in mein Leben kommen wird. Früher oder später. Ich bin nicht geübt im Datinggame. Ich hatte keine Dates vor meiner Ex und auch nicht während meiner Ex. Das muss ich noch alles lernen... ziemlich spät
Zitat von TheListener:Es ist erstaunlich, dass die insgesamt 3 Trennungen immer in Phasen kamen, wo sie Belastung und die Probleme von Außen am größten waren.
Zitat von Familiendaddy:Allein das sollte dir Bestätigung genug sein, dass es einfach irgendwie nicht gepasst hat. 3x getrennt, teilweise sogar räumlich, in 5 Jahren... da stimmt am Fundament wohl schon was nicht.
Räumlich für eine Woche und danach war die Bindung stärker als zuvor. Ich sehe es eher im Nachhinein als große kurze Krise, vielleicht ist Trennung zu hart ausgedrückt. Herbst 2019 war es eine Trennung und März 2020 dann die endgültige. Von Herbst 2019 zurück auf Herbst 2009 sind es 10 Jahre. Das ist schon eine Menge. Daher der Schmerz und die Trauer. Und die Wut, warum es jetzt so übel gelaufen ist. Alles sehr traurig und irgendwo auch immernoch ein Stück unnötig. Aber wer weiß für was das Schicksal es damit gut meinte.
Zitat von TheListener:Ein Konflikt habe ich noch vergessen. Ist aber auch enorm wichtig. Die Erziehung.
Zitat von Familiendaddy:Auch das: Als Eltern muss man einen Konsenz finden - es bringt nix, wenn beide völlig unterschiedlich erziehen. Die Kinder merken das und picken sich dann die Rosinen raus.
Selbst jetzt getrennt spreche ich mich mit meiner Ex ab. Gibt es neue Thematiken oder neue Varianten der Erziehung, teilen wir uns das mit bei Kindesübergabe. Es soll nie soweit kommen, dass ein Kind Elternteile gegeneinander ausspielt, weil es beim einen das darf, beim anderen das usw.
Ja, schwierig, wobei ich schon auf ihrer Seite war und unsere Tochter auch auf eine Montessori Kita gekommen ist. Mit meiner Unterstützung. Es ist dann eher der Umgang beim Spielen. Ich bin nicht der Typ, der sich stundenlang zum basteln hinsetzen würde mit dem Kind. Vorlesen sehr gerne. Auch mal puzzlen. Aber nach ein paar Minuten reicht es dann auch. Dafür mache ich andere Sachen mit meinem Kind, was die Mutter nie machen würde. Zu den Pferden gehen zum Beispiel. Wir hatten da unsere Bereiche. Auch mal für ein paar Minuten erlauben etwas auf dem Handy zu gucken. Da ist bei ihr eine absolute Null-Toleranz Grenze gewesen. Ich verstehe was sie meint. Medienkonsum ist Gift für kleine Kinder. Aber sie soll auch nicht aufwachsen und bis sie zur Schule kommt noch nie nen Fernseher gesehen haben (ich übertreibe gerade). Das wurde von ihrer Seite viel zu oft übertrieben hochgeschaukelt und führte zu Konflikten. In der Zeit vor dem Kind war es einfacher. Auch da pflegten wir nicht viel Medienkonsum, aber ab und zu machten wir es uns gemütlich bei einer Serie oder Film. Diese Zeit war einfacher. Ab dem Kind wurde es "ernster" und "verbissener". Es raubte auch ein wenig die Leichtigkeit am Leben. Ein großer Punkt, der zur Trennung von ihr mir gegenüber führte.
Die Situation, Du beschreibst es ja schon richtig, wird aber weitergehen, denn die Erziehung ist ja durch die Trennung damit nicht beendet. Das kann noch heiter werden...
Zitat von TheListener:Ich merke mit diesen Zeilen selbst, dass es einfach nicht mehr gepasst hat und nun habe ich / wir den Salat
Selbsterkenntnis ist schon einmal sehr gut.
Zitat von TheListener:Vielen Dank an dieser Stelle für Deine außergewöhnlich ausführliche Hilfestellung
Sehr gerne. Ich hoffe ich konnte helfen. Bei Fragen kannst du dich gern jederzeit an mich wenden.
Zitat von TheListener:Danke für die Bestätigung. Das sagt mir, dass ich da nicht übertreibe oder zu sensibel reagiere. Ganz im Gegenteil.
Zitat von Familiendaddy:Definitiv nicht! Das ist absolut indiskutabel von deiner ehemaligen Partnerin. Zeugt von null Respekt und Wertschätzung dir gegenüber.
Was sie übrigens auch dadurch beweist, ihren neuen in deine Wohnung zu stellen. Sowas sollte der gesunde Menschenverstand einem schon klar machen. Aber damit sind unsere Expartnerinnen wohl nicht gesegnet.
Leider
Zitat von TheListener:Hatte ich auch überlegt, ob mir diese Wut tatsächlich nicht eher hilft, es mir leichter macht die Trennung zu akzeptieren. Das klappte teilweise, dann leider konnte ich das, wie Du wohl auch, noch nicht für mich feststellen. Es ging dann wenig später doch eher wieder in die Richtung, dass es doch viel schöner wäre, wenn man alles rückgängig machen könnte und man in das alte Leben zurückkehren könnte
Zitat von Familiendaddy:Oh wie oft hab ich diese Phase durchlaufen. Meine Wut war nur immer so schnell verflogen, dass es nur kurzzeitig eine Hilfe war.
Du sagst es.
Zitat von TheListener:Ein Teufelskreis der wohl nur durch Zeit und Abstand besiegt werden kann. Oder durch eine neue Liebe im eigenen Leben.
Oder eine Kombination aus allem
Ich habe bis auf den ausreichenden Abstand die anderen beiden Punkte erwischt. Aber ohne Zeit geht leider nichts. Du bist aber eh gut im reflektieren und verarbeiten hab ich den Eindruck. Mach weiter so wie bisher...
Zitat von TheListener:Dass mit dem "warum in die Wohnung lassen" kann man ausdiskutieren. Rechtlich, und solange es auch noch die Wohnung meiner Ex war, und das war sie, könnte ich es nicht verbieten.
Zitat von Familiendaddy:Ja - rechtlich magst du Recht haben. Moralisch ist es allerdings unterste Schublade. Ich würde nichtmal auf so eine bescheuerte Idee kommen und schon allein aus Respekt niemals eine neue Partnerin in die vier Wände einer Expartnerin bringen. Daran merkt man mal wieder die fehlende Empathie deiner Ex - unmöglich sowas.
Du sagst es. WIR würden niemals auf diese Idee kommen. Für sie scheint es selbstverständlich gewesen zu sein. Wohl auch für ihn, so wie er sich gegeben hat. Als ob er das öfters machen würde. Es ist und bleibt ein ganz mieser Beigeschmack bei der Sache. Inwieweit der Kontakt nun nochmal zu Stande kommen wird, muss man sehen. Ich werde ihm dann, sollte es dazu kommen, aber schon spüren lassen, welche Einstellung ich zu ihm habe. Es wird ihm egal sein, aber wenn er sich dabei wohl fühlt... bitte. Zeugt nicht gerade von einer guten Einstellung. Man könnte es auch skrupelos nennen. Aber er ist ja so lieb und perfekt.... hab ich gemerkt.
Zitat von TheListener:Es ist auch eine Art Schwäche zeigen, wenn man dann diese Szene macht. Man zeigt, wie verletzt man ist. Wahrscheinlich war meine Reaktion deshalb so, ich wollte stark wirken.
Zitat von Familiendaddy:Ich hätte in deiner Situation wohl genauso argumentiert - aus der Sicht von außen wäre Stärke allerdings gewesen, auf den Tisch zu hauen, den Typen hochkant rauszuwerfen und deiner Ex eine ordentliche Ansage machen, die sich gewaschen hat.
Ja - ich weiß, ich hätt das auch nie getan und wäre wohl wie versteinert in der Situation verharrt und hätte irgendwie das Beste draus gemacht.
Ja, so war es. Und als ich in dieser Woche beim Gespräch bei der Familienberatung war, da wurde es mir klar, wie falsch und dämlich ich eigentlich gehandelt habe. Aber passiert ist passiert. Ich lasse meiner Ex es bereits wissen, wie ich im Nachhinein die Situation beurteile. Sie soll es ruhig wissen wie ich wirklich darüber denke. Es wird sie zwar nicht kümmern, aber vielleicht fällt es ihr trotzdem irgendwann ein, was da eigentlich passiert ist. Besser später als nie aber Hoffnung mache ich mir da nicht. Bringt ja eh nichts mehr.
Zitat von TheListener:weil sich meine Ex NICHT an die Absprache gehalten hatte bzw. meine Wunsch zum Ablauf nicht respektierte. Einfach dumm von ihr oder bösartig kalkuliert. Ich glaube aber eher dumm
Zitat von Familiendaddy:Die lieben Absprachen... wenn man da nicht irgendwann mal Grenzen klar definiert und klar kommuniziert, dass sowas nicht geht, wird das noch ne Weile so weiter gehen. Ich bin allerdings bei dir und glaube auch nicht, dass es bösartig ist - eher naiv und dumm.
Ich habe mir bereits vorgenommen ab sofort da härter und konsequenter zu sein, obwohl ich nicht so ein Typ bin. Aber das auf der Nase herumtanzen lassen muss ein Ende haben. Definitiv.
Zitat von TheListener:Für meine Ex war es nur wichtig, dass mit dem Umzug alles klappt, dass die Kisten fertig gepackt sind für den nächsten Tag. Der Rest interessierte sie nicht.
Zitat von Familiendaddy:Auch hier zeigt sich - analog zu mir - wieder deutlich, dass emotional absolut kein Funken für dich übrig ist in der aktuellen Situation. Du bist für sie nur anwesend - emotional nicht mehr existent. Ihr Hauptinteresse ist ihr Umzug in die eigene Wohnung, mit Next ist alles rosig, du bist maximal noch der Umzugshelfer, der die schweren Kartons schleppt - das nimmt sie dankend an.
Dass du unter der Situation wahnsinnig leidest, wird ihr wohl erst irgendwann im Nachhinein klar - wenn überhaupt.
Sehe und erwarte ich auch so.
Zitat von TheListener:Momentan bin ich zu schwach und muss auf die Beine kommen. Da tue ich meiner Tochter auch keinen Gefallen. Sie ist in den letzten Tagen oft bei mir gewesen. Das war okay. Momentan gibt es die Situation auch Preis, dass es für mich eher einfacher ist sie hier zu haben.
Zitat von Familiendaddy:Mir haben meine Kinder oft wahnsinnig Kraft gegeben, wenn ich gar nicht mehr konnte. Natürlich ist das anstrengend - aber man ist abgelenkt, hat was zu tun und man erhält unglaublich ehrliche Liebe zurück.
Wie du schon sagst, die Situation gibt es aktuell her, dass du deine Tochter mehr betreust - es muss aber natürlich dein Wille sein.
Zitat von TheListener:Wochenend-Papa alle 14 Tagen ist das mindeste was man bieten muss. Wenn meine Tochter mich braucht, dann bin ich für sie da. Das ist mir ganz wichtig. Schauen, wie es sich entwickelt.
Zitat von Familiendaddy:Müssen tust du in erster Linie gar nichts - außer für den Unterhalt aufkommen. Ob du den als Barunterhalt oder als Betreuung bewerkstelligst, steht auf einem anderen Blatt.
Ich persönlich könnte so nicht überleben - meine Kinder nur alle 2 Wochen für 2 Tage zu sehen. Das würde mich mehr kaputt machen als die restliche Trennungssituation. Aber da tickt jeder anders. Mich hat das letzte Jahr mit meinen Kindern brutal zusammengeschweist.
Aber gib der Situation etwas Zeit.
Zitat von TheListener:Betreuung: Ein interessanter Ansatz von Dir und das beeindruckt mich. Im Moment ist es eher so, dass ich es eher nicht so möchte, weil ich einen Weg für mich suche, mein neues Leben zu gestalten. Mag natürlich sein, dass dann doch das von mir verfluchte Wechselmodell eine Option sein mag. Aber es muss auch realistisch sein. Ich sehe da momentan leider nicht die Möglichkeit es mit meinem aktuellen Beruf in Einklang zu bringen. Ist nicht machbar.
Zitat von Familiendaddy:Was beeindruckt dich? Und warum ist das Wechselmodell verflucht?
Schon verrückt - die einen Väter hätten es gern und ihnen werden die Kids entzogen - andere sind glücklich mit 4 Tagen im Monat.
Ich arbeite 40h als Angestellter und pendel jeden Tag noch je 45min zur Arbeitsstelle - trotzdem sind die Kids rein von den Stunden seit Januar 65% bei mir. Bring sie jeden Abend ins Bett und weck sie jeden morgen auf.
Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass dir das zuviel ist in der aktuellen Situation. Gerade Leben neu gestalten ist auf jeden Fall schwieriger und zeitintensiver wenn ein Kind im Rennen ist.
Meine zwei gehören allerdings einfach zu mir dazu. Und es funktioniert trotzdem irgendwie - auch das Leben umgestalten klappt ganz gut![]()
Und ja da läuft mal was schief - mein Sohn war jetzt 2 Tage in Folge aus Versehen im Schlafanzug-Oberteil im Kindergarten. Wurde drauf angesprochen - kann die Dinger einfach nicht von normalen Pullis auseinanderhalten![]()
Selbst das Haus ist jetzt ordentlicher und sauberer als während der Ehe.
Zu diesem ganze Punkt würde ich gerne noch mehr von Dir erfahren. ich würde Dir da auch gerne mal eine PN zu senden. Ich finde es interessant, wie du es siehst und wie du es bewerkstelligen kannst. Ich würde mehr darüber erfahren wollen um mehr Möglichkeiten und Ideen aufgezeigt zu bekommen. Ich schreibe dir dazu in den nächsten Tagen mal eine PN, wenn Du erlaubst.
Zitat von TheListener:Du hast mich sehr unterstützt und ich merke, dass es mir nicht alleine so geht oder ich "spinne" oder "verrückt" bin. Wahrscheinlich bin ich da zu sensibel, aber ich empfinde es auch als eine Art Wertschätzung zu dem was mal war. Das ehrt mich und alle Freunde, mit denen ich bislang gesprochen habe, geben mir da Recht und unterstützen mich. Dein Rat ist wertvoll. Vielen Dank!
Zitat von Familiendaddy:Du spinnst überhaupt nicht! Du gehst das alles sehr rational und reflektiert an. Das ist gut.
Von uns sensiblen Männern sind hier im Forum einige vertreten. Wichtig ist, dass wir aus den Gründen fürs Scheitern der Beziehung lernen und uns weiterentwickeln. Und beim nächsten mal nicht mehr die gleichen Fehler machen - Stichwort Kommunikation.
Ich hab mir mittlerweile angewöhnt, alles offen und ehrlich auf den Tisch zu klatschen was in mir vorgeht - auch wenns mal unangenehm ist. Alles andere führt nur wieder zu dem altbekannten Strudel.
Und: Man kann auch Alltag zusammen haben und trotzdem eine wertvolle Beziehung drauf aufbauen.
Du kriegst das hin! Lass dich nicht unterkriegen und schreib jederzeit, wenn dir danach ist!
P.S.: Empfehlen kann ich dir den Lego Technic Autotransporter 42098 - tagelanger Bauspaß und super Preis/Leistung![]()
Nochmals vielen herzlichen Dank. Auch für Deine wertvolle Zeit, die Du hier im Forum investierst. Auch die Mitleser werden davon profitieren können.
Und auch Danke für den Tipp zu dem Autotransporter. Da musste ich echt lachen. Mein Interesse ist da nicht ganz so stark aber in Ruhe zu Hause mal ein paar Podcasts hören und einfach mal "frei" sein... dafür werde ich die Zeit allein nutzen, um wieder Kraft zu tanken.
Vielen, vielen Dank!