meise
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ich gehe gerade durch die schwerste Trennung meines Lebens, vielleicht hilft es, das einmal aufzuschreiben, um die Gedanken loszuwerden.
Ich habe zwei Jahre lang jemanden gedatet, es wurde eine klassische On-Off-Beziehung. Er hat sich jetzt zum vierten Mal getrennt. Er hat wahnsinnig viel Gepäck mitgebracht. Als wir uns kennenlernten, kam er aus einer sehr schwierigen Beziehung raus, war dazu in Suchttherapie. Im Nachhinein ist es krass zu sehen, wie ich Scheuklappen aufgesetzt und mich trotzdem reingestürzt habe.
Er konnte/wollte sich nie ganz auf mich einlassen. Ein Schritt vor, zwei zurück. Hat immer gesagt, er hat noch nicht seine letzte Beziehung fertig aufgearbeitet, dann die Reißleine gezogen und irgendwie sind wir am Ende doch immer wieder beieinander gelandet. Dann war er für ein paar Wochen bis Monate ganz da und dann ging es wieder von vorne los.
Dieses Mal ist es anders. Er hat offenbar eine andere kennengelernt, die ihm laut eigener Aussage klargemacht habe, was ihm bei mir fehle. Zum ersten Mal hat er sich auch nicht mit der Begründung getrennt, dass er das mit mir gerade nicht kann, sondern dass er mich einfach nicht will (außer freundschaftlich lol). Es fühlt sich endgültig an. Was gut und schrecklich gleichzeitig ist.
Ich weiß, dass es besser so ist. Dass ich mich verloren und meine Bedürfnisse ignoriert habe. Und trotzdem tut es so weh, dass er wirklich nicht mehr da ist. Dass er mich nicht liebt. Dass ich soviel Zeit investiert habe in jemanden, der nicht zurückgeben konnte oder wollte, was ich brauchte.
Ich muss all meine Kraft aufbringen, ihm nicht zu schreiben. Mich verfolgen ständig Gedanken, wie er mit der Neuen unterwegs ist und was sie wohl machen. Ich fühle mich allein und klein und habe das Gefühl, er kann jetzt einfach weitermachen, während ich stehen bleibe.
Ich habe nicht einmal eine Frage. Ich musste es nur irgendwo aufschreiben. Ich will endlich raus aus dieser Nummer und gleichzeitig fühlt es sich so schwer an.