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Affäre verzeihen, gelingt das?

F
Zitat von paulaner:
Stimmt. Zuerst entsteht in der Beziehung eine ungesunde Dynamik. Aber durch den Betrug entsteht wiederum eine (andere) Dynamik.


Ich sprach von der Dynamik bis zum Betrug. Daher das Wort "Ergebnis ".
Daher macht er mehr Sinn, das Davor zu analysieren. Hat dann auch Einfluss auf das Danach

x 2 #391


F
Zitat von thegirlnextdoor:
"ich musste"

.....habe ich in dem Zusammenhang noch nicht gehört.

Wenn Entscheidung, dann war es keine Entscheidung dagegen. Was nicht heisst, dass es eine dafür war.
Aber das ist nichts, was Betrogene gut verstehen, weil sie genau den Punkt nicht kennen.

#392


A


Affäre verzeihen, gelingt das?

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F
Zitat von Wurstmopped:
Wenig gebe ich dir Recht. Derjenige der betrügt, der hat etwas vermisst, ein Bedürfnis wurde nicht erfüllt. Die Frage ist, ersten, wie kann der ...


Er hat etwas vermisst. Sollte das der Betrogene nicht gleich schon zu Anfang wissen, was?

x 1 #393


paulaner
Zitat von Felica:
Daher macht er mehr Sinn, das Davor zu analysieren. Hat dann auch Einfluss auf das Danach

Natürlich gehört das "Davor" zu dem ganzen Prozess dazu (wenn es denn wirklich eine Schieflage gab).
Aber da stimme ich Wurstmopped zu...ein Betrogener würde sich doch ziemlich veräppelt vorkommen, wenn der Betrüger sofort nach Auffliegen dieses "Davor" zum Hauptthema machen würde.
Leider geschieht das aber eben sehr oft. Diese "Schuldumkehr". "Wärest du nicht...", usw.
Darum...alles zu seiner Zeit.
Aber der Status der "Beziehung davor" gehört absolut zur Aufarbeitung dazu.

x 7 #394


F
Zitat von paulaner:
Wärest du nicht...",

......Nein, nicht als Vorwurf. Aber erkärend. Das kann doch nicht Wochen warten...

Schuld, was ist Schuld? Der, der fremdgeht?

Es geht doch gar nicht nur um Schuld. Es geht darum, gemeinsam eine Krise zu bewältigen. Schuld und Schuldumkehr sind da kontraproduktiv.

x 1 #395


ElGatoRojo
Zitat von Felica:
Er hat etwas vermisst. Sollte das der Betrogene nicht gleich schon zu Anfang wissen, was?

Ähm - macht das nicht der Betrüger nicht auch gleich am Anfang - weil er damit seinen Betrug möglicherweise motivieren will? Meist ist dieser erste Dialog nach Entdecken der Affäre ja eher nicht konfliktlos. Muss ja nicht unbedingt in den Versuch der Schuldumkehr münden - aber seine Beweggründe wird der Betrüger ja doch zumeist auch schon gleich am Anfang darstellen.

x 1 #396


F
Zitat von ElGatoRojo:
macht das nicht der Betrüger nicht auch gleich am Anfang - weil er damit seinen Betrug möglicherweise motivieren will?

Ich hatte Wurstmopped so verstanden, dass es erstmal nur um die Gefühle des Betrogenen geht

#397


paulaner
Zitat von Felica:
Wenn Entscheidung, dann war es keine Entscheidung dagegen. Was nicht heisst, dass es eine dafür war.
Aber das ist nichts, was Betrogene gut verstehen, weil sie genau den Punkt nicht kennen.

Sorry, das ist einfach falsch.
Eine Entscheidung ist immer Entweder-Oder.
Entweder entscheide ich mich für etwas. Dann entscheide ich mich gleichzeitig gegen das andere.
Oder ich entscheide mich gegen etwas. Dann entscheide ich mich gleichzeitig für das andere.

Also wenn es keine Entscheidung dagegen war, dann war es ebene eine Entscheidung dafür.

Sorry, aber du willst damit nur sagen, dass man in solchen Momenten quasi "willenlos" ist. Und darum kannst du nicht zu deiner Entscheidung stehen.

x 7 #398


B
Zitat von Felica:
......Nein, nicht als Vorwurf. Aber erkärend. Das kann doch nicht Wochen warten...

Diese Zeit muss man Betrogenen geben. Manche liegen so mit ihrem Selbstwert am Boden, fühlen sich ersetzt und was weiß ich noch. Dazu kommt,dass es anscheinend vorher diese Sprachbarriere in der Beziehung gab,denn sonst hätte es kein " davor" gegeben. Es gibt Betrogene die einen Betrug besser verdauen aber ein Grossteil liegt tatsächlich emotional am Boden. Und wer am Boden liegt sollte nicht noch weitere " Schläge" beziehen müssen.

x 3 #399


T
Zitat von Felica:
.....habe ich in dem Zusammenhang noch nicht gehört.

Gut, dann weniger "ich musste", aber "ich begann eine Affäre, weil ich mich so ungeliebt fühlte" etc...
Macht einen Unterschied..?

Am Anfang steht immer der freie Wille des Menschen.
Und "keine Entscheidung dagegen".... was soll das heißen?

Wird die Hand etwa auf magische Weise zum Handy bewegt und ganz von alleine eine Nummer angerufen?
Gehen die Beine von ganz alleine zum Treffen mit der Affäre - so dass der Betrüger erst aktiv Einspruch erheben und seine Beine stoppen müsste..?

Was ich faszinierend finde ist, wieviel Ausreden und Entschuldigungen Menschen erfinden, um nur ja nicht für ihr Handeln verantwortlich zu sein.

Da ist mir ein Betrüger noch "lieber", der sagt "ja, ich habe eine Affäre geführt weil ich Bock darauf hatte. War halt gei.ler als zu Hause. Stimmt, war scheixxe, aber ich habe es halt so gemacht, damit mein/e Partner/in nicht schluss macht."
DAS ist wenigstens "ehrlich".

x 9 #400


F
Zitat von paulaner:
Sorry, das ist einfach falsch.

Für Dich als Betrogener. Genau das schrieb ich

#401


paulaner
Zitat von Felica:
Schuldumkehr sind da kontraproduktiv.

Ja sicher.
Aber Schuldumkehr betreiben eben leider viele Betrüger gerne.
Oder nenn es wegen mir "Verantwortungsumkehr" zwinkern

x 7 #402


F
Zitat von paulaner:
Sorry, aber du willst damit nur sagen, dass man in solchen Momenten quasi "willenlos" ist.

Nein. Ist man nicht. Für mich ist es nicht das Gleiche.
Ich fahre nicht zu einem Mann mit dem Vorsatz zu betrügen. Bis dahin habe ich nur die Entscheidung getroffen, ihn zu treffen.

x 1 #403


F
Zitat von thegirlnextdoor:
Macht einen Unterschied..?

Macht es!

#404


paulaner
Zitat von Felica:
Für Dich als Betrogener. Genau das schrieb ich

Nein! Das hat überhaupt nichts damit zu tun auf welcher Seite ich (oder irgendwer) bin (ist).
Nochmal: Eine Nicht-Entscheidung dagegen ist eine Entscheidung dafür.

x 3 #405


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