So immerhin das duschen wäre geschafft
Nun kommen hier die anderen Gedanken die ich auch endlich mal raus haben will.
Brief 5:
Ich denke immer wieder wie sehr ich dir in der Anfangszeit weh getan habe. Habe ich deine Liebe zu mir selbst vergrault?
Du warst so liebevoll. Es war so schön und ich habe dir das anfangs nicht zurückgeben können aus Angst. Ich habe schon so viel Leid erfahren im Leben. Du warst immer so böse auf mich weil ich dir das nicht zurückgeben konnte wie du es wolltest.
Es tut mir so leid, dass ich dir damit weh getan habe!
Ich konnte nicht anders. Ich wünschte du hättest mich auch ein wenig verstanden. Mich mit meiner Angst. Aber wie solltest du das verstehen? Immerhin hast du nicht diese Leiden durchmachen müssen, die ich durchmachen musste früher. Ich kann eben nicht anders als mich dann zu verschließen und mich zu schützen. Ich habe Angst.
Ich schäme mich auch für die Angst, ich dachte als ich mir dir geöffnet habe es würde endlich wieder gut sein und ich könnte endlich wieder Liebe schenken. Und dann plötzlich hast du dich zurückgezogen sobald ich mich geöffnet habe. Das tut so unbeschreiblich weh!
Nicht nur wegen dir sondern weil die Hoffnung so groß war es endlich wieder zu schaffen: zu geben und zu lieben!
Und dann wieder diese Enttäuschung!
Mein Schmerz hat viel mit mir zu tun vielleicht weniger mit dir.
Das ist irgendwie das schlimmste an der Trennung. Dass ich selber meine alten Wunden und Mauern aufgerissen vor mir sehe und immer noch hoffe, dass du sie mit mir gemeinsam schließt. Nun muss ich es alleine tun. Ich bin es mir selber schuld das endlich zu schaffen. Kann man das ohne Partner?
Ich hoffe auf die Therapie.
Ich möchte nicht noch mal einen lieben Menschen verlieren, nur weil ich Angst habe. Und ich hoffe und wünsche mir immer noch, dass ich einen Partner finden kann der Verstandnis dafür hat, dass ich für sowas Zeit und Vertrauen brauche.
Du konntest es nicht verstehen, weil du dein Vertrauen noch hast.
Aber lass es mich mit der Situation in deiner Familie vergleichen: auch da hast du dich verschlossen. Wieviel bräuchte es damit du dich da wieder öffnen kannst?
Und trotzdem ist es was anderes, denn du bist ja nicht der Mensch gewesen der mir die alten Wunden zugefügt hat und es tut mir leid, dass du darunter zu leiden hattest.
Bitte verzeih mir das!