Beki
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ich möchte meine Gedanken teilen, um einen Teil des Ballasts loszuwerden.
Am 17. Oktober beendete ich meine 11-jährige On/Off-Beziehung mit einem Knall – leider per WhatsApp (Schande über mich). Es fällt mir schwer, das Ganze zu glauben, da ich meinen Ex über viele Jahre nie richtig loslassen konnte.
Wir wurden in jungen Jahren ein Paar, die erste große Liebe. Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine Dynamik, die eindeutig zu meinem Nachteil war. Er trennte sich und irgendwann kam er zurück. Natürlich nahm ich ihn zurück, denn ich liebte von ganzem Herzen.
Die letzte Trennung war allerdings anders. Im Frühjahr 2021 waren wir über 6 Monate getrennt, und ich versuchte alles, um endlich von ihm loszukommen. Die Jahre des Wünschens nach Glück mit ihm, während er mich immer wieder fallen ließ, hinterließen tiefe Wunden.
Auch die Kommunikation zwischen uns funktionierte null. In jedem Konflikt mauerte er massiv und ich hatte im Prinzip keine Chance, zu ihm durchzudringen. Diese Probleme ließen mich in Ohnmacht zurück.
Während der Trennungszeit 2021 ignorierte ich konsequent seine ersten Kontaktaufnahmen. Nach monatelanger Überzeugungsarbeit, Blumen und Versprechungen, ließ ich ihn voller Skepsis doch wieder in mein Leben. Doch das Gefühl war dieses Mal war anders.
Ich konnte mich nicht mehr vollständig öffnen, meine Gefühle waren verändert. Mein Bauchgefühl warnte mich, ihm diese Chance zu geben. Warum ich es dennoch zuließ, verstehe ich heute nicht mehr.
Wir zogen zusammen, mein langgehegter Wunsch, aber das ungute Gefühl ließ mich nicht los. Ich konnte mich nicht fallen lassen, beide Seiten waren von Frust erfüllt und das alles mündeten in einem großen Knall.
Diesmal beendete ich die Beziehung, floh mit einer Sporttasche zu meiner Mutter und konnte selbst nicht fassen, wie ich das durchzog. Auf der Suche nach einer neuen Wohnung begreife ich manchmal selbst nicht, was in mir vorgeht. Die Liebe, ob sie noch besteht, ob er noch liebt – ich verstehe nichts mehr.
Einsamkeit erfüllt mich, und der Gedanke an die kommenden Feiertage bereitet mir Grauen. Das Leben als Single kann ich mir kaum vorstellen, und die Angst, nie mehr jemandem vertrauen zu können, begleitet mich. Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich wie von Sinnen diese Entscheidung getroffen.
