VSchmetterling
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Wir sind seit fast 5 Jahren ein Paar und seit ca. einem Jahr kriselt es extrem bei uns, inzwischen ist es so heftig, dass wir sogar aufgrund der Streitereien von unseren Vermietern verwarnt wurden.
Inzwischen denke ich nur noch, dass ich ein schlechter Mensch bin und mich am besten keiner braucht. Ich bin schuld daran, dass fast 5 Jahre Beziehung kaputt sind. Momentan sind wir in einem dazwischen, irgendwie will man zusammenbleiben, aber irgendwie geht es auch nicht mehr.
Mein Freund denkt, dass ich ihn nicht liebe, was aber überhaupt nicht stimmt. Ich liebe ihn von ganzem Herzen und ich will auf keinen Fall eine Trennung. Aber er sagt auch, dass ich ihn die ganze Zeit nur schlecht behandelt habe und mir alles andere sonst erkaufen wollte (indem ich gekocht, sauber gemacht, ihn mit dem Auto gefahren habe), er ist nur bei mir geblieben, weil er mich liebt, ich habe ihn laut seiner Aussage nie geliebt. Inzwischen bin ich so weit, dass ich alles glaube, was er sagt.
Ich rede nicht mit ihm. Ja richtig, ich weiß aber auch langsam nicht mehr was ich ihm erzählen soll. Er ist den ganzen Tag an meinem Telefon, hört alles mit, ob ich mit Kollegen spreche oder auf Toilette gehe. Da kann ich ihm doch schon fast nichts mehr erzählen, wie mein Tag verlaufen ist, er weiß es doch schon.
Warum er die ganze Zeit am Telefon ist? Weil er der Meinung ist, dass ich ihn Anfang des Jahres nicht mehr wollte und stattdessen mit meinem Vorgesetzten ins Bett gegangen bin. Ich habe ihn nie betrogen. Ich meine ja, ich war eine Zeit lang abweisender zu ihm, aber das kam dadurch, dass ich mich durch die Lockdown-Zeit und dem ständigen gemeinsam Zuhause sein eingeengt gefühlt habe. Das wäre aber nie ein Grund für mich, mit jemandem anderes eine Affäre einzugehen. Angeblich will er Sachen und Dinge am Telefon gehört haben, die eindeutig darauf hinweisen. Des Weiteren kontrolliert er regelmäßig meine Unterwäsche auf Spermaflecken und dann ist selbst ganz normaler Weißfluss Sper..
Ich weiß, dass ich mich teilweise dadurch, dass er so davon überzeugt ist, dass die Dinge so passiert sind, in Verwicklungen bzw. wie er sagt in Lügen verstrickt habe. Ich weiß auch, dass ich nicht immer zu einhundert Prozent ehrlich war, aber das war eigentlich nur, weil ich Konfrontationen ignorieren und wenn, wollte ich unsere Beziehung schützen. Ich weiß, vielleicht nicht der beste Weg.
Des Weiteren werde ich nur noch wütend, wenn er mir ständig aufzählt, was ich alles falsch gemacht habe ab und an wird es dann auch handgreiflich das passiert bei mir aber nur, wenn ich mich so stark in die Ecke, zu einer Aussage, die nicht stimmt, gedrängt fühle oder wenn er wieder anfängt mich aufs Herablassendstes zu beleidigen (*beep*, Nut., bierbäuchige Flatterfotze, geh doch mit dem anderen fi. etc.).
Ich weiß, dass ich Fehler gemacht, z.B. den Fehler, dass ich zu spät meinen Eltern gesagt habe, dass sie ihn akzeptieren sollen und nicht immer gegen ihn reden sollen. Ich wollte es nicht wahrhaben. Ich hätte damals nicht mit meinen Kolleginnen feiern gehen sollen, als er eine Zeit lang nur am Wochenende zuhause war und mit ihm dann nicht losgegangen bin.
Da sind noch einhundert weitere Dinge, die ich falsch gemacht habe. Inzwischen habe ich nur noch Angst etwas falsch zu machen, weil ihn selbst die kleinsten Dinge verletzen und wütend machen (ob ich mit jemandem rede, ob ich zu lange auf Toilette bin, ob ich wieder zu zickig bin, ob ich irgendein komisches Geräusch gemacht haben könnte, ).
Inzwischen habe ich das Gefühl mich selbst nicht wieder zu erkennen. Ich frage mich im Spiegel, ob ich das da überhaupt bin und wie alles so aus den Fugen geraten konnte. Z.Zt. weiß ich einfach nicht mehr, wie es weiter gehen soll und mit jemandem darüber reden kann ich auch nicht.