Valicitas
Mitglied
- Beiträge:
- 27
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 16
- Mitglied seit:
Ich hoffe, es kann mir jemand von euch helfen und eine Einschätzung geben, was nun der richtige Weg ist.
Ich hatte eine ziemlich schlimme Beziehung mit einem Phobiker. Ich dachte anfangst der Beziehung, dass er nur komisch manchmal drauf ist. Drei Jahre waren wir zusammen.
Ich war in dieser Beziehung vollkommen gefangen in dem Gedanken, sein nicht nachvollziehbares Verhalten irgendwie zu verstehen. Dabei habe ich all die emotionalen Schmerzen vollkommen unterdrückt, die ich durch seine Lügen, seine Projektion negativer Eigenschaften auf mich, die bei mir überhaupt nicht vorlagen (u.a. flirten mit anderen Männern in Beziehung, was ich nie getan habe) und durch die Zerstörung schöner Momente durch unlösbare Streits und Diskussionen.
Die Trennung hatte ich schnell überwunden. Mir war bewusst, dass er mir nicht gut tut. Ich war allerdings mit all diesen negativen Emotionen konfrontiert, die ich unterdrückt hatte. Unsicherheit, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Enttäuschung, schwere Erschütterung meines Urvertrauens. Ich habe wegen dieser unterdrückten Gefühle sehr viel geweint und es raus gelassen. Es kam auch Wochen nach der Trennung immer wieder ein für mich nicht definierbares Gefühl, was mir spontan die Kehle zuschnürte und in mir Angst (vor was?) hochsteigen ließ. Es fühlte sich so an, wie Gefühle, die ich in diesem enttäuschenden Situation fühlte in meiner letzten Beziehung.
Ich spürte allerdings immer mehr eine Erleichterung. Guckte mich viel nach Menschen um, war recht zufrieden mit meinem Leben.
Jetzt aber das Krasse: War ich doch gefühlt so ausgeglichen, habe ich auch Ambitionen, eine neue Partnerschaft einzugehen.
Gestern hatte ich mein erstes Date und was soll ich sagen: ich hatte richtige Angst, war richtig angespannt und habe mich ihm gegenüber total abweisend verhalten. Das sieht mir überhaupt nicht ähnlich. Auch wenn er nicht einer war, mit dem ich mir hätte was vorstellen können, bin ich normalerweise zu allen Menschen sehr offen, freundlich und auch aufgeweckt, einfach für einen netten Abend, selbst wenn es nicht passt.
Aber das war gestern nicht ich, überhaupt nicht. Auch jetzt am Tag nach dem Date spüre ich Angst und Beklemmung und ich weiß nicht warum!
Was ist da los mit mir? Bin ich vielleicht doch traumatisiert und habe nun eine Männerphobie entwickelt? Stehe gerade total neben mir.
Ich danke euch fürs Lesen und für eurer Feedback.