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loneRanger
Gast
Hi liebes Forum,
ich muss es mir einfach mal von der Seele reden, versuche es so kurz wie möglich zu machen:
Nach etwas mehr als 4 Jahren ist meine Beziehung in die Brüche gegangen.
Fakten zu meiner Beziehung:
- ich habe sie geliebt, und es wurde im Laufe der Beziehung immer stärker
- ich bin weg zum Studium, sie kam nach, wir hatten eine gemeinsame Wohnung zusammen
- Freundeskreis ist immer kleiner geworden, weil sie viele Leute nicht mochte - die Beziehung war über die 4 Jahre schon ungesund (Eifersucht, Streit wenn sie zu viel getrunken hat, es nicht wahrhaben wollen, dass es schief läuft, Freunde ausblenden, ich bin immer negativer geworden, Stress im Studium usw)
- im Mai diesen Jahres hat sie dann angefangen, alles in Frage zu stellen --> ihr war FEIERN wichtiger als die Beziehung
- im folgenden Monat ist sie jedes WE heimgefahren und ist mit unseren Freunden (alles "Typen", die ich in die Beziehung gebracht habe) feiern gegangen
- bei mir lief die Prüfungszeit
- ich bin ihr hinterhergerannt, habe viel probiert, meinen Freunden war sowohl ich als auch unserer Beziehung egal - sie wollten nur feiern
- in Woche 5 letzten Versuch gestartet - sie hat mich belogen, wollte mich nicht bei sich haben
- ich habe "Schluss gemacht" (wollte hart sein) Wohnung gekündigt
- dann die Windpocken bekommen (2 Wochen lang - hat mich ein Semester gekostet)
- Wohnung geräumt und jetzt in eine schäbige WG gezogen
- Kontakt wurde nicht wirklich abgebrochen, habe im Oktober (an meinem Geburtstag) nochmal mit ihr geschlafen --> größter Fehler, den ich hätte machen können
- seit Mitte Oktober ist wirklich Schluss
- ich hatte in der zeit zwischen Wohnugnsauflösung und offizieller Trennung (die dann mehr oder weniger via SMS von ihr statt fand) 4 Frauen, 3 vor der Trennung, eine danach
- bei der letzten hat es nicht sooo geklappt, wie es hätte klappen sollen (ihr wisst schon)
- desweiteren ging noch mein Auto kaputt (Motorschaden bei 18 auf der Autobahn)
- meine "Freunde" interessieren sich nicht mehr für mich - einer hat mich dann vor zweien Wochen angerufen und meinte, er komme jetzt mit meiner Ex zusammen
- im Moment habe ich eigentlich gar kein interesse an Frauen, das Studium stresst tiereisch, richtig klar denken kann ich nicht
Auch für mich war das Thema Beziehung ein Projekt und ich habe viel investiert: Wohnung gesucht, Werkzeug angeschafft, ins Studium gestresst um ein Stipendium zu bekommen (habe ich dann auch).
Und dann nach der ersten "Trennung" habe ich es verdrängen wollen, nicht einmal geweint. Sport gemacht wie ein wahnsinniger. Konnte aber auch nicht weg. War in den Semesterferiern zu Hause und hatte nur meine Familie, also das komplette soziale Umfeld ist weggebrochen, nur wegen dieser sinnlosen Braut - und auf dem Dorf ist es noch schwieriger, iwas zu reißen.
Jetzt wieder im Studium - langsam lernt man wieder Leute kennen, aber mit 25 ist man eben nicht mehr "20", aber auch keine "30". Ich befinde mich iwie in einem waberigen grauen Nebel und sehe einfach nicht, wo die Reise hingehen soll.
Habe viele Avancen von Damen bekommen, aber es hat mich einfach nicht gejuckt. Der beste Sex war der mit der Ex. Ich ärgere mich so sehr über die verschwendete Zeit der letzten JAhre und noch mehr, dass ich im Moment derartig antriebslos und elanlos bin.
Dass einem die Freunde derartig das Messer in den Rücken jagen war einfach zu krass. Dass die Ex jetzt mit so einem zusammen ist, sagt einfach alles.
Aber jetzt bin ich noch im Studium, jeder Kommilitone hat ne Freundin, keiner geht feiern oder ist auch nur ansatzweise "unterhaltsam".
ICH WILL KEINE ZEIT MEHR VERTRÖDELN, aber mir fehlt einfach der Sinn. Ich habe mich jahrelang über meine Beziehung definiert (die Ex kam aus einem prekären Elternhaus, Mutter hat mit jedem in der FAmilie streit, raucht und trinkt, asozial einfach)
Und ich habe mich in meinem Charakter so geändert, dass es mir schwerer fällt als früher auf Leute zuzugehen. Und dass meine Libido MIT 25 ! ziemlich im Keller ist, macht mir zusehends zu schaffen.
Zuhause habe ich nur meine Familie, auch nicht toll. Und jetzt kommt im nächsten Semester das PRaxissemester. Da sind die Kommilitonen wieder weg und man ist wieder alleine.
Ich habe keine Lust mehr auf eine Beziehung. Bei meiner ersten (die ging ein Jahr von 17-18) war das Ende ebenfalls krass. Sie hat mich im warmen Wechsel verlassen, wir hatten aber noch 8/11 Kursen im Abi zusammen, auch Projekte. Sie hat sich kein bisschen in meine Lage versetzen wollen - nur von ihrem neuen erzählt, wie toll der doch ist usw. ich saß daneben, noten wurden schlechter usw...
Im Moment versuche ich mir ein Leben aufzubauen, in dem ich alleine klar kommen kann. Völlig alleine. Ich will keine Abhängikeit von meinen Eltern (telefoniere täglich mit meiner Mutter - sie haben mir viel geholfen, aber das kann ja auch nicht gesund sein, also mit 25 derartig am Rockzipfel zu hängen)
Außerdem habe ich Angst, dass ich Impot. bin, durch den ganzen Druck und was alles geschehen ist.
Bin im Moment recht negativ zum Leben eingestellt. Eine Beziehung kommt für mich zwar noch in Frage, aber wenn man sich mal umschaut, im Netz, in den Medien, im eigenen Umfeld, erkennt man doch immer besser, wie heuchlerisch das Alles ist. Man lässt sich gehen in einer Beziehung, ruht sich darauf aus. Und wenn nicht nach 4 Jahren, dann kommt eben nach 10, 15 oder 20 die große Krise.
Meist bleibt man nur wegen den Verpflichtungen und der Kinder zusammen. Und wozu? Iwann ist die Welt wie wir sie kennen, vllt sogar die Menschheit nicht mehr existent.
Wen juckt's dann noch ob ich Fließenleger oder Doktor, Massenmörder oder Philantrop war?!
Ich brauche wieder einen Sinn, etwas Großes. Und vor allem Freude am Leben. Ich möchte diese Gedanken auslöschen, mein Hirn auf reset drücken und einfach wieder glücklich sein.
Ich sehe nur, wie die Tage/Wochen/Monate verstreichen und es sich nichts tut. Keine Frauen, kein Spaß, gar nichts.
Und das sagt jemand in der Blüte seiner Jugend - ich sehe gut aus, wirklich. Und eigentlich bin ich ein unglaublich unterhaltsamer Typ, recht knorke, schon fast dufte
Ich frage mich eben nur: Wo soll die Reise jetzt hingehen? Ich mache mir zu viele Gedanken, kann mich nicht mehr fokussieren.
Vor allem: Bin ich jetzt derartig geschödigt, dass ich mich nie mehr fallen lassen kann?! Zwei Mal wurde ich jetzt innerhalb weniger Jahre sehr hart verletzt - ich weiß dass ich Fehler gemacht habe, aber habe ich das verdient?! Mit den Umständen?! Freunde und Freundin weg?
Ich will wieder alles positiv sehen, nur: je mehr man liest, je gebildeter man wird, desto schwerer fällt es, sich in naive Gedankenkonstrukte zu stürzen. Es gibt Tage, da wünschte ich mir, ich wüsste weniger, wäre mit Fußball und Frauen zufrieden zu stellen, aber iwann ist man an einem Point of No Return.
Also Dauer-Single bleiben? Ich würde auch das Risiko aufnehmen, wieder in eine Beziehung zu starten - aber soll ich mir wirklich nochmal solche Schmerzen zufügen lassen?!
ich muss es mir einfach mal von der Seele reden, versuche es so kurz wie möglich zu machen:
Nach etwas mehr als 4 Jahren ist meine Beziehung in die Brüche gegangen.
Fakten zu meiner Beziehung:
- ich habe sie geliebt, und es wurde im Laufe der Beziehung immer stärker
- ich bin weg zum Studium, sie kam nach, wir hatten eine gemeinsame Wohnung zusammen
- Freundeskreis ist immer kleiner geworden, weil sie viele Leute nicht mochte - die Beziehung war über die 4 Jahre schon ungesund (Eifersucht, Streit wenn sie zu viel getrunken hat, es nicht wahrhaben wollen, dass es schief läuft, Freunde ausblenden, ich bin immer negativer geworden, Stress im Studium usw)
- im Mai diesen Jahres hat sie dann angefangen, alles in Frage zu stellen --> ihr war FEIERN wichtiger als die Beziehung
- im folgenden Monat ist sie jedes WE heimgefahren und ist mit unseren Freunden (alles "Typen", die ich in die Beziehung gebracht habe) feiern gegangen
- bei mir lief die Prüfungszeit
- ich bin ihr hinterhergerannt, habe viel probiert, meinen Freunden war sowohl ich als auch unserer Beziehung egal - sie wollten nur feiern
- in Woche 5 letzten Versuch gestartet - sie hat mich belogen, wollte mich nicht bei sich haben
- ich habe "Schluss gemacht" (wollte hart sein) Wohnung gekündigt
- dann die Windpocken bekommen (2 Wochen lang - hat mich ein Semester gekostet)
- Wohnung geräumt und jetzt in eine schäbige WG gezogen
- Kontakt wurde nicht wirklich abgebrochen, habe im Oktober (an meinem Geburtstag) nochmal mit ihr geschlafen --> größter Fehler, den ich hätte machen können
- seit Mitte Oktober ist wirklich Schluss
- ich hatte in der zeit zwischen Wohnugnsauflösung und offizieller Trennung (die dann mehr oder weniger via SMS von ihr statt fand) 4 Frauen, 3 vor der Trennung, eine danach
- bei der letzten hat es nicht sooo geklappt, wie es hätte klappen sollen (ihr wisst schon)
- desweiteren ging noch mein Auto kaputt (Motorschaden bei 18 auf der Autobahn)
- meine "Freunde" interessieren sich nicht mehr für mich - einer hat mich dann vor zweien Wochen angerufen und meinte, er komme jetzt mit meiner Ex zusammen
- im Moment habe ich eigentlich gar kein interesse an Frauen, das Studium stresst tiereisch, richtig klar denken kann ich nicht
Auch für mich war das Thema Beziehung ein Projekt und ich habe viel investiert: Wohnung gesucht, Werkzeug angeschafft, ins Studium gestresst um ein Stipendium zu bekommen (habe ich dann auch).
Und dann nach der ersten "Trennung" habe ich es verdrängen wollen, nicht einmal geweint. Sport gemacht wie ein wahnsinniger. Konnte aber auch nicht weg. War in den Semesterferiern zu Hause und hatte nur meine Familie, also das komplette soziale Umfeld ist weggebrochen, nur wegen dieser sinnlosen Braut - und auf dem Dorf ist es noch schwieriger, iwas zu reißen.
Jetzt wieder im Studium - langsam lernt man wieder Leute kennen, aber mit 25 ist man eben nicht mehr "20", aber auch keine "30". Ich befinde mich iwie in einem waberigen grauen Nebel und sehe einfach nicht, wo die Reise hingehen soll.
Habe viele Avancen von Damen bekommen, aber es hat mich einfach nicht gejuckt. Der beste Sex war der mit der Ex. Ich ärgere mich so sehr über die verschwendete Zeit der letzten JAhre und noch mehr, dass ich im Moment derartig antriebslos und elanlos bin.
Dass einem die Freunde derartig das Messer in den Rücken jagen war einfach zu krass. Dass die Ex jetzt mit so einem zusammen ist, sagt einfach alles.
Aber jetzt bin ich noch im Studium, jeder Kommilitone hat ne Freundin, keiner geht feiern oder ist auch nur ansatzweise "unterhaltsam".
ICH WILL KEINE ZEIT MEHR VERTRÖDELN, aber mir fehlt einfach der Sinn. Ich habe mich jahrelang über meine Beziehung definiert (die Ex kam aus einem prekären Elternhaus, Mutter hat mit jedem in der FAmilie streit, raucht und trinkt, asozial einfach)
Und ich habe mich in meinem Charakter so geändert, dass es mir schwerer fällt als früher auf Leute zuzugehen. Und dass meine Libido MIT 25 ! ziemlich im Keller ist, macht mir zusehends zu schaffen.
Zuhause habe ich nur meine Familie, auch nicht toll. Und jetzt kommt im nächsten Semester das PRaxissemester. Da sind die Kommilitonen wieder weg und man ist wieder alleine.
Ich habe keine Lust mehr auf eine Beziehung. Bei meiner ersten (die ging ein Jahr von 17-18) war das Ende ebenfalls krass. Sie hat mich im warmen Wechsel verlassen, wir hatten aber noch 8/11 Kursen im Abi zusammen, auch Projekte. Sie hat sich kein bisschen in meine Lage versetzen wollen - nur von ihrem neuen erzählt, wie toll der doch ist usw. ich saß daneben, noten wurden schlechter usw...
Im Moment versuche ich mir ein Leben aufzubauen, in dem ich alleine klar kommen kann. Völlig alleine. Ich will keine Abhängikeit von meinen Eltern (telefoniere täglich mit meiner Mutter - sie haben mir viel geholfen, aber das kann ja auch nicht gesund sein, also mit 25 derartig am Rockzipfel zu hängen)
Außerdem habe ich Angst, dass ich Impot. bin, durch den ganzen Druck und was alles geschehen ist.
Bin im Moment recht negativ zum Leben eingestellt. Eine Beziehung kommt für mich zwar noch in Frage, aber wenn man sich mal umschaut, im Netz, in den Medien, im eigenen Umfeld, erkennt man doch immer besser, wie heuchlerisch das Alles ist. Man lässt sich gehen in einer Beziehung, ruht sich darauf aus. Und wenn nicht nach 4 Jahren, dann kommt eben nach 10, 15 oder 20 die große Krise.
Meist bleibt man nur wegen den Verpflichtungen und der Kinder zusammen. Und wozu? Iwann ist die Welt wie wir sie kennen, vllt sogar die Menschheit nicht mehr existent.
Wen juckt's dann noch ob ich Fließenleger oder Doktor, Massenmörder oder Philantrop war?!
Ich brauche wieder einen Sinn, etwas Großes. Und vor allem Freude am Leben. Ich möchte diese Gedanken auslöschen, mein Hirn auf reset drücken und einfach wieder glücklich sein.
Ich sehe nur, wie die Tage/Wochen/Monate verstreichen und es sich nichts tut. Keine Frauen, kein Spaß, gar nichts.
Und das sagt jemand in der Blüte seiner Jugend - ich sehe gut aus, wirklich. Und eigentlich bin ich ein unglaublich unterhaltsamer Typ, recht knorke, schon fast dufte
Ich frage mich eben nur: Wo soll die Reise jetzt hingehen? Ich mache mir zu viele Gedanken, kann mich nicht mehr fokussieren.
Vor allem: Bin ich jetzt derartig geschödigt, dass ich mich nie mehr fallen lassen kann?! Zwei Mal wurde ich jetzt innerhalb weniger Jahre sehr hart verletzt - ich weiß dass ich Fehler gemacht habe, aber habe ich das verdient?! Mit den Umständen?! Freunde und Freundin weg?
Ich will wieder alles positiv sehen, nur: je mehr man liest, je gebildeter man wird, desto schwerer fällt es, sich in naive Gedankenkonstrukte zu stürzen. Es gibt Tage, da wünschte ich mir, ich wüsste weniger, wäre mit Fußball und Frauen zufrieden zu stellen, aber iwann ist man an einem Point of No Return.
Also Dauer-Single bleiben? Ich würde auch das Risiko aufnehmen, wieder in eine Beziehung zu starten - aber soll ich mir wirklich nochmal solche Schmerzen zufügen lassen?!