Michael05
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Oft hört man ja, dass das Lebensglück nicht von der Liebe abhängt und man sich nur selbst lieben muss, um glücklich zu sein. An sich würde ich da auch nicht widersprechen. Es ist sicher keine gute Idee, alles von dem bevorzugten Geschlecht abhängig zu machen und natürlich sollte man auch selbst ein spannendes Leben haben, um emotionale Abhängigkeit zu vermeiden.
Jetzt habe ich aber folgendes Problem: irgendwie klappt es nicht so wirklich. Kurz zu mir: Ich werde in ein paar Tagen 18 Jahre alt und mache mein Abitur. Ich bin sehr ambitioniert und strebe ein gutes Abitur an, da ich später mal Medizin oder Psychologie studieren möchte. Ich mache 6 Mal pro Woche Sport treffe mich gerne mit Freunden. Ich habe einen sehr guten Freund, dem ich mich anvertrauen kann und viele losere Freunde aus dem Fitnessstudio und meinem Umfeld. Außerdem habe ich einen sehr aktiven Hund, mit dem ich mich viel beschäftige. In meiner Freizeit interessiere ich mich für Kieferorthopädie und für das Synchron- bzw. Werbesprechen. Ich würde also durchaus sagen, dass ich ein recht interessantes Leben habe.
Nun zum Problem: Ich habe seit 6 Jahren Liebeskummer. Mal schlimmer, mal weniger schlimm. Es ist bisher eigentlich immer gleich gelaufen. Ich merke, dass mir eine Dame aus meinem Umfeld gefällt, ich gehe auf sie zu, verbringe etwas Zeit mit ihr und frage sie irgendwann nach einem Treffen. In der Zeit entwickle ich leider auch Gefühle. Früher oder später meldet sie sich nicht mehr oder distanziert sich offensichtlich. Das führte dazu, dass es seit 6 Jahren immer eine Frau in meinem Umfeld gibt, für die ich Gefühle habe, welche diese aber nicht erwidert. Das führt dazu, dass ich innerlich echt traurig bin und mich selbst als sehr unattraktiv einschätze, da sich bisher nie eine Frau für mich interessiert hat. Direkt nach einem Korb fühle ich mich für einige Wochen erbärmlich und irgendwann lässt der Schmerz natürlich nach und geht in einen unangenehmes Bauchgefühl über, welches immer wieder hochkommt, wenn es im Alltag gerade ruhiger wird. Der Zyklus wiederholt sich ca. alle 1-2 Jahre.
Insgesamt merke ich, dass ich im Leben nicht so richtig glücklich bin. Jetzt die Frage an auch: Kann es wirklich daran liegen? Kann es wirklich sein, dass ich nur aus dem Grund, weil ich keinen Erfolg bei Frauen habe, traurig bin? Ich versuche mich nicht zu sehr in die Thematik hineinzusteigern und vernachlässige in meinem Leben sonst eigentlich nichts, dennoch fühle ich mich nicht so gut, insbesondere wenn ich daran denke. Ich habe durchaus auch mal richtig schöne Momente, aber doch kommt dieses blöde Bauchgefühl immer wieder hoch.
Ich möchte nicht, dass mein Lebensglück so von der Liebe abhängt, aber es scheint, als wäre es einfach so. Ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Mein Leben ist nicht furchtbar, weil ich wie gesagt oft schöne Momente erlebe, allerdings stört mich dieser flaue Liebeskummer ungemein. Wäre es nicht auch möglich, dass es mir aus anderen Gründen, welche mir möglicherweise gar nicht bewusst sind, schlecht geht, und ich das Ganze nur auf diese Frauen projiziere?
Vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt und kann mir Tips geben. Kann man denn als Dauersingle wirklich richtig glücklich sein?
LG
Michael
