Das Große Aus!

Ehemaliger User

Hi, eigentlich wollte ich nie auf solchen Seiten etwas schreiben, aber ich habe jetzt einen Moment hier gelesen, und ich glaub es hilft mir.
Mein Partner (49) und ich (37) sind seit 4 Jahren zusammen.
Ich habe zwei Kinder und er drei, die uns alle 14 Tage besuchen kommen.
Die ersten zwei Jahre waren wie ein Traum, er hat mir fast jeden wunsch von den augen abgelesen, damals haben wir noch 400 km getrennt gewohnt, er war immer bei mir jedes Wochenende, wenn er frei hatte, wnn die Kinder nicht da waren, er wurde für meine zwei wie ein Vater. Wir sind ins Kino und haben vieles unternommen. Nach zwei Kahren sind wir dann zusammen in einen kleinen Ort nach Bayern gezogen, dass heißt ich bin mit meinen beiden Kindern zu ihm gezogen, habe nach einem halben Jahr Arbeit gefunden und alles schien ok. Aber auf einmal, er war nach einer Wirbelsäulen-OP 3 Jahre zu Hause und konnte nich arbeiten, wurde alles anders, ich war ein halbes Jahr hier in dem kleinen Nest, und sein Verhalten änderte sich, er achtete nicht mehr auf sein äußeres, schrie und meckerte nur an den Kindern rum, redete kaum noch mit mir und saß meist nur am Pc oder lag auf dem sofa und schlief. den Mann den ich kannte gab es nicht mehr. Er zeigte mir regelmäßig sein Desinteresse an allem und jedem und ging auch mit meinem Paul (6) ziemlich hart um, er beschimpfe ihn oft, stellte ihn vor anderen bloß, vor allem, wenn seine Kinder bei uns waren, mein Kleiner litt sehr darunter. Dann kam eine Zeit, wo der Kleine nicht meht mit ihm alleinsein wollte und wohl Angst vor ihm hatte, auch im Kindergarten sprach man mich auf seine Unsicherheit an. Ich fing an mir Gedanken zu machen, ob er mich noch liebe, ob eine andere im Spiel war, weil er vor einem 3/4 JAhr wieder angefangen hat zu arbeiten, ich nervte ihn mit so einer Art Eifersucht, die in mir aufstieg. Aber alle meine Vermutungen und auch Nachforschungen führten zu nichts. Er wurde immer launischer. Weihnachten 2004 waren wir bei meinen Eltern, es war schön, er war lieb zu den Kindern und mir, auch Silvester. Danach zwei Wochen später ging sein laumnisches Verhalten wieder weiter, ich fragte ihn nätürlich immer was los sei, bis er sagte, meine ewige Fragerei und immer Reden wollen mireinander ginge ihm auf die Nerven und es töte jede liebe, aber er redet nie nie über irgendein Problem, er hat schon immer alles in sich rein gefressen und seinen Frust dann an den Kinder und mir abgelassen.
Irgendwann aht es mir dann gereicht, und ich habe ihm vorigen Monat gesagt, dass ich mit meinen Kindern wieder dahin zurückgehe, wo ich her komme, ich habe sie schon schulisch um und angemeldet und die Wohnungssuche läuft auch schon. Leider muss ich noch bis Ende Juli warten, meine Tochter will hier noch die 10. Klasse zu Ende machen, und dann oben ihr Abi. Jetzt sitze ich hier noch 3 Monate fest, die mir llngsam zur Qual werden. Denn es ist jetzt das passiert, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe, mein Mann hat sich wieder in den zurückverwandelt, der er mal war. Er ist höflich und zu vorkommend, macht Komplimente und beobachtet mich laufend, er ist nett zu den Kindern, und er spricht zu mir über seine Gefühle was er nopch nie getan hat. Er sagt, er akzeptiere meine entscheidung aber er sagt er liebt mich noch und kann es sich nicht vorstellen, dass ich in 3 Monaten aus seinem Leben verschwunden bin. Komischer weise klappen jetzt auch so manch andere Sachen, die vorher nicht mehr gingen *grins*.
Ich habe gedacht, ich liebe ihn nicht mehr, aber auch ich habe noch Gefühle für Ihn. Trotzdem möchte ich an meinen Trennungsplan festhalten, da ich weiß wie schlecht es meinem Kleinen zeitweise ging und ich immernoch vor Augen habe, wie er war, und die Angst das ich bleibe und der ganze Mist wieder von vorn anfängt, nein danke, es ist so schon schmerzhaft genug, ein zweites Mal würde ich es nicht schaffen.
Ich weiß nicht, ob ich klar rübergebracht habe, was ich meine und was in mir vorgeht. Es tut sehr weh, aber vielleicht ist es eine neue Chance, die Kinder und ich allein. Man müsste seine gefühle bei Bedarf ein und aus schalten können, jedenfalls danke fürs zu hören bzw. lesen.
Alles Gute an alle, denen es momentan ähnlich geht.
Ines

25.04.2005 09:00 • #1


fazerBS


37
1
Hallo Ines37,

so eine Situation kenne ich - zwar nur sehr ähnlich, aber immerhin. Auch bei mir hat unser (gemeinsames) Kind darunter gelitten. Und wir haben uns erst mal für eine zeitweise Trennung entschieden, die aber nicht den positiven Effekt hatte, wie Dein Vorsatz und die entsprechenden Schritte dazu. So stehe ich nicht in dem Dilemma, wieder alles "Friede, Freude, Eierkuchen" zu haben.

Es war aber schon während vieler Jahre bei uns ein "Auf und Ab". Gehalten hat die "Besserung" dann nie dauerhaft. Mal ein paar Wochen, mal ein paar Tage. Und dann war wieder alles "beim Alten", leider.

Ich habe mich in diesem Fall für das Kind entschieden - und sehe jetzt schon, wieviel besser es ihr geht. Und natürlich ist das Vertrauen kaputt - oder zumindest schlimm beschädigt.

Mein Rat: entscheide Dich für das, was Du für die beste Lösung betrachtest. Und schau mal in den Chat - da gibt es viele nette Menschen (natürlich auch andere). Ein Gespräch hilft manchmal wirklich!

Kopf hoch und viel Durchhaltevermögen und Kraft,
fazerBS

25.04.2005 11:09 • #2


Ehemaliger User


Hallo ines37,
du hast vor einem monat eine entscheidung getroffen. bitte bleibe bei dieser und lasse dich durch plötzliche sinneswandeleien nicht aus dem konzept bringen.
Es mag zwar hart klingen, aber welche wahl hast du denn noch? solltest du dich allerdings für die liebe entscheiden, dann darfst du dich später aber auch nicht beklagen, denn du glaubst doch nicht allen ernstes, dass dieses abweisende und verletzende verhalten deines mannes nicht wieder kommt, wenn du deine pläne änderst und zu ihm zurückziehst!

Auch bei mir waren viele viele gefühle noch vorhanden, nur musste ich lernen hiermit umzugehen. es ist verdammt schwierig und mühsam diesen langen weg durchzustehen. dieses geht nur wenn man mit vielen leuten darüber spricht, denn die sehen die eigene situation meistens klarer und bringen einen schon wieder auf den boden der tatsachen zurück.

drücke dir die daumen ganz fest, dass du eines tages den findest, der auch in nicht ganz so rosigen zeiten zu dir und deinen kindern steht.

ralf50

25.04.2005 12:32 • #3




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