Gehirnschlacht
Gast
Habe erst in den letzten Tagen angefangen hier zu lesen,auch eure Profile und deren Hintergründe(anhand der Posts dir mir weitergeholfen haben),um in diesem Forum aktiv zu sein.
Folglich hatte ich noch keine Zeit iwas auszufüllen.
Bin schon froh das ich überhaupt etwas hinbekomme.
Ich bin leider hypersensibel und viel zu empathisch für diese Welt und dieses Leben.
Ich befinde mich zzt (und bereits das gesamte letzte Jahr) in einer mittleren bis schweren Depression (in ärztlicher Behandlung aber ohne Therapie),die wohl dazu geführt hat,das sich meine Lebensgefährtin (51 und noch dazu in den Wechseljahren) nach nun 7 Jahren von mir (43) im Dezember von mir getrennt hat.
Es gab bereits im März 17 eine Krise und einen Hinweis darauf,aber ich habe es nicht ersnt genug wahrgenommen,oder konnte es vielleicht auch nicht.Habe vieles versprochen, nicht eingehalten und als selbstverständlich gesehen.
Wir haben schon einiges zusammen durchgemacht und erfolgreich überstanden.
Wir haben nahezu das gesamte letzte Jahr eine rein platonische Beziehung geführt.
ich weiss nicht was aus dem Job wird bzw aus meinen Bewerbungen in neuen Jobs.
Auch inmer wieder ein Thema zwischen uns die letzten Jahre,weil ich mit dem jetzigen immer irgendwie unzufrieden war.
2013 ist ihr Mann an Krebs verstorben,da hatte ich bereits sei fast 3 Jahren eine Affäre mit ihr,aber die beiden hatten sich schon vorher voneinander entfernt und hätten sich eh getrennt,da er vor der Krankheit auch bereits depressiv war ,es sich aber nicht recht eingestehen wollte. Männer halt.
Ob das bereits die Krankheit in ihm war lässt sich nicht mehr nachvollziehen.
Jedenfalls war es eine seltsame Situation für mich,mit ihr zusammen zu sein und gleichzeitig ihn während der Jahre kennen-und schätzen zu lernen.
Er wurde mir ein sehr guter Freund,dessen Verlust uns alle getroffen hat.Wir denken er wusste genau was los war,hatte aber seinen Frieden damit gemacht und war froh,das sie nicht allein damit klar kommen musste
und jemand sich um sie kümmert.
Er konnte und hatte losgelassen.
das ganze ist jetzt wie gesagt knapp 3 Monate her.
ich bin bereits seit etwa 2004 immer wieder mal mit rezidivieren depressiven Episoden in Behandlung.
Auch ein Grund warum meine vorherige Beziehung mit meiner ''Sandkasten/Schulliebe"
nach 12 Jahren auseinander gegangen ist.
Sie konnte mir einfach iwann nicht mehr helfen. verständlich.
Danach fiel ich schonmal 2008 in ein finsteres Loch und kam nur knapp wieder heraus. nach 2 1/2 Jahren und habe sie (um die es aktuell geht)bei dem neuen Job kennengelernt.
Nun bin ich wieder an diesem finsterem Ort und es ist es noch viel schlimmer,weil ich diesmal eine Familie(sie hat 2 Kinder 18&19,3 Hunde,3 Katzen und ein paar Hühner,Haus und Garten etc) und eine Zukunft hatte. zumindest dachte ich das.
ich hatte immer schon eine Wohnung und sie ein Haus mit riesigem Garten,den Kindern und den ganzen Tierchen.
wir haben immer sehr viel im und am Haus und im Garten gemacht.
Ich hatte dort zuletzt ein kleines Zimmerchen,
weil ich auch manchmal sehr schnarche und wollte iwann wenn die Kinder ausgezogen wären,zu ihr ziehen.
die Idee fand sie mal sehr gut,zumal ich sie damit sehr entlastet hätte.
Ein Haus/Haushalt alleinerziehend zu halten ist nicht grade einfach.
sie arbeitet aktuell mit mir teilzeit bei einem Arbeitgeber und noch in ihrem alten Job.
wahrscheinlich hätte ich das und viele andere Dinge schon viele früher tun sollen,um ihr zu zeigen das siw sich auf mich immer verlassen kann.
ich hatte meine Aufgaben,und immer was zu tun,was ich auch so gerne getan habe,wenn auch zuletzt sehr eingeschränkt mit der Depression,aber ich hatte immer Beschäftigung und einen strukturierten Tagesablauf.
Ich hatte eine Zukunft,einen Traum und mehr als ich mir je gewünscht habe.
Leider habe ich nichts dafür getan(habe es nichtmal bemerkt) und es als selbstverständlich angesehen.
Davon ist nun nichts mehr übrig,ausser einem Scherbenhaufen für mich.
Die Depression,aber auch ich selbst haben das Beste und Wertvollste was ich hatte zerstört und nichts was ich noch tun kann,bringt es mir wieder zurück.(zumindest glaube ich das,ohne mir falsche Hoffnungen machen zu wollen)
Ich würde alles dafür geben,aber manchmal ist eben auch alles nicht genug
Manchmal reicht nichtmal die stärkste Liebe dafür aus,wenn diese nicht mehr erwidert wird oder enttäuscht wurde.
Schon eigenartig,das ihr grade die kleinen Dinge, immer soviel bedeutet haben.
Ich hab gedacht das wär irgendwie trivial.
Aber jetzt weiss ich,gar nichts ist trivial.
jetzt vernisse ich das alles so sehr und in jedem Moment,den ich hier hocke und mir den Kopf zermarter.
Ich war bereits vor 4 Wochen für knapp 2 1/2 in einer Klinik ubd habe es wieder beendet.
Habe sehr viele wertvolle Menschen kennen gelernt und die Gespräche mit ihnen,haben mehr gebracht,als der gesamte Aufenthalt.
Nun stehe ich wieder vor dieser Entscheidung für eine Klinik,aber diesmal hier vor Ort.
Eine Einweisung etc habe ich von meinem langjährigen Psychologen.
Nun stehe ich vor dem Nichts. kein Zuhause,keine Familie mehr.
und ich komme da,ähnlich wie zb deepinahole,Cobain,etc nicht raus,auch wenn die Hintergründe völlig anders,komplizierter und umfangreicher sind.
Meinen Freundes und Bekanntenkreis habe ich damit mittlerweile überstrapaziert.
Im Grunde habe ich niemanden mehr und fühle mich dementsprechend von allem verlassen und einsam auf dieser Welt.
Diese verfluchte Krankheit macht einfach alles kaputt. selbst die tiefste Liebe zu einem Menschen.
Was Santosha,E-Claire,Luto,unregistriert,KBR etc. so schreiben hat mir hier und da schon weitergeholfen und Trost gespendet
Auch der Blog vernünftig-leben hat mich immer wieder durch die Tage gebracht.
Im Grunde weiss ich genau ,was ich zu tun habe bzw tun muss.
Damit meine ich nicht den letzten Weg.
Ich weiß,das dieser mich nicht von diesem Problem und Leid befreien kann,weil es damit nur in eine andere Welt geschafft würde und ich zusätzlich noch mit dem Leid der Angegörigen und Freunde konfrontiert wäre,das ich zusätzlich erleben und verarbeiten müsste.
Alles hier hat schon iwo seinen Sinn. einen übergeordneten,den wir nicht sehen oder erahnen können.
Schicksal,Universum,Quantenübergang etc
Nicht mal dieser 'Ausweg',dieser kürzeste und einfachste Weg ist möglich.
Aber es lastet aktuell einfach alles so unendlich schwer auf meiner Seele.
Und die Tatsache,das nur ich mir selbst da raushelfen kann,niemand anderes,rückt es in so weite Ferne und macht es so nahezu unmöglich,das ich daran verzweifle.
Diese Antriebslosigkeit und Verzweiflung ist einfach überwältigend.
Ich habe auch niemanden mehr,den es noch interessiert,die damit umgehen können oder wollen.
Früher konnte ich das alles mit meiner Partnerin besprechen,wir haben uns vertraut,num ist sie verständlicherweise nach all dem klammern zuletzt auf Abstand und in Kontaktsperre zu mir gegangen ist,weil sie gemerkt hat wie sehr mich unsere Trennung belastet.
Ich fühle mich einsam und allein auf dieser Welt und komme mit mir selbst nicht mehr klar.
Von daher verstehe ich Sie sehr gut und kann alles was vorgefallen ist nachvollziehen.
Ich liebe Sie bedingungslos und sie weiss auch wie sehr,aber das Ganze darf keine Abhängigkeit sein.
Ich muss dazu sagen,das sie eine sehr 'erleuchtete' und eben selbstbewußte Frau ist,die weiss was sie will und sich in den vergangenen Jahren sehr viel mit Eckhart Tolle auseindergesetzt und vieles von ihm umgesetzt hat.
ist auch sehr interessant zu hören und empfehlenswert,wenn auch zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.
Ich solle endlich was für mich tun,mein Leben leben,Verantwortung für mich selber übernehmen und es nicht von jemanden anderem abhängig machen.
(Wie soll das gehen,nach allem was ich hatte?bzw ich dachte das hätte ich bereits getan.wahrscheinlich nicht genug. )
aber was mehr kann ich dir erzählen, dass du dieses leben als mensch hier endlich zu schätzen lernst und einsiehst, dass es einzig und allein in deiner hand liegt?"
das ist ua das letzte was sie mir geschrieben hat,bevor sie mich erstmal in Ruhe lassen wollte.
Sie hat auch keinen neuen,keine Zeit,noch steht ihr der Sinn danach.Das könnte ich soweit wegschieben;das sie bei dem ganzen ernsten Rest mit mir schon fast lachen müsste.
Da wären die Ansprüche so hoch,dass sie lieber alleine bleibe,als sich mit jemamdem herumzuärgern.
nur ein schwacher Trost für mich und gleichzeitig wünsche ich mir ja nur das sie glücklich ist.
Was sie wie sie schreibt wohl auch ist(die ernste Situation mit meinem Leiden mal ausgenommen). sie kommt nach ~ 25 Jahren und mehr (verheiratet und mit mir) auch mal sehr gut allein und mit sich klar.
Sie meint,vielleicht wäre es auch jetzt auch genau die Zeit in ihrem Leben,um mal ganz allein zu leben,hatte sie ja ewig nicht mehr.
Ich muss dazu sagen,das sie eine sehr 'erleuchtete' und eben selbstbewußte Frau ist,die weiss was sie will und sich in den vergangenen Jahren sehr viel mit E.Tolle auseindergesetzt und vieles von ihm umgesetzt hat.
ist auch sehr interessant zu hören und empfehlenswert,wenn auch zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.
Darum muss ich Sie loslassen,was nicht bedeutet,das ich die Liebe zu ihr aufgebe,ganz im Gegenteil.
Alles nachzulesen auf vernünftig leben. warum um die Liebe kämpfen schadet etc.
und trotzdem fällt mir einfach unendlich schwer wieder irgendwie glücklich zu sein,wo ich doch all das hatte und war. und noch schlimmer,ich nichts dafür getan habe,um es zu festzuhalten,es als sebstverdtändlich betrschtet habe
und obwohl ich weiss,dasnur ich kann etwas daran ändern kann,das ich es selbst tun und schaffen muss.
Ich habe nichts und niemanden mehr.
Mir ist nichts mehr geblieben.
Ich habe keine Familie,keine Frau mehr,zu der ich zurück nach Hause kommen kann.
Für mich geht die Sonne mit ihr auf und unter.
Ich suche wohl nur nach einem Ausweg in tiefster Dunkelheit, Verzweiflung.
Die letzten 3 Wochen und Monate kommen mir vor wie Jahre in völliger Isolation.
Ich weiss nicht wie es weitergeht.Ich bin ganz unten angekommen.
Ich habe gelernt, dass ich Liebe nicht fordern kann.
Ich kann nur Gründe geben, mich zu mögen und geduldig sein, dass das Leben den Rest erledigt.-William Shakespeare
&
Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer.- Konfuzius
Und das sag ich dir als "hoffnungsloser Fall".