Hallo wilde Flocke und Nevermind,
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Ich glaube Nevermind hat mich in einem Punkt missverstanden. Ich leide nicht unter schweren Depressionen, weil das was ich tue, mir absolut bewusst ist. Ich sage mir nicht, wie schlecht die Welt und das Leben zu mir ist. Ich sage nicht, was für große Ar. (sorry, für den Ausdruck) die Männer sind.
Es ist nicht nur die Vergewaltigung durch 4 Männer. Es sind nicht nur die Schulden die mir jemand aufgezwungen hat ohne, dass ich mich wehren konnte. Es ist nicht nur das Kind was mir gewaltsam aus dem Bauch geschlagen wurde. Es ist nicht nur das Kind, das ich mir das Schicksal genommen hatte. Es sind nicht nur die Männer, die mein Leben zerstört haben.
Es ist einfach die Masse der Dinge. Ich stehe neben mir, ich resigniere und das Schlimme daran ist, dass ich absolut bei klaren Menschenverstand bin.
Ich denke wir sind alle hier um irgendwie nach Hilfe und nach Gründen zu suchen. Gründe, für die es keine Erklärung gibt. Das Schönste an der Sache ist, dass wir uns gegenseitig versuchen hochzuziehen. Jeder auf seine Art und Weise.
Sicherlich ist Deine Art, wilde Flocke, Dinge zu verarbeiten etwas seltsam für Aussenstehende. Allerdings finde ich es auch nicht falsch. Jeder sollte seine Art der Verarbeitung seiner Probleme und Erlebnisse selber finden. Ich finde es auf jeden Fall gut, dass Du den Mut gefunden hast hier reinzuschreiben

).
Ich denke die Leere, die ich fühle. Die Schmerzen, die ich ertrage. Die Leiden, die mein Leben mir zu Hölle machen, sind einfach nur die Masse der Dinge, die mich einfach schwach machen.
Ich suche nach Gründen für die es keine Erklärung gibt. Ich stelle mir Fragen, für die es keine Antworten gibt. Eines habe ich in letzter Zeit sehr gelernt. Wenn ich nicht alleine aufstehe, sterbe ich. Wenn ich mich nicht alleine aufraffe, gibt es niemand der mir hilft.
Die Welt ist kalt geworden und jeder muss selber gucken, dass er weiter kommt. Hier im Forum, kann man sich die Motivation holen und Möglichkeiten wie man aus dem Loch rauskommt. Aber gehen muss man den Weg alleine.
Wie sehr ich das Leben auch ungerecht finde, wie sehr ich auch leide, verändern kann ich es nicht. Wenn ich nicht mehr kann, wenn ich Angst habe, wenn ich am Boden liege, wenn blutüberströmt schreie, gibt es niemanden, der bei mir ist, um mir hochzuhelfen. Aufstehen muss ich ALLEINE! Es gibt keine Samariter auf dieser Welt!!!!!!!!
Die mentale Stärke hier im Forum die gegeben wird ist wirklich sehr stark. Aber ich denke, für meine Probleme, können Worte nicht mehr viel bewirken. So hart und so unverständlich es auch klingen mag. Ich hab den Glauben in das Gute im Menschen verloren. Ich vertraue niemandem, ich kann nicht mehr lieben, ich kann nicht mal mehr weinen.
Liebe und Wärme, Vertrauen und Glaube sind für mich Fremdwörter geworden. Einige von Euch werden sicher sehr sauer über meine Worte sein. Ich hasse nicht mich selbst, denn sonst würde ich nicht mehr hier sitzen und schreiben. Ich hasse weder Männer, noch Menschen, die aus meinem Leben die Hölle gemacht haben, sonst wäre ich nicht besser als die Männer und Menschen, die mein Leben zerstört haben.
Ich bin nur müde. In mir ist es so kalt. In mir ist es einfach so leer. Ich kann mich nicht mehr freuen, ich kann nicht mehr lachen. Den Weg muss ich selber finden. Den Weg muss ich alleine gehen.
Ich schreibe, weil ich in meinen Wörtern weiterleben möchte. Ihr zeichnet mir den Weg auf. Ihr gebt mir ein Funken Hoffnung, dass es vielleicht doch Menschen gibt, die mir mentale Hilfe geben ohne etwas dafür zu wollen.
Ich weiss es klingt traurig, aber ich kann an meinen Gefühlen nichts ändern. Im Moment kann ich einfach nicht vertrauen, nicht nach all dem......
Danke für Eure Worte.....Danke, dass es Euch gibt.
Liebe Grüße
lotusbluemchen