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Der Partner des Lebens - alles nur eine Illusion?

soulmigrant

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Hallo liebe Mitmenschen,

das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ohne zu überlegen schreibe ich einfach mal ein paar Sätze runter. Als Eröffnung möchte ich schreiben, dass ich es immer schwierig finde aus Texten Situation oder Menschen zu bewerten. Da uns aber sonst keine Möglichkeit bleibt, schreibe ich einfach mal die Fakten auf und ihr könnt sie dann bewerten/interpretieren wie ihr mögt.

Kurz ein paar Fakten zu meiner Person:

Männlich
Alter 43,8
Habe offensichtlich Probleme in Konfliktsituationen loszulassen (ich neige dazu Monologe zu halten)
2 Kinder aus meiner ersten großen Liebe (14 und 16 Jahre alt)

Ein paar Fakten zu meiner (Ex)Freundin:

Weiblich
Depressionen
Leichte Alk. (4-5 B. und eine kleine Flasche Vodka, 6-7 mal die Woche)
Mehrere Todesfälle in der Familie (Vater, geliebter Opa, usw)
Sehr spezieller Typ (brasilianisch/italienisch - optisch meine absolute Traumfrau)
Eine sehr süße Stimme und liebevolle, lustige Art - wenn sie "normal" drauf ist

Wir sind beide Seelenverwandte. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich hatte schon mehrere Beziehungen in allen Abstufungen der Liebe. Es waren auch Beziehungen dabei, wo man dachte man ist seelenverwandt. So etwas wie mit meiner (Ex)Freundin ist mir noch nie passiert. Wir haben ständig das Gleiche gedacht. Wir konnten wochenlang aufeinanderhängen 24/7 - alles mit Ihr hat Spaß gemacht, auch nach 6 Jahren. Ich habe einen Satz angefangen - sie konnte ihn beenden. Und natürlich die Klassiker wie gleicher Musikgeschmack, Essensgeschmack, viele gleiche Interessen, usw.

Seit 6,3 Jahren leb(t)e ich in dieser Beziehung. Vor einer Woche haben wir uns gestritten - leider sehr heftig. Seit mehreren Wochen lief die Beziehung nicht gut, die Corona-Quarantäne hat ihr Übriges getan.

Wir sind seit Januar 2014 zusammen (gewesen). Die ersten 2,8 Jahren lief alles okay. Sie trank damals schon 3-4 mal die Woche, auch in unseren gemeinsamen Urlauben. Ich hatte damals auch schon die Tendenz nicht loslassen zu können. Ich erinnere mich noch, wir waren so 4 Wochen zusammen, sie war bei mir. Sie wurde wegen irgendeiner Kleinigkeit sauer und ist nach Hause gegangen. Ich konnte das nicht nachvollziehen und bin ihr durch die ganze Stadt hintergelaufen - so mit 50 m Abstand. Ohne etwas zu sagen. Als wir dann bei ihr waren, konnten wir darüber reden. Wir haben uns vertragen und ich bin wieder nach Hause. Retrospektiv war da schon meine Tendenz in Konfliktsituationen sichtbar (im normalen Alltag habe ich das nicht).

Kurzer Einschub zu mir: Ich bin Scheidungskind und Hobbypsychologe . Meine Vermutung: Da meine Mutter mich verlassen hat als ich 2 Jahre alt war, hat das in mir irgendetwas ausgelöst/erschaffen. Eine Art Mechanismus der es mir schwer macht, eine Frau die ich liebe in einer Streitsituation loszulassen, einfach zu sagen: "Sag doch was du willst, kannst mich auch ruhig beleidigen. Ich gehe einfach, vielleicht sehen wir uns morgen wieder."

Wie gesagt, die ersten 2,8 Jahre verlief alles stabil. Dann kam der erste richtige Krach. Danach hatte die Beziehung die erste Pause - 3 Wochen voller Trauer, Liebeskummer, das volle Programm. Ich habe sie zurückerobert, u.a. mit einem selbstgeschriebenen Buch über unseren gemeinsamen Urlaube (sie hat ganz viele Dinge mit mir das erste Mal erlebt). 4 Monate später ist ihr geliebter Vater gestorben - ab da an wurde die Beziehung schwieriger. Ich habe ihr immer öfter nicht mehr genügt. Das Konflikpotential wurde stetig höher. Sehr oft konnten wir die Konflikte normal lösen, zwar mit einem kurzen Wortgefecht, aber dann ging jeder seines Weges und am nächsten/übernächsten Tag hat man sich wieder vertragen. Ab und an (circa 2 mal im Jahr) ist es eskaliert, was meist damit geendet hat, dass sie sich hinter eine Wohnungstür gesetzt hat und ich dann weitergeredet habe anstatt einfach nach Hause zugehen. Ich hab mir dann meinen ganzen Frust von der Seele geredet, was natürlich total bescheuert war. Es kam nichts an und ich habe damit eine schlechte Kindheitserfahrung getriggert (ihre Mutter hat sie beschimpft und systhematisch fertig gemacht).

Was Konflikte lösen echt schwierig machte war, das sie leider kritikunfähig war. Ihr kennt vielleicht die Mechanismen: Mangelndes Selbstvertrauen durch die Eltern in den ersten 8 Lebensjahren --> Gefahr von seelischen Erkrankungen erhöht --> in ihrem Fall Depression --> mangelndes Selbstwertgefühl --> Kritikunfähigkeit (eine ganz ganz grobe Kausalitätskette).

Letztes Jahr im Januar hat sie das erste Mal eine Beziehungspause gewünscht, obwohl kein eskalierendes Ereignis passiert ist. Auch hier habe ich gekämpft und sie zurück gewonnen. Aber wie es so schön m Volksmund heißt: Die Einschläge kamen immer näher! Im Oktober letzten Jahres dann der letzte Zwischenfall mit kurzer Auszeit (das erste Mal war von Schluss machen ihrerseits die Rede. Zitat:" Wir sind nicht mehr!" - AUTSCH). Trotzdem hatten wir danach Kontakt und ich konnte sie abermals zurück gewinnen. Danach machte sie mir die Ansage. "Wenn das nochmal passiert bin ich weg!" Anschließend verlief die Beziehung monatelang stabil. Vor 6 Wochen waren wir zusammen im Urlaub in Brasilien. Ich habe zum ersten Mal ihre Verwandtschaft kennengelernt. Eine wundervolle, warmherzige Familie - der Urlaub war traumhaft schön. Alles war super - ich habe mir schon überlegt wo ich ihr den Antrag mache (den Ring hatte ich schon gekauft). Dann kamen wir wieder nach Deutschland zurück und in diese bescheidene Corona-Situation. Hiermit schließt sich der Kreis meiner kurzen Erzählung - es kam zum besagten Streit. In diesem war ich so frustriert, das auch Sätze fielen wie "Das war´s jetzt, du kannst dir jemand anderen suchen!" oder "Ich hoffe, dass du glücklich wirst. " So ne richtig miese Nummer halt. Sie sagte auch Dinge wie "(. ) deswegen bist du alleine . " oder "Du hast grade Schluss gemacht." Als ich ihr dann noch sagte (sie saß wieder hinter der Badtür), dass ich das nicht ernst meinte und es nur ein Ausdruck meiner Frustration und Hilflosigkeit ist, sagte sie nichts.

Das Ganze ist jetzt eine Woche her. Wir hatten uns - wie gesagt - schon öfter heftig gestritten. Auch Sätze wie "Es ist Schluss. " vielen schon mal. Aber nach 3-4 Tagen haben wir uns immer wieder vertragen. Doch diesmal ist es anders. Sie meldet sich überhaupt nicht mehr. Völlig abgetaucht.

Wie heißt es in einem tollen Thread hier im Forum: Taten zählen mehr als Worte! Seit 7 Tagen ist sie abgetaucht. Das war noch nie so. Ich habe das Gefühl, das war´s jetzt. Liebeskummer vom Feinsten - das volle Programm. Ihr kennt das ja. Der Schlafmangel setzt mir echt zu, außerdem heule ich mehrmals jeden Tag und ich habe dauerhaft Magenschmerzen - was mir langsam echt Sorgen macht. Sorry für das vielleicht unorganisierte runterschreiben - ich hoffe man kann meine kleine Story ein bisschen nachvollziehen.

Das verrückte sind die unterschiedlichen Ebenen zwischen Kopf und Herz. Mein Kopf wußte schon nach 4 Wochen Beziehung: Das wird nicht einfach mein Freund. Und ich kann mir vorstellen, folgendes werden auch viele von euch sagen:

Kritikunfähigkeit
Depression mit den üblichen Begleiterscheinung
Alk.

sind nicht unbedingt beziehungsfördernd. Was hast du denn erwartet?!

Das kombiniert mit meiner mangelnden Fähigkeit in Konflikten nicht loslassen zu können und mit einem - vielleicht übertrieben - Fairnessgedanken hat sehr oft zu Auseinandersetzungen geführt.

Das Herz hat mich über alles hinwegschauen lassen. Und wie gesagt, wenn alles normal war, und das war es ja zu 95 %, waren wir im Himmel auf Erden. Ich bin ein logischer, rationaler Mensch. Meines Erachtens nach stimmt jedoch auch das Zitat aus meinem Lieblingsbuch: "Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Sie hat mich so glücklich gemacht wie sonst Nichts auf der Welt! Wenn ich bei ihr war und wir uns nicht gestritten haben, war ich das glücklichste Lebewesen im Universum.

So, und jetzt steh ich nun hier - vor dem Scherbenhaufen meines Lebens. Fast 44 Jahre alt, die große Liebe des Lebens verkackt und weiß nicht mehr weiter. Ich habe schon viele Beiträge hier durchgelesen. Ein wirklich tolles Forum.

Die besten Mittel gegen Liebeskummer
Phasen einer Trennung
. usw.

Was bleibt sind die Fakten, in fast 44 Jahren habe ich noch nie einen Menschen kennengelernt, den ich so sehr geliebt habe. Die Liebe wurde von Jahr zu Jahr immer mehr. Ich hatte vorher schon mehrere Beziehungen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich nochmal so einen Menschen kennenlerne. Ich bin nicht mehr Anfang 20. leider Wir waren (fast) perfekt füreinander. Unsere Liebe ist immer noch sehr groß, woran wir uns immer wieder aufgerieben haben, habe ich ja kurz angeschnitten.

Ich habe eine Frage an euch: Warum bewerten Menschen die Wichtigkeit einer Beziehung nach der Intensität der Liebe, die sie für diese Person empfinden? Klar drückt die Intensität ein Alleinstellungsmerkmal aus, was wiederum Wichtigkeit bedeutet, da es äußerst selten vorkommt. Warum bewerten wir die Beziehung (meist) nicht nach anderen Kritierien, welche auch die betreffenden Menschen selbst in der Hand haben?

Und der Klassiker: Glaubt ihr sie kommt noch einmal auf mich zu? Dass sie sich seit 7 Tagen nicht meldet deute ich als sehr schlechtes Zeichen. Hat sie in über 6 Jahren noch nie gemacht. Sie ist auch Meister im Manifestieren von Gedanken, welche dann meist sehr negativ sind. Sollen heißen, je mehr Zeit vergeht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich in ihrer negativen Haltung mir gegenüber bestätigt.

Und last but not least: Trotz allen guten Ratschlägen und Tipps, bin ich mir der *beep* Tatsachen bewußt. Sollte ich mich mit dem Gedanken verabschieden, eine Familie mit einer Frau zu haben, die ich über alles liebe? (ich möchte nochmal Kinder haben und eine ganz normale Familie, bevor ich sterbe - das ist mein größter Wunsch). Und: Auch wenn der Kopf logische Gedanken fassen kann und weiß, dass in einer Beziehung immer zwei Leute für diese verantwortlich sind und nie jemand alleine an irgendetwas Schuld hat - wie bekomme ich diese Schuldgefühle los? Das Gefühl eine "once-in-a-lifetime-chance" verkackt zu haben. Ich weiß, ablenken, "die Zeit heilt alle Wunden". Mensch, Mensch - Gefühle sind echt mächtig.

Ich werde so oder so eine Therapie machen und meine Probleme angehen. Eigentlich hätten wir beide eine Therapie machen müssen. Leider haben wir das versäumt.

D

11.04.2020 22:24 • #1


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Hallo soulmigrant,
es tut mir leid, dass es Dir schlecht geht

Ich kann leider mit Begriffen wie "Seelenverwandtschaft" überhaupt nichts anfangen und auch das "ich habe noch niemals so geliebt" ist mir fremd. Ich habe alle meine Partner mal sehr geliebt und klar sollte die aktuelle Liebe immer gefühlt die größte sein (die anderen haben schließlich aus Gründen nicht überdauert), aber im Nachhinein ein Ranking aufzustellen... puh. Da würde ich mich nicht bei wohlfühlen und irgendwie finde ich es auch unfair der Vergangenheit gegenüber.

Ich hab eher den Eindruck, dass Dich die Frau - neben ihren sicher auch guten Eigenschaften - optisch einfach dermaßen umhaut, dass Du die Augen vor den negativen Dingen verschließt.

Da wäre vor allem mal ihr Alk.Konsum. Die von Dir genannte Menge "6 - 7 x die Woche" (also: Im Grunde täglich!) ist schon eine Hausnummer. Das hört sich nach Pegeltrinkerin an und ist nicht zu verniedlichen. Wie kann man mit so einer Frau eine Familie gründen wollen, bei aller Liebe? Für mich würde sie da erst einmal in den Entzug gehören. Dafür müsste sie natürlich Einsicht zeigen.

Du bist mit ihr über 6 Jahre zusammen (gewesen) - war das schon immer so? Wie alt ist sie? Ich tippe auf deutlich jünger, oder planst Du Deine Zweitfamilie mit einer Gleichaltrigen? Hat sie genauso einen Familien- und Kinderwunsch wie Du?

Die Idee, Dir selber professionelle Unterstützung zu holen, finde ich gut. Vielleicht kannst Du da für Dich sortieren, warum Du eine Partnerin idealisiert, die sich für mich - nach dem, was Du schreibst - gar nicht mal so toll anhört.

11.04.2020 22:59 • x 5 #2



Der Partner des Lebens - alles nur eine Illusion?

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MaryAnne


Ich schließe mich Victoria an. Manchmal verklären wir Situationen und glauben Seelenverwandtschaft oder Ähnliches gefunden zu haben. Tatsächlich sind aber immer zwei Personen in einer Beziehung, die trotz vieler Übereinstimmungen individuelle Menschen sind. Die Hoffnung endlich jemanden gefunden zu haben, der so vollständig zu passen scheint, lässt uns deshalb oft die Realität ausblenden.

Du hast geschrieben, dass sie Depressionen hat. Jetzt könnte man fragen warum. Welche Faktoren körperlich aber auch in ihrem Leben lassen sie so niedergeschlagen sein? Wenn ihr wunderschöne Zeiten hattet, war sie dann auch fröhlich und energievoll? Oder war es eher dein Eindruck und Wunsch?

Wenn sie trinkt (nebenbei: leichte Alk. gibt es nicht) hat das einen Grund? Hat sie vielleicht das Gefühl ihre Depression übertünchen zu müssen, um die Frau zu sein, die jeder in ihr sehen möchte? Pusht sie sich mit Alk.? Wenn ihre Depression diagnostiziert wurde und sie in Behandlung ist, dann bekommt sie bestimmt Medikamente. Die werden sich schwerlich mit Alk. vertragen. Wie geht ihr damit um?

Insgesamt denke ich wie Victoria, dass du dir für dich psychologische Hilfe suchen solltest. Viel Glück!

12.04.2020 09:39 • x 1 #3


Emma75

Emma75


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Lieber @soulmigrant, erst mal tut es mir sehr leid, wie es Dir gerade geht. Ihr beide wart eine explosive Mischung! Sie mit ihrem deutlichen Alk. und Depressionen, Du mit Deinem wirklich problematischen Konfliktverhalten. Ich glaube, dass gerade durch diese Dramatik die Liebe besonders intensiv gefühlt wurde, weil man sich ja sehr miteinander beschäftigen muss in so einer schwierigen Situation. Du solltest wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, denn eine Frau so in die Enge zu treiben, dass sie sich nicht anders zu helfen weiß, als sich im Bad einzusperren ist nicht in Ordnung (ich weiß, dass Du sie nicht bedroht hast, aber eben nicht in Ruhe gelassen).
Was erwartest Du Dir von einer zweiten Familie? Stabilität? Zur Ruhe kommen? Ankommen? Ankommen kannst Du nur bei Dir selbst und Du hast bereits eine richtige Familie - Deine Kinder leben ja noch und werden Dich auch noch brauchen, obwohl sie groß sind. Auch getrennt ist man noch Familie!
Bitte mach Dein Ankommen im Leben nicht von einer Partnerschaft und von Kindern abhängig, sondern schau, wie Du das aus Dir selbst erreichen kannst. Ich weiß genau wie schwer das ist - befinde mich selbst gerade auf diesem Weg. Lass die Frau erst mal in Frieden (gute Übung!) und bleibe bei Dir selbst.
Ich wünsche Dir, dass Du mit Dir selbst bald glücklicher sein kannst!

12.04.2020 09:56 • x 1 #4


soulmigrant


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Hallo liebe Liebenden,

erst einmal danke für eure Antworten. Huihui leider wurde mein Verdacht bestätigt - es ist verdammt schwer aus dem Geschriebenen ein Abbild der "Realität" zu erschaffen, was dann auch noch ganzheitlich und tiefsinnig interpretiert wird. Ich habe lediglich ein paar Fakten aufgeschrieben. Eine Persönlichkeit könnte und sollte man mit einem ganzen Buch beschreiben - da reichen ein paar hundert Wörter nicht aus. Das war ja nur ein kleiner Auszug.

Zitat von VictoriaSiempre:
Hallo soulmigrant,
es tut mir leid, dass es Dir schlecht geht Ich kann leider mit Begriffen wie "Seelenverwandtschaft" überhaupt nichts anfangen und auch das "ich habe noch niemals so geliebt" ist mir fremd. Ich habe alle meine Partner mal sehr geliebt und klar sollte die aktuelle Liebe immer gefühlt die größte sein (die anderen haben schließlich aus Gründen nicht überdauert), aber im Nachhinein ein Ranking aufzustellen... puh. Da würde ich mich nicht bei wohlfühlen und irgendwie finde ich es auch unfair der Vergangenheit gegenüber.

Sorry, das ist für mich rethorischer Unsinn. Du willst mir also sagen, du hast alle deine Ex-Partner gleich geliebt, dich gleich mit Ihnen verbunden gefühlt? Mmmh, war bei mir nicht so. Jeder sieht sein Universum individuell - daher lässt sich nichts verallgemeinern. Das mal als disclaimer. Für die meisten Menschen sollte jedoch zumindest eine Grundgefühlslage vorhanden sein, damit sie eine Beziehung eingehen. Wie lange dann die Beziehung hält, hängt von vielen Faktoren ab - hauptsächlich aber von der Persönlichkeit der Partner und von den Gefühlen, die sie füreinander haben.

Also ich bin bei dir, dass man für alle LANGEN Beziehungen eine ehrliche tiefe Liebe empfunden hat, sonst wäre man wahrscheinlich nicht so lange zusammen gewesen. Wenn du es noch differenzierter siehst gibt es jedoch auch da Abstufungen. Ohne jetzt einen Roman über die Definition von Seelenverwandschaft schreiben zu wollen, würde ich mal eine Definition einführen: Es ist die höchste Form der Liebesbeziehung. Fast so als wären die Seelen durch die Zeit miteinander verbunden. Ich persönlich glaube daran, dass wir alle wandern - wenn wir sterben ist es nicht vorbei. Naja - das ist ein anderes Thema. Es gibt Paare wie zum Beispiel die Beltraccis (deutsche Kunstfälscher), die haben so eine enge Verbindung - auch nach 20 Jahren und mehr, dass sie sich vermissen wenn der anderen ein paar Stunden weg ist. Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass Wolfgang nicht bei sich ist. Oder noch nicht bei sich selbst angekommen ist. Ganz im Gegenteil. Wenn du ihn mal kennengelernt hast, weißt du was ich meine. Es ist halt eine spezielle Verbindung die nur ganz selten - bei vielen Menschen niemals - im Leben vorkommt. Wenn du es noch nicht erlebt hast, ist es schwer es zu beschreiben. Ähnlich wie bei vielen Dingen.

Zitat von MaryAnne:
(..) Die Hoffnung endlich jemanden gefunden zu haben, der so vollständig zu passen scheint, (...)

Es geht nicht um ein vollständiges Passen. Wie schon oben beschrieben. Selbst wenn du ein Mensch bist, der vollständig bei sich angekommen ist und mit sich und dem Universum total im Reinen ist - schon seit Jahren. Gibt es Verbindungen die deine wahrgenomme Existenz nochmal auf ein anderes Level pushen.

Zitat von MaryAnne:
(..) lässt uns deshalb oft die Realität ausblenden.

Es gibt nicht "die Realität", aber das ist ein anderes Thema.

Zitat von MaryAnne:
Wenn sie trinkt (nebenbei: leichte Alk. gibt es nicht) hat das einen Grund?

Natürlich Mary, wenn Menschen Dro. konsumieren hat das immer einen Grund. Genau genommen hat alles was wir machen einen Grund. Ich hau jetzt mal einen raus: Alles was du denkst, glaubst zu sein, wurde dir beigebracht - durch Kondition. All deine Erfahrungen, von der Sekunde 1 deines Lebens, bilden dein Denken und dein Wesen (vieleicht zu 95 %). Addiere noch ein bisschen Genetik (vielleicht 5 %) und du hast eine Persönlichkeit - mit all ihren Facetten. Kurz zum Thema Denken: Wie Krishnamurti schon sagte: "Denken ist ein trennender analytischer Vorgang und stellt niemals die Wirklichkeit dar. Vielmehr ist es eine Reflexion unserer eigenen persönlichen Sicht der Dinge." Und selbst die Reflexion ist ja auch nur wieder ankonditioniert - soll heißen von Erfahrungen geprägt, in welcher Form auch immer. Aber um die Frage kurz zu beantworten: Ich denke (da geht´s schon wieder los) in erster Linie um ihre Depressionen erträglicher zu machen. Das hat sie zumindest immer gesagt. Ich denke, vielen Menschen ist es bewusst, dass es nur ein kurzfristiges "auf Pause drücken" ist. Ich bewerte das jetzt mal nicht weiter.

Zitat von Emma75:
Lieber @soulmigrant, erst mal tut es mir sehr leid, wie es Dir gerade geht. Ihr beide wart eine explosive Mischung! Sie mit ihrem deutlichen Alk. und Depressionen, Du mit Deinem wirklich problematischen Konfliktverhalten. Ich glaube, dass gerade durch diese Dramatik die Liebe besonders intensiv gefühlt wurde, weil man sich ja sehr miteinander beschäftigen muss in so einer schwierigen Situation. Du solltest wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, denn eine Frau so in die Enge zu treiben, dass sie sich nicht anders zu helfen weiß, als sich im Bad einzusperren ist nicht in Ordnung (ich weiß, dass Du sie nicht bedroht hast, aber eben nicht in Ruhe gelassen).

Danke liebe Emma - du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Das mit der explosiven Mischung stimmt wohl, obgleich ich das Gefühl hatte sehr viel abzufangen und es mit einem anderen Mann (Männern), der (die) vielleicht nicht so emphatisch ist (sind) und egoistischer/etc. viel schneller und öfter Probleme gegeben hätte. Manchmal war ich halt einfach nicht in der Lage den Konflikt anständig zu lösen. Das war mein Fehler. Wenn das der Fall war, waren meist die Umstände entsprechend mies, jedoch gibt es da kein Vertuen. Das war mein Fehler und schlussendlich ist jeder Mensch für sein Handeln verantwortlich. Erst recht wenn man bestimmte Sachen durch Reflektionen bereits erkannt hat. Manchmal habe ich auch gar nichts gemacht und sie hat sich einfach hinter die Badtür gesetzt und geschmollt. So oder so hätte ich sie ab diesem Zeitpunkt in Ruhe lassen sollen - da stimme ich dir zu 100 % zu. Ich Blödmann habe durch mein Verhalten sehr viel kaputt gemacht und sehr alte Ängste getriggert.

Und es ist so dumm, so etwas wertvolles, sehr sehr seltenes durch eine blöde Verhaltensweise zu gefährden. Ich weiß ja - man soll sich keine Vorwürfe machen. Aber ich war echt dumm! Gut so ist das. Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern - die Zukunft schon! Also halte ich es wie Albert Einstein.

Alles in allem danke ich euch für eure Antworten. Besonders für das knuddeln und das Mitgefühl. Es ist halt wie gesagt schwierig, mit ein paar geschriebenen Zeilen irgendeine Realität darzustellen. Jeder interpretiert mit seinem Denken das geschriebene dann mit seinem individuellen Gehirn. Manche nehmen sich nur einzelne Aussagen heraus - klar das der Alk triggert. Emma hat für mein Empfinden meine erlebte Realität der letzten 6 Jahre am Besten wieder gegeben.

Aber nochmal zu den eigentlichen Ausgangsfragen, oder zumindest einer davon: Warum bewerten viele Menschen die Wichtigkeit einer Beziehung nach der Intensität der Liebe, die sie für diese Person empfinden? Klar drückt die Intensität ein Alleinstellungsmerkmal aus, was wiederum Wichtigkeit bedeutet, da es äußerst selten vorkommt. Warum bewerten wir (meistens) die Beziehung nicht nach anderen Kritierien, welche auch die betreffenden Menschen selbst in der Hand haben?

Das impliziert auch das wir Gefühle dem rationalen Denken unterordnen. Sie also für unsere Lebensglück eine höhere Bedeutung haben. Oder wie schon Antoine de Saint-Exupéry schrieb :" Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!"


Gehabt euch wohl da draußen und lasst es euch gut gehen..

12.04.2020 15:17 • #5


baba

baba


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Bist Du dir bewusst, dass Du immer die Nr. 2 nach Alk. warst? Ein Partner zu haben der Alkohlabhängig und Depressiv ist, ist Horror. Die Beziehung ist nicht leicht, das Loslassen dannach umso schwerer! Das braucht seine Zeit. Man bewegt sich auch in Co Abhängigkeit und Co Depression drinnen.
Ich bewerte die Bezihung nicht nach der Intensität der Liebe. Meinen Partner mag ich sehr gut, aber Gefühlsmässig wird eh nie die super grosse Liebe sein. Aber wir passen gut zusammen und haben es gut. Darum kann ich mir eine Zukunft an seiner Seite vorstellen. Wobei ich halt einfach nicht zu den Menschen gehöre, die an die super grosse Liebe glaubt. Ein tollen Partner zu haben, mit dem lachen kann und gute Gespräche führen kann ist auch toll.

12.04.2020 15:49 • x 5 #6


CaveCanem

CaveCanem


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Zitat von soulmigrant:
Das kombiniert mit meiner mangelnden Fähigkeit in Konflikten nicht loslassen zu können



Du schaust verkehrt.

In Konflikten festzuhalten und zu versuchen zu klären ist eine Fähigkeit.

Eine sehr große und sehr wichtige sogar in dieser Zewawischundweggesellschaft.

Und dann: wo ist sie hin? Sie kann doch nicht sieben Tage im Nirvana verschwinden?

Menschen mit gemischten Nationalitäten sind oft in der Seele tief zerrissen. Sind weder das Eine noch das Andere ganz. Das tut was mit den Menschen und erklärt vielleicht den Hang zum Alk.

12.04.2020 16:27 • #7


Emma75

Emma75


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Lieber @soulmigrant, leider muss ich Dir jetzt ein wenig Kritik mit auf den Weg geben. Ich glaube aber, dass Dich diese Kritik in Deinem Prozess der Selbstreflexion weiter bringen kann. Abgesehen davon, dass ich eine ausgeprägte Saint-Exupéry-Allergie habe (wie Du vielleicht schon festgestellt hast, bin ich eher bei der indirekten, etwas anarchischen Philosophie von Carroll), lässt mich die Art Deiner Antwort auf die hier gegebenen Ratschläge etwas aufhorchen. Es wirkt als seien wir Deine Schüler und Du bewertest, welcher von uns Deine Gefühlslage am Besten trifft. Da ich hier offensichtlich der Primus geworden bin, nehme ich mir heraus, Dir mit auf den Weg zu geben, dass Du Dich offenbar stark bemühst als überaus gebildeter reflektierter Schöngeist wahrgenommen zu werden. Für mich wirkt es als wolltest Du der Welt etwas beweisen, was für ein sehr geringes Selbstwertgefühl spricht. Ich bin fest davon überzeugt, dass Du ein netter, warmherziger Mensch bist - diese Aufplusterei hast Du nicht nötig, ja sie kann Dein Gegenüber sogar verstören. Bevor Du jetzt mit weiteren klugen Zitaten versuchst, meine Theorie zu wiederlegen: Geh erst mal tief in Dich und überlege, ob da nicht doch was Wahres dran ist.

12.04.2020 16:28 • x 8 #8


MaryAnne


Du scheinst im Bereich Analyse sehr gut aufgestellt zu sein. Darf ich fragen was genau dein Ziel ist, das du mit deiner Themeneröffnung hier verfolgst? Das meine ich ganz neutral, denn es kann durchaus sein, dass man in einer emotionalen Situation eher auf Hoffnung setzt, denn auf Ratschläge. - Finde ich auch okay.

Bisher hast du alles was dir hier geschrieben wurde mehr oder weniger zerpflückt und verworfen. Der Ton schwenkte schnell von "ich weiß nicht genau was mir passiert ist" zu "ich weiß genau was in meinem Leben auch auf der Metaebene passiert". Schwenkst du in normalen Unterhaltungen auch so schnell um? Du schriebst, dass Monologisieren ein Punkt in Streitsituationen wäre. Ich sehe hier ähnliche Tendenzen. Deshalb meine Frage: Wenn du schon so sicher weißt was die einzelnen Punkte in den Ratschlägen für dich bedeuten, wie genau können Foris dich unterstützen?

13.04.2020 13:11 • x 1 #9


SweetCookie

SweetCookie


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Hier ein Mitmensch, der offenbar deiner Gande zuteil wurde, diesen Text lesen zu dürfen. Sowas einmaliges, sowas tolles, sowas irrsinnig schönes...puh, ja...so viel...Liebe(sphantasien und Projektionen). Das ist doch wirklich Wahnsinn.

Zitat von soulmigrant:
So, und jetzt steh ich nun hier - vor dem Scherbenhaufen meines Lebens.

Wieso? Habt ihr eure Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf Glas gebaut? Das ist tatsächlich schlechtes Baumaterial, reicht aber für Theatralik in einem Forum.
Zitat von soulmigrant:
Was bleibt sind die Fakten, in fast 44 Jahren habe ich noch nie einen Menschen kennengelernt, den ich so sehr geliebt habe. Die Liebe wurde von Jahr zu Jahr immer mehr. Ich hatte vorher schon mehrere Beziehungen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich nochmal so einen Menschen kennenlerne.


Ok, also du hast mal gar keinen Hang, dich selbst immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen und alles, aber auch wirklich alles zu dramatisieren. Drama scheint eh dein zweiter Vorname...egal. Gut, du rechnest also mal von deiner Geburt bis jetzt...ist schonmal Drama...ab 16 geht es frühestens los mit dicken Gefühlen, gerade bei Jungs. Also komm mal wieder runter und die übrigen 28 Jahre sind dann ja ein Klacks gegen die noch mindestens 40, die du vor dir hast. Also alles easy...aber wie gesagt, zum Drama machen ist es gut...für Leute, die auf sowas anspringen...also biggest love ever und dann die Frage: krieg ich das nochmal? Ja, denn so wunderbar wie du in eine andere Person deine Anteile hineinprojizierst, klappt das auch nochmal. So dolle kann das also nicht gewesen sein, wenn du gleich nach der nächsten Euphoriekurve schreist. Wichtig für dich: sie muss so anders sein, so knuddelig süß, so putzig...den Rest machst du dann schon. Sie darf aber nicht zu sehr eigen sein, sie muss so sein...wie...du?! Ja, so eine famose Liebe.
Nee, ich komme mal zum Punkt. Symbiotische Beziehungen - und das ist das, was du hier hattest - haben ja was total einmaliges. Sowas ist ja nicht normal usw. usf. und das ist sogar richtig, denn Sie basieren auf Glaubenssätzen, die miteinander Klick machen. Da hält man es dann für Schicksal, Magie, Seelenzeugs, wenn man weiß, was der andere angeblich denkt. Das ist natürlich nicht so. Kein Mensch kann hellsehen, man tickt nur total gleich. Ein Puzzle passt zum anderen und man denkt: hey, genial, ich habe meinen Seelenparter gefunden. Bei den meisten, wie in deinem Fall, wie ich finde - ist es eher der leichte Umweg in die Selbstverliebtheit. Wow, gleicher Musikgeschmack, man wow, alles so...gleich. huh, da krieg ich kurz Gänsehaut, aber zum Glück es ist es schön warm bei mir. Nee, das ist natürlich ganz erschreckend, wenn man die eigenen Anteile auf den anderen projiziert und dann ganz tiefe Gefühle hat. Damit füllt man unglaublich viel aus, was eigentlich der Wahrnehmung des anderen dienen sollte, denn Sie ist nicht wie du, ihr seid auch nicht seelenverwandt - ihr habt eine symbiotische, kranke Beziehung geführt. Punkt. Da ist alles voller Verblendung und keine Bodenhaftung da. (Man überlege sich mal so ein Datespruch: wow, du bist wie ich...ich glaub, ich liebe dich (also mich).
Zitat von soulmigrant:
Und der Klassiker: Glaubt ihr sie kommt noch einmal auf mich zu?

Nee, wenn Sie halbwegs Respekt vor sich hat, kommt Sie nicht wieder.
Zitat von soulmigrant:
Sollte ich mich mit dem Gedanken verabschieden, eine Familie mit einer Frau zu haben, die ich über alles liebe? (ich möchte nochmal Kinder haben und eine ganz normale Familie, bevor ich sterbe - das ist mein größter Wunsch).

Oh Gott, ja bitte...bitte überhaupt keine weiteren Kinder. Danke!.
Zitat von soulmigrant:
Ich werde so oder so eine Therapie machen und meine Probleme angehen. Eigentlich hätten wir beide eine Therapie machen müssen. Leider haben wir das versäumt.


Jupp und Amen.

Und bevor du jetzt deine Papaleier loslässt, von wegen: Boah, du hast gaaaaaar keine Ahnung....mehr bleibt einem ja auch nicht, wenn man sich mit den Tatsachen nicht auseinandersetzen mag: meine Antwort: Doch, habe ich. Ich weiß ganz genau wovon du schreibst. Aber es ist ja schon deutlich geworden, dass wir das hier alles nicht so richtig verstehen können...überhaupt fehlt und die Transzendenz und das Universumszeugs und alles und so...

13.04.2020 17:01 • x 2 #10


MaryAnne


Vielleicht hat aber auch ganz einfach ihre Familie mit ihr gesprochen als ihr gemeinsam in Brasilien wart? Vielleicht ist den Eltern oder den Geschwistern der Alk. aufgefallen oder sie hat sich ihnen anvertraut? Wer weiß das schon. Allerdings scheinen alle Beiträge hier darauf hinzuweisen, dass es hier eher um ein Bild geht und nicht so sehr um die tatsächlichen Menschen.

Ein liebender Partner würde auf die Gründe einer Depression vielleicht nicht sofort eingehen, aber ihm würde die Gesundheit des Partners am Herzen liegen. Wenn sie Alk. braucht, um sich aus dem Stimmungstief zu holen, dann ist das bedenklich. Genauso bedenklich wie ein Partner, der das zulässt. Hier würde ich ansetzen.

Warum hat sie nicht in all ihren Facetten gereicht? Warum waren Momente offenbar nur schön, wenn alles dem Idealbild entsprach? Manchmal denken wir doch auch in Wärme an Momente zurück, in denen alles im Chaos versank,

Ein Mann, der mir nach einem Streit durch die ganze Stadt folgt, bei dem hätte ich schon länger das Schloss an meiner Wohnungstür gewechselt. Aber das ist nur mein Empfinden.

13.04.2020 17:19 • x 2 #11


Bumich

Bumich


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>>Das verrückte sind die unterschiedlichen Ebenen zwischen Kopf und Herz.<<
Wenn du das pendeln zwischen Kopf und Herz erkannt hast, dann achte auf das pendeln. Wenn du zwischen Kopf und Herz pendeln kannst, kannst du weder Kopf noch Herz sein. Dann musst du etwas drittes sein. Weder Kopf noch Herz. Achte auf den Zwischenzustand. Jetzt kannst du etwas wichtiges über dich lernen. Genau da, zwischen diesen beiden ist deine Wirklichkeit.

>>Sie hat mich so glücklich gemacht wie sonst Nichts auf der Welt! Wenn ich bei ihr war und wir uns nicht gestritten haben, war ich das glücklichste Lebewesen im Universum.<<
Bist du dir da sicher? Bist du dir da ganz sicher? Schau mal genau hin. Oder ist es nicht viel mehr so, dass sie nur die Leinwand für deine Projektionen war? Du magst deine Gefühle auf sie projeziert haben. Aber es waren deine eigenen Gefühle. Du hast sie aus dir hervor geholt und auf sie projeziert. Aber sie gehören nur dir. Nur dir allein. Niemand kann dich liebend und glücklich machen. Nur du selbst. Das ist eine wichtige Erkenntnis um heil und ganz zu werden.

>>Ich habe eine Frage an euch: Warum bewerten Menschen die Wichtigkeit einer Beziehung nach der Intensität der Liebe, die sie für diese Person empfinden? Klar drückt die Intensität ein Alleinstellungsmerkmal aus, was wiederum Wichtigkeit bedeutet, da es äußerst selten vorkommt. Warum bewerten wir die Beziehung (meist) nicht nach anderen Kritierien, welche auch die betreffenden Menschen selbst in der Hand haben?<<

Weil die wenigsten Menschen jemals das Wesen der Liebe kennen gelernt haben. Die meisten tun nur so als ob. Beziehung und Liebe haben nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Beziehungen werden nach der Bedürfnisbefriedigung bewertet. je mehr meiner Bedürfnisse der ander mir erfüllen kann, je besser die Beziehung. Das hat nicht, aber auch überhaupt nichts mit Liebe zutun.
Das ist Ausbeutung und Ausnutzen im Namen der Liebe. Liebe wird als Rechtfertigung für diesen narzistischen Egowahn missbraucht. Aber das Wesen der Liebe ist ein vollkommen anderes. Und wegen diesem Missverständnis leiden die Menschen. Sie leiden nicht wegen der Liebe. Noch nie hat ein Mensch wegen der Liebe gelitten. Das ist unmöglich. Sie leiden, weil sie das Wesen der Liebe nicht kennen. Nur dadurch entsteht das Leid.
Hadere nicht mit deinen vergangenen Taten und deinen unstimmigen Geisteszuständen. Erbarme dich deiner selbst. Erbarme dich aller Wesen der zyklischen Existenz. Dann wird Heilung auf allen Ebenen geschehen. Erst dann wird Liebe aus deiner selbst aufblühen. Aus deinem tiefsten inneren. Und diese Liebe wird authentisch, grenzenlos und immerwährend sein.

Viel Glück auf deinem Weg.

14.04.2020 23:11 • x 3 #12


Unterwegs

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Zitat von CaveCanem:
Menschen mit gemischten Nationalitäten sind oft in der Seele tief zerrissen. Sind weder das Eine noch das Andere ganz. Das tut was mit den Menschen und erklärt vielleicht den Hang zum Alk.


Quelle?

Also abgesehen davon, dass ich genügend Menschen kenne, die sich freuen, dass ihre Vorfahren verschiedene Nationalitäten haben (oder gemischt sind), finde ich es unglaublich von dir das direkt mit der Alk. in Verbindung zu bringen.

Der TE hat doch sogar geschrieben, dass sie sich mit ihrer Familie gut versteht und dass ihr Vater + Großvater gestorben sind. Vielleicht ist sie deswegen depressiv?

Tut mir leid, aber so wie du das geschrieben hast Seele tief zerrissen ist das doch kompletter *beep*.
Ganz zu schweigen davon, dass die meisten Menschen so oder so verschiedenstammige Vorfahren haben (Ich sag nur Gentest).

Schau dir doch mal die Statistik über Depressionsgründe an. Da stehen alle Formen von Missbrauch etc ganz weit vorne. Schon mal darüber nachgedacht?

Damit will ich nicht sagen, dass es keine Menschen gibt, die so fühlen, aber so wie du es geschrieben hast, klang das ja schon so wie ein muss. Und das ist einfach nicht der Fall.

15.04.2020 06:11 • #13


SweetCookie

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@unterwegs: das sind doch hier nur Sichtweisen und das jeder seine Sichtweise für sich für die richtige hält, ist doch auch normal. Dein Beitrag ist im übrigen, mit Verlaub, wirr...Depression hier, Vorfahren da...du pickst dir einen Satz eines Users raus und dann gehts los...zielführend? Und was hat der TE jetzt von deinem Beitrag?

15.04.2020 06:27 • #14


MaryAnne


Der TE ist doch schon lange hier raus....

15.04.2020 06:42 • x 1 #15



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