Zitat von Fenjal: Das ist völlig ok, moderat und qualitativ hochwertig zu essen, ist entscheidend.
Ich achte eher darauf, wie das Tier vorher gelebt hat und wie und warum es sein Leben lassen musste.
Eine Kuh, die extra für mich gezüchtet wird, ein erbärmliches kurzes und unnatürliches Leben führen musste und dann auch noch grausam geschlachtet wird (die Tiere haben richtig Angst) nachdem sie in einen LKW gepfercht wurde, schmeckt mir auch nicht besser, nur weil sie Bio oder aus der Region ist.
Das hat sich aber wie gesagt nach und nach erst ergeben, da ich die Bilder nicht mehr verdrängen konnte aus meinem Kopf.
Dagegen wurde das Reh in seinem natürlichen Lebensraum geschossen, weil es entweder krank war oder geschossen werden musste. Ich würde es auch essen, wenn es tot am Straßenrand lag, sozusagen
😁Auch das ist zwar nicht ethisch einwandfrei, aber ich gebe mein Bestes.
Zitat von Fenjal: Allerdings sehe ich Tiere nicht auf gleicher Höhe wie Menschen.
Ich weiß nicht, für mich reicht es schon anzuerkennen, dass Tiere fühlende Wesen sind, die den Planeten nicht zerstören, keine Kriege führen und andere nicht ghosten
😄 Also, das ist aber eben auch eine Frage, wie man selbst aufgestellt ist moralisch und wie weit man da gehen mag. Perfekt bin ich in vielerlei Hinsicht auch nicht, aber ich finde man kann im Sinne von Tierwohl deutlich mehr machen.
Zitat von Fenjal: Das ist erwas völlig anderes als einen Menschen zu töten, ich weiss überhaupt nicht wie man auf derartigeVergleiche kommt?
Das ist ein Gedankenexperiment. Gut, wenn man Tiere als minderwertig betrachtet oder eben als Ware/ Nutztier, dann wird man eher nicht Veganer. Wenn man da aber nicht all zu große Unterschiede macht, dann kann man diesen Gedanken durchaus mal zu Ende denken.
Zitat von Fenjal: Bienen sind Insekten, Kerbtiere, die den Fortbestand vieler Pflanzenarten sichern, das ist völlig richtig und wenn der Stock von Milben, Bakterien,... befallen ist, Bienen herumliegen ist das ein echter Schaden.
Würden die Bienen denn auch gehalten werden, wenn man ihren Honig nicht nehmen würde?
Du, wie gesagt, ich lebe nicht vegan, aber aus Sicht von Jemanden, der Tiere respektiert, ist dieser Gedanke eine logische Schlussfolgerung.
Zitat von Fenjal: Dennoch sind es Tiere, ihr Vetlust hat auch finanzielle Konsequenzen, aber, wenn der Rehbock mit dem Nadelholz im Äser im Farn liegt, ist das nicht zu vergleichen mit dem Tod eines Menschen, der durch einen Mord hervorgerufen wurde.
Ich finde irgendwo schon. Das Tier will genauso leben, hat genauso Angst, wenn es angegriffen wird und ist evtl ebenfalls ein Verlust für seine Rehgemeinde
Ich weiß aber, dass solche Diskussionen nur dann Sinn machen, wenn eine Person grundsätzlich offen dafür ist und einen bestimmten Bezug zu Tieren hat. Mit einem Bauern brauche ich in der Regel nicht über Veganismus zu sprechen,da Er ganz anders aufgewachsen ist und einen anderen Bezug zu Tieren hat. Ich als verwöhnter Stadtmensch bin da schon offener für.
