Zitat von NurBen: Ich denke, diese Privilegien wurden als viel zu selbstverständlich wahrgenommen.
Ich könnte jetzt aufzählen, was Frauen so alles leisten und geleistet haben. Aber ich lass es, denn die Liste würde einfach viel zu lang werden.
Und ich glaube, das wurde erst recht in den letzten Jahrhunderten als viel zu selbstverständlich wahrgenommen. Und war vor allem meist mit Rechtlosigkeit und wirtschaftlicher Abhängigkeit verbunden.
Zur Erinnerung: Männer kommen meistens sehr viel schlechter allein zurecht als Frauen, leben als Single nachweislich kürzer und unzufriedener und verwahrlosen oft ohne Frau.
Letzteres ist meine eigene Beobachtung und geht nicht auf Studien zurück.
Ach ja, noch zur Ergänzung: Große Teile des sogenannten Gentlemanverhaltens hören oft schlagartig dann auf, wenn die Frau sicher ist, also den Heiratsvertrag unterschrieben hat. Es kommt eher in der Werbungsphase zur Geltung.
Dass in der traditionellen Konstellation Einladungen in Restaurants vom Mann bezahlt werden, ist eine zwangsläufige Folge, wenn sie kein eigenes Einkommen hat, was ja meistens so war und in nicht wenigen Kulturen immer noch so ist.
Diese "großzügige" Geste muss von der Frau dann allerdings damit bezahlt werden, dass er allein entscheidet, wann, wo und wie oft sie zum Essen irgendwohin eingeladen wird.
Im Alltag ist sie dann fürs Kochen, Abwaschen und den Einkauf verantwortlich.