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Die Geschichte des Herzens von Ulrike Baumann

Leuchtfeuer

Leuchtfeuer

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Hallo ihr Lieben.
Ich habe eine Geschichte gefunden, die ich berührend fand.

Die Geschichte des Herzens
-das über Nacht Flügel bekam und auf die Reise ging, das Glück zu finden.
Von Ulrike Baumann

Es war einmal ein kleines Herz, das eingebettet zwischen Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten sein Dasein fristete, ständig auf der Suche nach dem Glück.

Eines schönen Sommermorgens stellte das kleine Herz zu seinem Erstaunen fest, dass ihm Flügel, kleine durchsichtige Flügel, gewachsen waren. Es flatterte zuerst zaghaft, dann schneller und schneller. Schließlich erhob es sich lautlos empor und flog davon, um das Glück zu suchen. Die Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste nahm es auf diese Reise mit. Daran hatte das kleine Herz ganz schön schwer zu tragen.

Zuerst bemühte es sich, die Ängste loszuwerden. Wie ein Fesselballon der Ballast abwirft, stieg es danach höher und höher gegen die Sonne zu. Diese war auf einmal zum Greifen nahe. Das kleine Herz suchte sich eine zarte kuschelige Wolke aus, um ein wenig auszuruhen. Es merkte, dass es an den mitgenommenen Dingen recht schwer zu tragen hatte.

"Ob ich wohl die Hoffnungen hier lasse", dachte das kleine Herz, "oder vielleicht die Träume?" Es entschied sich aber dann, die Sehnsüchte auf der Wolke stehen zu lassen. Um einiges erleichtert, setzte es seine Reise fort. Hoffnungsvoll dachte es an das Glück, jenes zu suchen, das Ziel seiner Reise war. Lautlos glitten Sonne, Mond, Wolken und Sterne vorbei. Das kleine Herz begegnete auch einigen anderen Herzen, beladen mit "Ballast", die nicht gerade glücklich dreinschauten, sondern irgendwie ratlos umherflogen.

"Ach was", dachte es, "was gehen mich fremde Herzen an." Als es bei der Milchstraße vorbeikam, entschloss sich das kleine Herz ein wenig zu rasten, denn die noch vorhandenen Hoffnungen und Träume waren nicht gerade leicht zu tragen. Als es sich etwas erholt hatte, beschloss es die Hoffnungen hier zu lassen und nur noch die Träume mitzunehmen. Erleichtert machte sich das kleine Herz weiter auf seinen Weg.

Unterwegs wurde es jedoch immer trauriger. Es hatte nur mehr Träume, Träume ohne Hoffnungen, Träume ohne Sehnsüchte. Das kleine Herz flog weiter, ziellos und unglücklich und beschloss nach einiger Zeit wieder umzukehren. Auf dem Rückweg sammelte es die Hoffnungen, die Sehnsüchte und auch die Ängste wieder ein und machte sich schwer beladen auf den Heimweg.

Trotz dem das kleine Herz schwer zu tragen hatte, flog es ganz leicht dahin und auf einmal erkannte es, dass es das Glück eigentlich ganz nahe bei sich hatte und dass Glück nur bestehen kann, wenn es dazu auch Hoffnungen, Sehnsüchte, Träume und Ängste gibt.

Ganz still faltete das kleine Herz seine Flügel zusammen und dachte: "Vielleicht werde ich sie irgendwann einmal brauchen, um dem Unglück davonzufliegen."
Ende.

Ich hoffe, dass wir alle Flügel haben, um immer unserem Unglück davon fliegen zu können. Dass unsere Herzen immer alle Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen behalten. Auch unsere Ängste die uns versuchen zu schützen. Ich wünsche euch eine gute Woche. Hab auf euch acht. Liebe Grüße von Leuchtfeuer

13.09.2015 17:59 • x 7 #1


jaistso


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wirklich sehr schön

13.09.2015 20:31 • #2


Isadora


Ja finde ich auch

13.09.2015 20:33 • #3


enu

enu


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Was für eine schöne Geschichte, danke dafür

13.09.2015 21:03 • x 1 #4


pearl-w

pearl-w


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danke dir

13.09.2015 21:31 • #5




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