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Disneyfizierung der Liebe

Wasabix

Wasabix

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Liebe Foris,

nachfolgend stelle ich euch gleich ein Video ein, dass ich auf YT gefunden habe.

Der Begriff " Disneyfizierung" ist mir völlig neu. Hat ihn jemand schon mal gehört/ gelesen?

Das Video von Eric Hegmann, der diesen Begriff wohl geprägt hat, ist sehr erhellend.
Schaut es euch an, ich finde, es erklärt manches zum Thema Liebe, Beziehung etc., das zunehmend im Wirrwarr der Neurungen und Zeiten weder zu verstehen noch zu ordnen ist. Und viel Unsicherheit stiftet.
So empfinde ich das zumindest.
Er bringt es auf den Punkt, warum vieles in der Liebe heute anders läuft, und warum zb Beziehungsängste zunehmen.
Sehr sehenswert!
Natürlich freue ich mich über regen Austausch.
Lg Wasi


10.02.2021 12:01 • x 3 #1


Roselin95


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Ein schönes Video...ich erkenn mich in vielem wieder muss ich sagen

10.02.2021 12:50 • x 1 #2



Disneyfizierung der Liebe

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Landlady_bb

Landlady_bb


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Zitat von Wasabix:
Der Begriff " Disneyfizierung" ist mir völlig neu. Hat ihn jemand schon mal gehört/ gelesen?

Ja, ich, und zwar genau in diesem Zusammenhang. Ohne das Video gesehen zu haben, habe ich mir zusammengedeutet, dass "Disneyfizierung" in etwa "überzogene Romantisierung" bedeutet - oder, für die Bösen unter uns: "Verkitschung".
Wie in deutschen Schlagern der 70er Jahre: "Tralala, als ich dich sah, war die große Liebe da" plus Grimms Märchen mit großem Happyend bereits nach fünf Seiten, "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute."
Das war jetzt meine ganz freie schnelle Interpretation des Begriffs "Disneyfizierung". Das Video gucke ich mir aber bestimmt auch noch an.

10.02.2021 12:53 • x 2 #3


Isely

Isely


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Solche romantischen Anwandlungen hat wohl jeder schon mal gehabt, Frauen vermutlich viel mehr als Männer.
So lange man nicht jede Beziehungsanbahnung so glorifiziert, denn dann sehe ich darin eher ein abtauchen in eine unrealistische Welt.
Enttäuschungen sind da vorprogrammiert.

10.02.2021 12:58 • x 2 #4


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Die gibt es auch in jeder Epoche, mit anderem Namen halt. Manchmal war es ein Buch oder Schriften, das eine solche Bewegung auslöste, manchmal die Musik.

Was das Ganze halt noch fördert im Gegensatz zu früher, ist die suggerierte Verfügbarkeit durch den ganzen Social Media Mist.

10.02.2021 13:03 • x 3 #5


Sohnemann

Sohnemann


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Es gibt also die Verlustängstlichen und die Bindungsängstlichen.

Und ich gehöre der dritten Kategorie an.

Die Geldverlustängstlichen

Übrigens hat der Autor den Begriff von @Urmel_ und mir

10.02.2021 13:06 • x 3 #6


Offspring78


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Nun, Disneyfilme sind ja Märchen für Kinder. Ich glaube also, dass Leute, die die Liebe "Disneyfizieren", sehr junge Leute bzw unerfahrene, naive, kindlich gebliebene Leute sind.

Märchen sind im Übrigen oft sehr grausam und enden nicht selten tragisch. Mit getöteten Kindern oder Königinnen, die so lange in glühenden Schuhen tanzen müssen, bis sie tot umfallen. Leider lässt Disney das meist weg;-)

10.02.2021 13:29 • x 6 #7


Goldy

Goldy


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Zitat von Kummerkasten007:
Die gibt es auch in jeder Epoche, mit anderem Namen halt. Manchmal war es ein Buch oder Schriften, das eine solche Bewegung auslöste, manchmal die Musik. Was das Ganze halt noch fördert im Gegensatz zu früher, ist die suggerierte Verfügbarkeit durch den ganzen Social Media Mist.



Im Mittelalter war es der "Minne(ge)sang".

10.02.2021 13:29 • x 1 #8


ThePort

ThePort


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Zitat von Kummerkasten007:
Die gibt es auch in jeder Epoche, mit anderem Namen halt. Manchmal war es ein Buch oder Schriften, das eine solche Bewegung auslöste, manchmal die Musik.

Was das Ganze halt noch fördert im Gegensatz zu früher, ist die suggerierte Verfügbarkeit durch den ganzen Social Media Mist.

Schließe mich dem an. Klar, früher gab es das auch! Doch, früher hat man auch verstanden, dass es eben nicht so ist - heute versteht man das vielleicht erst viel später, wenn nicht sogar nie.

10.02.2021 13:30 • x 1 #9


Goldy

Goldy


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Zitat von Landlady_bb:
plus Grimms Märchen



Das ist, meiner Ansicht nach, falsch.

Disney hat aus Grimms Märchen Kitsch gemacht. Grimms Märchen sind brutal, dunkel, mysteriös.

10.02.2021 13:31 • x 7 #10


Kummerkasten007

Kummerkasten007


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Ich hab früher Disney gerne geguckt, aber auch Tom und Jerry.

Vermutlich war das ausgewogen genug fürs Leben

10.02.2021 13:46 • x 2 #11


Landlady_bb

Landlady_bb


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Zitat von Isely:
Solche romantischen Anwandlungen hat wohl jeder schon mal gehabt, Frauen vermutlich viel mehr als Männer.

Genau. Und ob etwas "romantisch" oder "kitschig" ist, liegt sowieso zum größten Teil an der Tagesform der Augen des Betrachters.

10.02.2021 13:57 • x 1 #12


Groq

Groq


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Zitat von Wasabix:
... im Wirrwarr der Neurungen und Zeiten weder zu verstehen noch zu ordnen ist.


Auch ganz ohne diesen Begriff zu kennen schimpfen die Leute doch schon seit immer auf Hollywood. Ein Film ist aber nur Fiktion, wer sich daraus Erwartungen bastelt ist dann halt selbst an den vorprogrammierten Enttäuschungen schuld.
Was viel eher diskutiert werden sollte ist der Umgang und Konsum von und mit Medien die uns Realitäten vermitteln.

Da kann man wunderbar zu #fakenews sehen um die Auswirkungen zu beobachten, Leute glauben einfach jeden Müll, ungeprüft, ohne Quellen zu checken.
Das Phänomen wurde bereits politisch ausgenutzt, man postet ein manipuliertes Bild um jemanden oder etwas zu diffamieren - viele Leute halten es sofort für echt ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden ob es bearbeitet sein könnte. Google Bildersuche, was ist das?
Mittlerweile kann man ganze Videosequenzen fälschen und ausreichend Leute halten nach wie vor jedes Bild für einen unerschütterlichen Beweis. Populisten lieben diese Naivität im Umgang mit Medien, Bild und Videomaterial.

Wer sich so einfach täuschen lässt der wird auch die Suggestionen aus Hollywood und Co nicht aktiv hinterfragen. Das wird alles aufgenommen und bei ausreichendem Konsum dann Teil des eigenen Weltbilds und spätestens damit dann Teil der eigenen Anspruchshaltung. Werbung profitiert davon enorm. Im Grunde vermarkten sich beauty produkte doch auch nur so erfolgreich weil Frauen von 10 Jahren an gesagt bekommen dass sie fett, hässlich und einfach nicht gut genug sind. Und wenn solche Gedanken in einer Gesellschaft erstmal Fuß fassen neigen sie dazu reproduziert zu werden und damit trägt die Gesellschaft diese Ideen dann an Dich heran, auch wenn Du die Idee grundsätzlich erstmal ablehnst.
The circle of media.

"don't believe everything you read on the internet!" - Abraham Lincoln

10.02.2021 13:58 • x 5 #13


Sohnemann

Sohnemann


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In dem Zusammenhang auch ne interessante Ansicht

10.02.2021 14:00 • x 1 #14


Wasabix

Wasabix


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Zitat von Kummerkasten007:
Was das Ganze halt noch fördert im Gegensatz zu früher, ist die suggerierte Verfügbarkeit durch den ganzen Social Media Mist.


Ja, das unterschreibe ich absolut.

10.02.2021 14:02 • #15



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