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Durch Liebeskummer in die Essstörung?

micky-e

micky-e

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2 Monate nach der Trennung ist es wieder so schlimm wie am Anfang..

Ganz darüber hinweg war ich die ganze Zeit nicht.. aber gerade bin ich wieder absolut am Tiefpunkt angelangt.
Ich habe momentan wieder meine ganze Lebenslust verloren.. möchte den ganzen Tag nur noch im Bett verbringen.. bekomme keinen Bissen mehr runter. Ich habe versucht stark zu bleiben.. mich ganz auf mich und mein Wohlbefinden zu konzentrieren.. ich habe versucht mich durch Partys und Männergeschichten abzulenken.. aber helfen will nichts so wirklich. Der Gedanke diesen Menschen nie wieder an meiner Seite zu haben ist einfach unerträglich für mich. Gibt es hier Menschen denen eine Trennung so schlimm zugesetzt hat, dass sie dadurch in eine Essstörung oder Depression gerutscht sind? Ab wann geht das ganze über den "normalen" Liebeskummer? Mir wurde jetzt schon einige male von Verwandten und Bekannten gesagt ich solle doch langsam etwas auf mein Gewicht achten.. aber so dumm es klingt, ich habe das Gefühl das ist das einzige über das ich gerade noch die Kontrolle habe..

24.05.2016 23:37 • #1


Sangora1991

Sangora1991


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Ok also dein letzter Satz hat mich aufhorchen lassen. Geh unbedingt zum Arzt. Dieses "Kontrolle haben" ist nämlich ein Anzeichen von einer Essstörrung.
Geh mal zum Arzt und lass dich beraten und nehm vll einfach mal eine Stunde beim psychologen
Wenn man mal 2-3 Wochen nichts essen kann oder nur wenig, dann ok. Aber 2 Monate find ich zu arg. Vorallem wenn es der Umwelt bereits auffällt.

VIEl Glück.

24.05.2016 23:44 • #2



Durch Liebeskummer in die Essstörung?

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leonie85


Kommt darauf an wie viel zu abgenommen hast und wie viel du jetzt wiegst? Hatte das vor 6 Jahren mal von 51 aut 45, zog sich über 3 Monate...bei 169, nicht gerade von Vorteil, legte sich aber wiederl

24.05.2016 23:55 • #3


micky-e

micky-e


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@Sangora1991 Da hast du mich falsch verstanden.. das mit dem essen ist jetzt seit etwa 1 1/2 wochen.. habe davor auch nicht wahnsinnig viel gegessen, aber seitdem bekomm ich halt gar nichts mehr runter..

25.05.2016 00:00 • #4


Sangora1991

Sangora1991


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@micky-e ah ok verstehe. Hm... also ich hab auch 1 1/2 Wochen nichts gegessen bzw konnte nur dann essen, wenn ich gesellschaftlich abgelenkt war. Vielleicht hilft dir das auch? Oder WILLST du nicht essen?

25.05.2016 00:03 • #5


micky-e

micky-e


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@leonie85 Habe absolutes Normalgewicht. Wie kam es denn bei dir zu dem Gewichtsverlust? Bzw. wie hat es sich dann wieder gelegt?

25.05.2016 00:11 • #6


leonie85


Bin auch kein Essfall bei Liebeskummer (nehme auch noch sehr schnell ab), bekanntlich vergeht der aber wieder und dann kehrt wieder Normalität ein...ganz von selbst

25.05.2016 00:14 • #7


micky-e

micky-e


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@Sangora1991 Ich habe einfach absolut keinen Hunger/Appetit.. egal ob in Gesellschaft oder allein. Kam bei dir der Appetit dann mit der Zeit einfach wieder?

25.05.2016 00:20 • #8


Sangora1991

Sangora1991


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Zitat von micky-e:
@Sangora1991 Ich habe einfach absolut keinen Hunger/Appetit.. egal ob in Gesellschaft oder allein. Kam bei dir der Appetit dann mit der Zeit einfach wieder?


Mir ging es am 15.Mai so dermaßen schlecht, dass ich mir eine "Aus-Zeit" gegönnt habe. Ich hatte die Pfingstwoche eh Urlaub und bin dann zu meinen Eltern abgehaun. Und wie Mütter eben so sind... hat sie mich schnell wieder aufgepeppelt bekommen.
Sie hat mir zugehört, am Montag sind auch nocht Tränen geflossen aber dann ging es mir von Tag zu Tag deutlich besser. Wenn ich negative Gefühle bekam, hat mir meine Mum gleich wieder zugesprochen und mich aufgebaut. Am 20. hatte ich dann auch noch Geburtstag da war ich nochmal ziemlich down aber das hat sich dann auch gelegt.

Also wenn ich meine Mum nicht gehabt hätte und mir nicht einfach diese aus Zeit genommen hätte, dann wüsste ich nicht, ob ich schon "soweit" wäre.

25.05.2016 07:50 • #9


_Tara_

_Tara_


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Das Phänomen des Appetitmangels und das dadurch bedingte Abnehmen empfand ich (im Nachhinein) bisher immer als das einzig Positive an diesem schei** Liebeskummer!

Mach' Dir 'mal keine Sorgen, der Appetit kommt irgendwann von alleine zurück...

25.05.2016 07:55 • x 1 #10


Sway82

Sway82


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Ja, der Appetit kommt von alleine zurück. Aber, so ist es bei mir nun seit fast 4 Monaten, dass ich dennoch nicht zunehme. Ich habe durch die Trennung 7 kg abgenommen und ich war damals schon sehr schlank. Ich habe nach 3-4 Wochen nach der Trennung auch wieder normal essen können, aber ich merke, dass mein Körper immer noch in einer Ausnahmesituation ist, sich gestresst fühlt, was auch immer. Ich esse recht viel sogar im Moment und leider auch sehr ungesund...

Und wenn es bei dir mit depressiven Phasen einhergeht, wäre vielleicht ein erstes Gespräch beim Hausarzt und dann vielleicht professionelle Hilfe nicht verkehrt.

25.05.2016 09:02 • #11


Bobbys_Mummy


Mach dir keinen Kopf. Ich habe fast 20 Kilo in 3 Monaten durch die Trennung verloren. Hat mir zum Glück nicht wirklich geschadet, da ich mich während der Beziehung und nach der Schwangerschaft ordentlich hab gehen lassen. Ich esse auch noch nicht wieder 100%ig normal. Das kommt alles mit der Zeit.
Hatte auch mit meinem Hausarzt drüber gesprochen. Hätte ich nicht alleine die Kurve bekommen, dann hätte ich mir auch professionelle Hilfe suchen müssen.

25.05.2016 09:08 • #12


SilentOne78

SilentOne78


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Hallo mike-y,

bei mir schlagen Kummer, Stress und Sorgen leider auch schnell auf den Magen und den Appetit.

Ich hab "von Haus aus" eh schon leichtes Untergewicht und kann es mir nicht wirklich leisten, weiter abzunehmen. Hab da auch schon schlechte Erfahrung in einer beruflich sehr stressigen Phase gemacht, da bin ich einige Male einfach umgekippt. Blöde Sache, vor allem wenns bei der Arbeit vor den Kollegen passiert. Die haben mich gleich mal zum Werksarzt gebracht - peinlich peinlich.
Damals hab ich mich gründlich durchchecken lassen, unter anderem beim Kardiologen und Neurologen. Fazit war, es läge am niederen Blutdruck zusammen mit Stress und Untergewicht. Ich solle für Entspannung sorgen und zusehen, dass ich ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekomme, dann würde sich das schon wieder legen.
Glücklicherweise hat sich die Situation in der Firma bald darauf verbessert und ich mich auch wieder erholt

Als dann die Trennung von meinem Mann kam, ging es wieder in die gleiche Richtung, aber diesmal wollte ich gegensteuern bevor es noch mal so schlimm wird. Ich bin dann zu einer Therapeutin, die nach der Methode der "Energetisch vegetativen Stressregulation" (EVSR) arbeitet. Klingt etwas esoterisch (von wegen "Energiearbeit" und so), das hat mich zunächst abgeschreckt. Aber meine Therapeutin hat die eher "spirituell" gelagerten Facetten, die es bei dieser Methode schon auch gibt, weitgehend aussen vor gelassen.

EVSR setzt am Körper an... ist vereinfacht gesagt so eine Mischung aus Atemübungen, Massa. und Akupressur, die das vegetative Nervensystem (das ja auch Anspannung und Entspannung, Schlaf, Magen-Darm-Tätigkeit etc. reguliert) wieder ins Gleichgewicht bringt. Details dazu hier: http://www.stress-und-burnout-ambulanz.de/

Ein bisschen kann man sich das vorstellen wie die wohltuende Wirkung von einem warmen Bad. Nur dass ein warmes Bad bei richtig heftigem Stress meist nur kurzzeitig Erleichterung schafft. EVSR ist intensiver, "gezielter" und wirkt auch längerfristig.

Wobei ich da natürlich nur für mich sprechen kann... wahrscheinlich wird nicht jeder gleich gut auf die Behandlung reagieren. Und wenn sich tatsächlich schon eine Depression oder Eßstörung manifestiert, ist sicher auch psychologische Behandlung angeraten - da wäre EVSR eher als unterstützende / begleitende Maßnahme zu sehen.

Aber so weit war es bei mir zum Glück noch nicht. Bei mir hat die Behandlung gut angeschlagen, und es ging mir schon nach der ersten Sitzung merklich besser. In der Nacht hab ich zum ersten Mal seit längerem wieder durchgeschlafen und bin am Morgen mit Frühstückshunger aufgewacht. Ich hab mich ruhiger und belastbarer gefühlt, und von da an gings dann langsam aber spürbar aufwärts, körperlich und seelisch.

25.05.2016 11:59 • #13



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