JasMill
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Ich (32) bin mit meinem Mann (32) seit vergangenes Jahr April glücklich verheiratet. Wir haben drei Kinder (9, 2 1/2 und 1 Jahr )
Seit wir vor Jahren eine Beziehung eingegangen sind, plagte mich schon die Eifersucht.
Mein Ehemann hat mir nie einen Grund gegeben, ich hatte nie das Gefühl ich müsste Eifersüchtig sein. Ich habe die vorherigen Beziehungsprobleme einfach mit in die neue Beziehung genommen. Die Situationen spitzte sich immer mehr und mehr zu. Ich habe Dinge gesehen, die nicht existiert haben und meinen Mann damit oft in die Ecke gedrängt. Seit der Geburt unserer Kleinsten im vergangenen Jahr, hat sich die Situation immer mehr zugespitzt. Meine Unterstellungen kamen öfter, mein Mann fühlte sich zunehmend von mir verletzt. Er hat mir schon vor vier Jahren gesagt, wenn ich das nicht lasse, geht er. Vor 4 Wochen kam dann der große Knall. Ich unterstellte meinem Mann mal wieder diverse Dinge, am Anfang war er noch recht ruhig aber dann eskalierte es. Er flippte, gerechtfertigt, aus und wollte unsere Ehe beenden. Er schrie mich an, dass er das nicht mehr mitmachen würde und er es einfach nicht mehr aushält.
Zwei Wochen lang kam er von der Arbeit und ging oben gleich ins Gästezimmer. Teilweise arbeitete er auch Doppelschichten, so dass er erst nachts wenn alle schliefen nach Hause kam. Wir hatten noch nie so einen Ärger und habe schnell gemerkt, dass mein Mann es bitterernst meinte.
Selbst in der Zeit, wo ich ihm immer Unterstellungen gemacht habe, hatte er immer wieder mir seine Liebe bekundet. Er ist so ein toller Mann und ich habe ihn mit meiner Art und Weise mit ihm umzugehen wirklich verletzt. Nach 14 Tagen des Stillschweigen und etliche Versuche von mir mich zu entschuldigen, sagte mein Mann mir dass er für eine Weile zu seinem Arbeitskollegen geht. Er erträgt es momentan nicht mit mir in einem Haus zu leben, er ist zu sehr von mir verletzt worden. Der möchte diese Ehe auch beenden. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen und ich habe wir sofort psychologische Hilfe gesucht. Nicht und mit einer eventuellen Trennung zurechtzukommen sondern um meine Ehe zu retten und meine Eifersucht unter Kontrolle zu bekommen.
Mein Mann registrierte diese Tat als positiv, wollte mir aber keine Hoffnung machen das Ehe weiterführen möchte.
Am vergangenen Montag, schreiben wir miteinander. Ich versuchte das Gespräch so neutral wie möglich zu halten. In einer Sprachnachricht verabschiedete ich mich dann und am Ende rutschte mir heraus " . Ich li. " - unterbrach dann aber mitten im Satz und beende den Satz anders.
Mein Mann schrieb sofort zurück " ich Liebe dich auch".
Das fühlte sich an, als ob er dass das erste Mal geschrieben hätte. Bei mir brachen alle Dämme und ich konnte erstmal einfach nur noch weinen. Dann schrieb er mir, dass er am Mittwoch gerne mit mir reden möchte. Er hätte lange nachgedacht und ist zu einem Entschluss gekommen.
Das Gespräch folgte. sagt er mir dass er definitiv keine Scheidung möchte, auch keine Trennung. Er gibt die Hoffnung nicht auf dass ich meine Eifersucht unter Kontrolle bekomme und alles wieder gut wird. Er möchte dass unsere Ehe auf eine vernünftige Vertrauensbasis aufgebaut wird, so wie es soll. Er wünscht sich einen Neuanfang. Aber! Er möchte in den nächsten Wochen weiterhin Abstand halten. Er möchte weiterhin bei seinem Arbeitskollegen bleiben. Möchte sehen dass ich mich änder. eigentlich sollte ich mich freuen, dass mein Ehemann noch an uns glaubt und mir eine Chance gibt, aber ich bin absolut fertig. Ich kann seit vier Wochen nicht schlafen, ich kann nicht essen. Ich quäle mich durch den Tag, durch die Nacht.
Er ist 14 Tage nicht zu Hause, es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Zwischendurch war er selbstverständlich zu Hause und hat seine Kinder geknuddelt. Er sagte mir, dass er unsere Kinder wahnsinnig vermisst, mich aber momentan überhaupt nicht, da ich ihn einfach zu sehr verletzt habe. Er sagte auch, dass es sonst überhaupt gar kein Problem zwischen uns gibt, dass er einfach nur momentan mit mir nicht in einem Haus wohnen kann, da er einfach zu enttäuscht ist von mir.
Langsam gehen wir die Kraftreserven aus. Mein Mann fehlt mir unsagbar. Es ist so als ob ich einen Teil von mir verloren habe. Ich habe die letzten Wochen auch viel nachdenken können und habe festgestellt dass ich einen wunderbaren Ehemann habe, der für mich , für unsere Familie nicht nur alles bedeutet , sondern auch als tut. Ich habe einen wahnsinnig schlechtes Gewissen. Ich weiß einfach momentan nicht wie ich damit umgehen soll. Die ganzen Dinge die ich ihm gesagt habe, kann ich nicht rückgängig machen. Ich hatte gestern den ersten Psychologen Termin, es tat mir wirklich gut. Habe aber auch erkannt, dass ich meine Probleme, fehlendes Selbstwertgefühl etc, an ihm ausgelassen habe.
Meine Psychologin sagte mir, dass ich es "wieder gut machen" kann, indem ich mich unter Kontrolle bringe und meinem Mann Beweise ,dass mir diese Ehe und unsere Familie genauso viel bedeutet wie ihm. Am liebsten würde ich ihn in den Arm nehmen, ihm sagen dass mir alles so leid tut und ich ihn wahnsinnig Liebe.
Ich weiß, er hätte sich am Mittwoch von mir trennen können und die Ehe beenden können. Er ist trotzdem geblieben und wünscht sich " nur" Abstand. Aber ich habe einfach wahnsinnige Angst dass er nicht wieder kommt.