nickShadow
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ich hoffe mal, dass ich mich auch als gleichgeschlechtlich in Euer Forum begeben darf.
Ich war bis vor kurzem in einer bereits zwölf Jahre andauernden, sehr schönen Beziehung, in der ich mich immer sehr wohl gefühlt habe. Er war für mich die Liebe meines Lebens, ich dachte, wir würden bis an unser Ende zusammen bleiben.
Doch leider plagen mich seit einigen Jahren Depressionen, mal mehr, mal weniger. Und in schwer depressiven Phasen war ich oft nicht in der Lage, ihm meine Liebe so zu zeigen, wie ich sie eigentlich empfunden habe. Die Liebe war zwar unvermindert da, aber sie konnte die Mauer der Depression nur stark abgebremst durchdringen.
So befand ich mich zeitweise in einer Art von Nebel und ich konnte nicht erkennen, dass die Beziehung allmählich zu wanken begann.
Vor zwei Wochen dann kam der große Keulenschlag: er meinte, er hätte zu lange auf meine Zuneigung verzichten müssen, ich hätte ihn zu sehr vernachlässigt und er könnte dieses Gefühlsdefizit nicht mehr ertragen. Deshalb müsste er sich von mir trennen.
Seitdem bin ich gefühlsmäßig im freien Fall, weiß gar nicht mehr, wie ich klar kommen soll. Es tut mir so unendlich leid, dass ich nicht früher bemerkt habe, was da schief gelaufen war. Ich wünschte mir so sehr, die Zeit zurückdrehen zu können.
Wie konnte ich nur den Menschen, den ich so sehr geliebt habe, so vernachlässigen? Ich verstehe mich selbst nicht.
Ich vermisse ihn so sehr und würde ihm gerne zeigen, wie sehr ich ihn mag, wie viel er mir bedeutet.
Traurige Grüße,
Nick