Arnika
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Zitat von ElGatoRojo:Wenn man die Ehe als bürferlich-rechtlichen Vertrag betrachtet, ist das Prinzip der schuldigen Scheidung kein Teuferlswerk, sondern eine Komponente, ...
Genauso ist es. In Ö ist ua Treue Teil des bürgerlich-rechtlichen finanziellen Vertrags, der sich Ehe nennt, dessen Bruch sich dann eben auch finanziell negativer auswirkt für den, der der hauptverantwortliche Vertragsbrecher ist, falls es den gibt - in D zB eben nicht. Kann man so oder so sehen, was fair ist und was nicht, da gibts wohl keine allgemeingültige Wahrheit.
Übrigens betrifft das nicht nur Ehebruch, sondern auch häusliche Gewalt, sowohl körperliche Misshandlungen oder schweren seelischen Terror, die grobe Verletzung der Unterhalts- oder Familienpflichten und auch Feindseligkeit, also andauernde Lieblosigkeit, starkes Nörgeln und Dauer-Abwerten oder grundlose starke Eifersucht. So hat man den Vertrag eben nicht geschlossen.
Kurz und gut: In Ö sollte man sich zusammenreißen und liebevoll oder zumindest respektvoll miteinander umgehen, wenn man bei einer Scheidung keine gesteigerten finanziellen Einbußen haben will.
Und ich versteh auch nicht ganz, warum sich alle immer auf die Untreue stürzen, alle anderen Eheverfehlungen, wenn ich mich in die Lage der/des Betroffenen bzw Opfer hineinversetze, finde ich weit schlimmer. Da sehe ich höheren Unterhalt eher als Schmerzensgeld und Wiedergutmachung für die schrecklichen Jahre zuvor an.