Simmi81
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Ich bin froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein.
Nach achtjährige Beziehung hat sich mein Freund von mir getrennt. Wie waren die ersten Jahre so glücklich, sind zusammen gezogen. Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht. Dann kam 2016 die Abwärtsspirale: ich habe erkannt dass meine Mutter eine Narzisten ist und dies mithilfe einer Therapie aufgearbeitet. Anhaltender Stress im Job, Mobbing Vorfall über drei Jahre, ohne Unterstützung meines Chefs, Depression, Erschöpfung, Burn out.
Habe mich selbst verloren und darüber große Beziehungsprobleme bekommen. Wurde immer unsicherer, habe immer mehr geklammert, war eifersüchtig ohne einen Grund zu haben, habe ihn eingeschränkt - anstatt zu vertrauen und ihm den notwendigen Freiraum zu schenken.
Er hat mir so viel Vertrauen und Verständnis entgegengebracht, was ich aufgrund meiner persönlichen Probleme nicht erwidern konnte - Obwohl ich das wirklich wollte weil ihn so sehr liebe. Ich hatte keine Kraft mehr. Er wurde darüber die letzte Zeit immer trauriger und hat sich distanziert und zurückgezogen. Er hat mich über Jahre hinweg gestützt und getragen, mich unterstützt und war da. Irgendwann konnte er nicht mehr, weil ich immer frustrierter wurde, immer verschlossener. Und immer abhängiger von ihm.
Vor zwei Wochen hat er sich nun getrennt. Er liebt mich immer noch, es geht nur nicht mehr.
Wir hatten direkt nach der Trennung zum ersten Mal seit langer Zeit wieder wahrhafte Begegnungen. Haben uns offen und ehrlich ausgetauscht, ohne Vorwürfe, unter vielen Tränen.
Er ist auf meine Bitte hin sofort aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Der Abschied war hart, er ist zusammengebrochen. Ich habe ihm in diesem Moment einfach nur meine Liebe schenken können und konnte trotz des Schmerzes für ihn da sein - indem ich liebevoll und verständnisvoll blieb.
Seitdem hat er mir immer wieder geschrieben, meistens nur organisatorische Dinge. Dazwischen auch persönliche. Dass er an dieser Trennung kaputt geht, es ihn zerreißt, dass er alles verloren hat. Dass es ihm das Herz bricht, er so tief verletzt sei. Das Problem sei nur, dass sein Kopf ihn fertig macht. Sein Kopf schreibt ihm vor, dass es keinen Weg zurück gebe, und leider hätte sein Kopf recht.
Jetzt bin ich hier mit meinem Schmerz. Der Einsicht, was ich alles falsch gemacht habe. Dass ich mich um mich hätte kümmern sollen, was der Beziehung zugute gekommen wäre, anstatt von ihm zu erwarten, dass er mich stützt und meine Probleme für den Moment für mich löst.
Man kann und darf nichts zwanghaft festhalten. Die größte Liebe nicht.
Jeder Tag war kostbar, den wir zusammen hatten. Ich hätte das zeigen und wertschätzen müssen, anstatt passiv zu bleiben. Etwas aus eigener Kraft verändern müssen, an mir. Nicht an ihm oder uns. Aber ich hatte dazu einfach keine Kraft. Diese Einsicht verletzt mich zutiefst.
Wir haben so eine tiefe Verbindung, meiner Seele fehlt ein Stück.
Derzeit schwanke ich zwischen Traurigkeit und Schmerz, Akzeptanz der Situation und Dankbarkeit, Hoffnung und dem Wunsch und Glauben, ihn irgendwann wieder zu finden - Wenn ich meine Probleme für mich allein aufgelöst habe.
Habe alles fertig vorbereitet für einen baldigen Kurantrag. Das ist der beste Schritt, um aus meiner Erschöpfung und dem Burn out heraus zu kommen. Nachhaltig.
Es ist schön dass es diesen Thread gibt, ich freue mich über eure Nachrichten.
