Denise7220
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Mein Affärenmann ist ein großer Egoist, der eben nie die Schuld bei sich gesucht hat. Er hat mir immer wieder gesagt, es ist nicht meine Schuld, dass du alleine lebst und seit Jahren nicht in der Lage bist, dich in jemand anderen zu verlieben! Such die Schuld bei Dir, such Dir Hilfe! Das waren seine Worte. Und doch hat er sich regelmäßig bei mir gemeldet, mir erzählt, wie lieb er mich hat, dass ich Jemand Besonderes bin, dass ich ihn hinter dem Ofen hervorhole, das wäre selten..Dass ich wichtig bin. Diese Ambivalenz in ihm hat mich fertiggemacht. Er meinte z.B. auch so Sachen wie, was ist, wenn du einen neuen Freund hast? was wird dann aus uns? (als hätte es jemals ein UNS gegeben...), dann paar Wochen später war er mich am Ghosten und am Ignorieren. Und ich fragte mich fassungslos, hatte ich mir das eingebildet, dass wir uns noch vor Wochen so nah waren, und er will jetzt nicht mehr mit mir reden? Was geht in ihm vor, habe ich mich immer gefragt.
Ich bin es aber auch zu müde jetzt. Irgendwo denke ich, ich werde niemanden mehr kennenlernen, dafür ist es zu spät. Ich bin 45 und habe über 15 Jahre damit verbracht nicht von ihm loszukommen. Mit Pausen, etc. aber er war immer irgendwie da, im Hintergrund, auch wenn wir uns nicht so oft gesehen haben.
An einen Personal Coach habe ich auch schon gedacht. Einfach jemand, der mich unterstützt, mich selber gerne zu haben. Ich frage mich manchmal, woher das kommt, dass ich keine Grenzen habe, bzw einer anderen Person erlaube, sie so zu übertreten. Warum ich für die Liebe alles bereit bin zu ertragen. Ich hätte schon als klar war, dass er sich nicht trennen wird, den Schlussstrich ziehen müssen. Aber da war ich bereits hoffnungslos verliebt. Er hat auch am Anfang immer gesagt, dass er mehr will, dass er seine Kinder auch ohne seine Ehefrau lieben kann und den Weg mit mir gehen will..dann hat er doch die Meinung geändert und ab da konnte ich ihm nicht wirklich was recht machen. Er traf sich weiter mit mir, aber ich denke er hat auch immer mehr Respekt vor mir verloren. Irgendwann sagte er mir auch, du lässt das ja zu, diese Affäre mit einem verheirateten Mann. Ich bin ein Mann, Männer sind so, aber du lässt es zu.Ich habe ihm ja innerlich Recht gegeben, dass ich ein Nichts bin im Grunde, weil ich es zulasse...und irgendwie hat es dann dazu geführt, dass ich immer weniger von mir selber gedacht habe. Und komischerweise ihn immer als den Traummann gesehen habe...diese Fragen will ich für mich klären, warum ich so bin. Und warum ich mich selber nicht dafür liebe, dass ich ein loyaler, liebevoller Mensch bin, auf den man zählen kann. Der vor allem nie respektlos einer anderen Person gegenüber wäre, die er mal geliebt hat oder gern hatte.