Zitat von Florentine:Für mich ergibt sich hier vor allem das Bild einer weitgehend devoten Frau, die angesichts erkaltender Gefühle des Herrn in allem einsichtig ist und Besserung gelobt, bereit ist, alles zu ändern damit er bleibt und die willfährig agiert - oder sich wenigstens wieder ein paar Gefühle einstellen.
Danke.
Sie dachte, er sei glücklich.
Und hat deutliche Warnhinweise ignoriert (Die Aussage "Ich verlasse Euch nicht" zum Beispiel.... da hätte direkt nachgehakt gehört, woher die denn kommt. Welcher Überlegung sie entstammt.)
Erst jetzt, wo er diesen Druck aufbaut wird das Kind zur Kooperation angehalten.
Das allein ist schon gruselig genug.
Zitat von Florentine:Als Gegenpart das eines Herren, der unnachgiebig und dominant auftritt, gleichzeitig aber scheinbar ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl hat. Der sich wenig an der Hausarbeit beteiligt und es ganz offenbar weder wünscht noch gewohnt ist, in einen verbalen Verhandlungsprozess einzutreten. Stattdessen erkalten seine Gefühle bei der ersten Meinungsverschiedenheit.
Der die TE jetzt quasi am ausgestreckten Arm verhungern lässt.
So isses.
Da bockt einer seine Haltung durch. Mit Liebesentzug.
Entstammt derselben erzieherischen Mottenkiste wie "Zucht und Ordnung".
Und klar kann man sich wie von Hansl propagiert gehackt legen, sich verbiegen bis zur Unkenntlichkeit.
Aber dann sollte man sich damit abfinden, dass man gefragt wird, was zum Teufel mit einem los ist, dass man das panische Anklammern an einer schmerzhaften Beziehung einem sauberen Cut vorzieht?
Wo denn bitte der eigene Selbstwert geblieben ist, dass man sich derart verbiegt, nur um den Status "ich bin nicht alleine" wie ein Pfingstochse mit sich rumzutragen?
Was wohl los sein mag mit einem Menschen, der eine schmerzhafte Beziehung dem Alleinesein mit sich selber krampfhaft vorzieht?!
An einer Beziehung kann man doch nur arbeiten, wenn BEIDE das tun. Und BEIDE das wollen.
Und dazu muss man eben in der Lage sein, auch kontroverse Gespräche zu führen, um die Standpunkte abzugleichen.
Und einen GEMEINSAMEN Weg für beide zu finden.