Zitat von Woni80: Kann das jemand „ausdeutschen“?
Weder Du noch seine Frau waren ausschlaggebend für seine Entscheidung, sondern nur die eigenen Befindlichkeiten. Das Gesamtpaket für ihn persönlich, und nur für ihn. Er ist ja nicht völlig "frei". Es spielt ein Kind mit rein, Finanzen, soziales Umfeld, Streit über Trennung und Umgangsrecht...D.h. nicht, dass er nicht in Dich verliebt war, Dich nicht toll findet oder Dich gar ver@rscht hat. Das glaube ich überhaupt nicht. Aber es geht nur darum, was für ihn in der Gesamtsumme mehr ins Gewicht fällt.
Kinder als Grund für den Verbleib halte ich übrigens immer für Ausreden. Nicht weil ich denke, dass sie wurschd sind und sicher tut es weh, für die Kinder und für den Elternteil, der das Kind nicht mehr täglich sieht (kann auch bei beiden der Fall sein im Falle des Wechselmodells).
Nur ist es nun mal so, dass Kinder erst zum Thema werden, wenn es schon zu spät ist. Wird vorher daran gedacht?
Erst mal sind die Konsequenzen und damit die Kinder egal.
Neuer Partner bedeutet Trennung und damit Trennungskinder.
Affäre (war jetzt bei euch keine im eigentlichen Sinn) bedeutet, wenn es raus kommt trennt sich in sehr vielen Fällen der EP und damit Trennungskinder.
Das ist nun mal keine Raketenwissenschaft. Und gilt für beide Geschlechter. Wer Entscheidungen trifft, sollte hinterher nicht mit "arme Kinder" kommen. D.h. nicht, dass man die Entscheidungen nicht treffen darf. Nur, dass man nicht jammern sollte, denn man hätte auch vorher dran denken können. Entscheidungen haben immer Konsequenzen.
Vorher bedeutet eine Affäre, dass man heimlich Zeit braucht, die man meistens gar nicht hat und dann woanders eingespart werden muss, in vielen Fällen an der Familienzeit (im Job geht ja nicht) - also auch an den Kindern - und da ist es komischerweise erst mal noch vernachlässigbar. Erst hinterher wird gejammert, dass man die Kinder weniger sieht, die man aber während einer Affäre, eines Warmwechsels oder was auch immer auch gern mal zurückstellt, aus hormonellen Gründen.
Und zu guter Letzt ist es halt so, dass man, wenn man im Streitfall mit missgünstigen Partnern und auch bei Drohungen seitens diesem, immer auch trotzdem Rechte hat. Diese einzufordern und auch dann bei Erfolg erfüllen zu können, bedarf viel Energie, Termine, Diskussionen, rechtlicher Auseinandersetzungen und manchmal auch Geld.
Es sind nicht alle Männer so, aber ich beobachte doch immer wieder, wie Frauen in solchen Fällen aktiv werden (zum Anwalt gehen, ihre Vorstellungen formulieren nachdem sie vorher darüber nachgedacht haben), für klare Verhältnisse sorgen und die Männer auch dann noch bequem genug sind, das stillschweigend zu akzeptieren, weil ihnen dankenswerterweise wieder jemand sagt wie es läuft. Und wieder erst hinterher jammern.
Wenn ich meinem Ex das Ruder in die Hand gegeben hätte und mich so verhalten hätte wie er, wäre vermutlich bei uns nichts geregelt und wir immer noch nicht geschieden. Und das Kind völlig im luftleeren Raum, ohne Stabilität, Regeln und festem Rhythmus. Wir sind bald fünf Jahre getrennt. Fairerweise muss ich sagen, er jammert aber nicht mehr. Zumindest nicht bei mir.