Teddy2312
Gast
Wenn aufeinmal alles still ist, als wäre die Welt um einen herum einfach erstarrt.
Langsam schweifen die Gedanken durch das eigene Leben, über die Gegenwart, in die Vergangenheit...
und plötzlich erinnert man sich wieder an alles.
So viele Dinge die man verdrängt hatte.... man spürt dieses unangenehme Gefühl, was Besitz ergreift.
Aufeinmal sehe ich wieder alles vor mir.
Alle Momente. All das Leid.
Wie krank ist es doch, was alles passiert ist. Geschichten die kein Mensch glauben würde....
Situationen die kein Mensch nachempfinden könnte...Erlebnisse, von denen niemand weiß, weil ich sie tot schwieg.......
Ich war noch klein, ich war ein Kind. Aber von Anfang an musste ich lernen, wie hart das Leben sein kann. Ich wollte stark sein, ich wollte niemanden zeigen, wie sehr es mich mit nahm, wie sehr es mich zu Boden zwang...ich war still und setzte ein Lächeln auf. Tat so, als wäre alles ok.... aber kaum war ich allein,weinte ich.
Niemand weiß davon, niemand wusste etwas.....
Ich hatte jeden Tag gehofft, dass irgend jemand auf mich zu kommen würde, es sehen würde und mir endlich helfen würde....ich habe so gehofft und doch wurde ich mit allem allein gelassen.
Heute sehe ich meine Mutter vor mir, hör sie darüber reden...sie kommt nicht mal auf die Idee, was die Erlebnisse mit mir gemacht haben. Sie hat nie gesehen, wie schlecht es mir ging, sie sah nur ihr eigenes Leid. Ein Vater fand überhaupt nicht statt.
Ich war noch ein Kind.
Allein gelassen...keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Wärme. Glauben Erwachsene denn wirklich, Kinder sind so blind? Das Kinder nicht verstehen, was da vor sich geht? Das Kinder nicht genau so Leid spüren?
Noch viele mehr wahr nehemen können, als es Erwachsene jemals könnten?
Ich habe alles gesehen, ich habe alles mitbekommen, einfach alles! Es hat mir Angst gemacht, es hat mir weh getan....
Und hätten die Probleme nicht gereicht, gab es Probleme in der Schule.
Weil ich keine Familie hatte, waren Freunde für mich das wichtigste....und genau diese Freunde, nutzten mich aus, belogen mich, ließen mich stehen und zeigten mir, dass ich wirklich niemanden trauen kann.
Wenn ich so nachdenke, war ich immer allein...wenn es mir schlecht ging, war niemand für mich da.
So viel, so verdammt viel ist passiert.
Und heute muss mich mit den Folgen leben. Muss mit Komplexen und Ängsten kämpfen.
ja ich habe daran gearbeitet, aber jeder der das kennt, weiß wie schwer das ist. Wirklich los, wird man diese Gedanken und Gefühle nie...
Ich habe immer nur eingesteckt und geschwiegen...ich wollte stark sein.
Ich bin meinen Weg gegangen und habe jede Hürde allein gemeistert. Ganz allein.
Oft habe ich von anderen zu hören bekommen, dass sie mich bewundern..das sie gern so stark wären
wie ich, so unabhängig....doch sie wissen nicht, was diese Kraft für einen Preis hat.
Ich dachte, ich hätte meine Vergangenheit verarbeitet, aber ich muss einsehen, dass das einzige was ich getan habe, reine Akzeptanz war. Noch immer schleife ich diese Lasten mit mir herum, weil ich immer noch nicht los lassen kann.
Im Herzen bin ich immer noch der kleine Junge, der nur etwas Liebe wollte und nur einfach glücklich sein wollte.
Aber egal was ich tat, es war niemals genug. Egal was ich versuchte, es war nie Richtig. Und egal wie sehr ich mich bemühte, es wurde nicht richtig wahrgenommen.
Es wurde weiter und weiter auf mich eingetreten.
Und egal wie oft ich am Boden lag und mich unter Schmerzen wieder aufquälte, mich weiter an meinen Glauben klammerte und weiter versuchte ein guter Mensch zu sein...ich machte weiter....immer weiter mit der Hoffnung, dass es eines Tages alles gut wird.
Ich habe so fest daran geglaubt...es hat mir immer wieder Kraft gegeben.
Ich war noch ein Kind, als ich aus meiner Kindheit gerissen wurde. Als mir gezeigt wurde, wie die Realität aussieht. Plötzlich erbrach der Glaube, er wurde mir eiskalt aus den Händen gerissen.. und je älter ich wurde, desto klarer wurde meine Sicht.
Langsam fing ich an zu verstehen..und ich habe gekämpft.
Immer wieder wurde mir gesagt, das ich anders sei. Nicht wie die anderen in meinem Alter..ich war ihnen immer einige Schritte voraus.
Ich finde es manchmal komisch, wenn ich unter Menschen bin und sie mich wahr nehmen, wie selbstverständlich. Als ruhige angenehme Person, die immer freundlich und höflich ist...und sie haben keine Ahnung von mir.
Jammern? Nein gejammert habe ich nie. Ich habe immer nur das Gute gesehen und daran fest gehalten...die Schuld immer nur mir selbst gegeben.
Und heute?
Was soll ich sagen. Ich bin allein.
Klar wäre ich stark genug, einfach weiter zu machen und für das Gute zu kämpfen.
Aber ich sehe einfach keinen Grund mehr, wozu?
Wünsche---ich wollte immer nur glücklich sein, einfach zu frieden. Und mein sehnlichster Wunsch immer, war immer, die eine zu finden. diese eine Frau, die nur mich liebt, die mich so nimmt wie ich bin..aber ich habe mittlerweile verstanden, das diese Liebe nicht exerstiert, von der ich träume.
Warum ich hier schreibe, es spiegelt meine Gefühlswelt.
Wer bis hier gelesen hat-dem danke ich.
Bei dem, der denkt, das war Zeitverschwendung, entschuldige ich mich
Was ich erwarte?
Nichts!
Respekt an die Menschen, die den Kopf hoch tragen können.