FullOfLove
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So, jetzt bin auch hier gelandet- ich lese schon eine ganze Weile mit und nachdem das Leben grundsätzlich anders verläuft, als man plant werde ich meine Geschichte einfach mal aufschreiben und kommentieren lassen.
Keine Ahnung ob ich im richtigen Forum bin, aber nachdem ich der "Buhmann" bin wähle ich einfach einmal dieses aus...
Zu mir: Ich gehöre eigentlich nicht zu der Gattung "Ratsuchender" sondern versuche mir immer selbst zu helfen oder mich durch Freunde über "schwerere Zeiten" hinweghelfen zu lassen-hat bis jetzt auch immer ganz gut geklappt, wobei mir schon bewusst ist, dass ich den einen oder anderen Weg selbst gehen muss. Ich bin ein durchwegs positiver Mensch und bin mir sicher nichts in meinem Leben bereuen zu müssen. Sehr gefestigt im Beruf und auch im Privatleben. Und bin, sagen wir mal "Mitte 30"
Bis Mitte letzten Jahres hatte ich selbst eine (für mich durchwegs schöne) 9 Jahre andauernde Beziehung (war eine Ende mit Schrecken, aber alles im Leben hat wohl seinen Sinn) und auch zuvor durchwegs positive Erlebnisse in Sachen Beziehungen und Liebe (naja, fast... ein schwarzes Schaf ist wohl immer dabei). Nur langjährige Bindungen- die kuerzeste war wohl so um 1,5 Jahre
Nun zur Geschichte:
Als ich wieder einmal im Leben an dem Punkt angelangt war, dass ich mich auf ein relaxtes Singleleben konzentrierte, Urlaube plante und auch sonst einfach nur an einem Punkt angelangt war, dass ich zufrieden und glücklich Single bin- Ja genau, dann passiert das meistens.
Kurzum, ich merkte schon vor einiger Zeit (ca. 1/2 Jahr), dass mir mehr Aufmerksamkeit von einer Person geschenkt wurde als ich das erwartete. Und vor knapp 8 Wochen packte mich der Wahnsinn und ich gab ihr meine Nummer, mit dem Hintergedanken: "Kennenlernen- interessante Person- sonst nichts"
Warum: Ich wusste, sie ist verheiratet und hat Kinder (5&6)
Es kam wie es kommen musste- wir schrieben uns- telefonierten stundenlang- trafen uns und fühlten uns zueinander hingezogen. Im Verlauf der Gespräche erfuhr ich jedoch, dass sie eine seid Jahren richtig besch... Ehe führt und sie von purer Kontrolle, Gewalt, Eifersucht, Jähzorn und Angst umgeben ist- Ebenso wie ihre Kinder- Der Höhepunkt war vor einigen Wochen als ein Kind mit blauen Lippen umgekippt ist, als dem "Herrn" des Hauses wieder mal die Hand bei seiner Frau ausgerutscht ist. Passiert ihm bei den Kids auch regelmäßig, weil er aus meiner Sicht maßlos überfordert ist- aber das wäre ein anderes Thema (Ich muss mich zusammenreißen, weil ich die Situation und Menschen die sich nicht mit Worten zurechtfinden können einfach zum Ko... finde)
So, weiter im Thema... Wir lernten uns besser kennen, verliebten uns ineinander, landeten aber nicht in der Kiste- ja es gibt noch anständige Menschen
Ich habe keine Ahnung, was mit mir als eigentlich purer "Realist" passiert und warum ich so über beide Ohren verknallt bin- Mir ist die Zukunft mit Kindern/ Sorgerecht/Besuchsrecht und allem was da kommen mag bewusst und ich bin zu mehr als 100% bereit dieses Wagnis und die Verantwortung anzugehen. Wir sind uns beide bewusst, dass ich nicht das Sprungbrett aus ihrer Ehe bin und sie in jedem Fall erstmal mit ihren Kindern in eine eigene Wohnung zieht, wir uns besser kennen lernen und dann entscheiden wie es weitergeht.
Bis vor 2 Wochen war das auch alles "spaßig" und wir haben uns so richtig ineinander verschossen- ja ich weiß, ich wiederhole mich
- aber vor ca. 2 Wochen hat sie aus Angst und Frust ihre Kinder eingepackt und stand eines Abends bei mir vor der Bude.
Soweit auch noch kein Problem, wobei ihr Mann unter Alk. die ganze Nacht Telefonterror gemacht hatte- bis hin zu Selbstmorddrohungen. In dieser Situation (Wir hatten die Nacht auf dem Sofa verbracht neben ihren Kindern- ja ich weiß, aber die Kinder und ich kannten uns vorher schon ein bisschen) sah ich zum ersten mal, wieviel Angst ein Mensch vor seinem "zu Hause" und anstehenden Veränderungen haben kann- Bis hin zu Schüttelfrost/Heulkrämpfe hatten wir in dieser Nacht alles. Das Ende vom Lied und trotz der Mahnung, sie sollte nicht alleine nach Hause zurück, ist sie wieder in die Prügelstube gefahren (wohl aus Sorge, Mitleid, Angst, Automatismus).
Was folgte waren einige Tage eingesperrt (also nicht auf Arbeit oder sonstigen Kontakt nach Außen)- Prügel und Dramen die ich mir gar nicht vorstellen will. Warum das Ganze: Weil sie ehrlich war und ihrem Mann erzählt hatte, dass sie mit den Kindern bei mir war und ihm auch erklärte, dass sie aus Angst vor ihm gegangen ist. Ich hatte am Abend nach ihrem Geständnis noch das Vergnügen, dass mir der Irre per Telefon diverse Drohungen mitgegeben hatte- Aber gut dachte ich mir- lieber ist er auf mich sauer als auf sie.
Nach 1 Tag bekam ich einen Anruf von ihr- inkl. eines darin enthaltenen Hilferufs. Ich hatte vorher schon mehrfach die Gedanken die Polizei einzuschalten, weil ich mir ziemliche Sorgen gemacht habe, aber dadurch dass sie selbst die Polizei heraushalten will (Warum auch immer?) musste ich mir etwas anderes überlegen.
Also, ich los und zu einem Freund (ich nenne ihn einfach Oliver) von ihr gefahren, der die Familie auch schon etwas länger kennt als ich- Durch Einweihen ihrer Mutter per Telefon (wohnt einige km weg) und auch diversen Klingelattacken hatte Oliver irgendwann die Gelegenheit in die Wohnung zu kommen und sich ein Bild des ganzen Dramas zu machen. Die Quintessenz war, dass er ihrem Mann erklären konnte, dass er sie nicht einsperren kann und dass er sie doch für einige Tage mit den Kindern alleine in den Urlaub fahren lässt. Außerdem bekam Oliver noch das Geständnis, dass ihm (Ehemann) wohl zu leicht die Hand ausrutschen würde. Auf Androhnung von Oliver, dass er beim nächsten Vorkommnis die Grünen vor der Haustüre hat, wurde auch versprochen, dass man sich helfen lässt.
Mittlerweile sind zumindest Gespräche beim Geistlichen geplant. Ein Arztbesuch war ebenso geplant, aber ob dieser stattfindet, steht in den Sternen.
So, in dieser Situation sind wir aktuell und ich bin mir leider ziemlich sicher, dass sich nichts an der Situation ändern wird, bis es wieder eskaliert. Da ist soviel Angst, Gewohnheit und Kontrolle mit im Spiel.
Telefon wird kontrolliert- Nummern werden aus dem Telefon gelöscht- 10 Minuten zu spät von der Arbeit nach Hause ist ein Drama- männliche Bekanntschaften/Freundschaften sind ausgeschlossen. Ach ja- eigenes Konto hat sie schon seid Monaten keines mehr...
Irgendwie bekommen wir es trotzdem hin, uns zu sehen (zwar wesentlich weniger als vorher, aber immerhin). Und ich sehe leider, dass immer wenn wir uns Treffen, die Frau wieder Stück für Stück unsicherer wird und immer wie nach einer Gehirnwäsche vor mir steht.
Alles wird wieder zu einem Riesenproblem, auch Dinge die schon längst ausgeräumt waren. Sie ist von Tag zu Tag mehr gefrustet, hat keinen Bock auf ihren Mann und das ständige Gejammer- d.h. es kann sich nur um Tage handeln, bis es knallt. und da er ab nächste Woche auch wieder schön in die Arbeit geht, wird es sicher nicht leichter mit ihm.
Ich würde ja gerne mal ein paar Worte mit ihrem Ehemann wechseln, aber
1. müssen dann die Kinder aus der Schusslinie und
2. sollte man sich als halbwegs zivilisierter Mensch nicht ungebremst auf einen Showdown einlassen.
Also ein neutraler Ort, mit jeweils einem Freund, der wenn notwendig eingreifen kann, aber dafür muss der Vollpfosten auch erst einmal bereit sein, ohne dass er gleich wieder ausrastet.
Ach ja: 2. Auto- neues Telefon(neue Nummer) ist alles verfügbar, und sie will definitiv weg von ihrem Mann, möchte aber alles "im Guten" regeln.
Aus seiner Sicht ist aber sie an fast allem Schuld und er muß nur hier und da einige Anpassungen an seinem Verhalten machen. Egal was sie ihm sagt- es interessiert ihn nicht. Sie soll weniger Arbeiten, mehr zu Hause sein, u.u.u.
ich kennen den Wochenablauf mittlerweile sehr gut und das lässt sich alles sehr gut und ohne Stress regeln.
Mittlerweile ist es mir ein verdammt ernstes Anliegen, das sie und die Kinder aus dem aktuellen Leben entkommen können und sich ihr Ehemann und natürlich auch Vater helfen lässt.
Wenn er das wollte und es eingesehen hätte, dann hätte er auch schon einen Termin- hat er aber nicht.
Denn wenn man sich nicht den ganzen Tag lang mit Vorwürfen und leeren Versprechen auseinandersetzen muss lebt es sich bedeutend relaxter.
Mir ist vollkommen bewusst, dass ich nichts erzwingen kann und das möchte ich auch nicht- ich will eine Lösung mit denen alle Seiten leben können, wobei ich als "Buhmann" da sicherlich noch am meisten einstecken kann, Hauptsache die Kinder und sie können irgendwann ohne Angst im ihrem Leben herumtollen und ihre Wünsche verwirklichen...
So, jetzt hör ich erstmal auf, da ich irgendwann auch noch ein bisschen Schlaf brauche- Viel Spaß beim Nachfragen und Diskutieren...und lasst mir meinen Kopf noch dran...
Gute Nacht allerseits... und Kopf hoch- nichts geschieht ohne Grund...außer man verliebt sich
Bin ich denn bescheuert... na ja, wahrscheinlich nur ungeduldig.
... OK, OK, ich mach mir nur ein B. auf...