Ewigkeit der Liebe

Ehemaliger User

Liebe Leute,
seit meiner Trennung und den vielen Trennungen im Bekanntenkreis frage ich mich, ob es überhaupt so etwas wie einen richtigen Partner auf Dauer geben kann.
Ist es denn nicht so, dass es in jeder Beziehung sehr schlecht laufen kann und das man diese Probleme lösen sollte, wie schlecht es auch immer läuft?
Es wird immer davon geschrieben, dass man sich auseinander gelebt hat, dass man nicht mehr zu einander passt. Wenn das so einfach ist, dann doch daran gearbeitet werden, dies zu ändern, auch wenn es naiv klingt. Bei einer neuen Beziehung tauchen doch die Probleme des Auseinanderlebens auch irgendwann wieder auf. Dies führt doch zu der bekannten und verbreiteten seriellen Monogamie, wobei der Partnerwechsel im 2-5Jahresabstand erfolgt. Ist dies besser?
Erst wenn sich ein Partner total verweigert oder eben die Beziehung beendet, muss nach meiner Auffassung (Anmerkung:Obwohl ich 30 bin, ist meine Beziehungserfahrung extrem gering) eine Beziehung scheitern, was mir jetzt passiert ist.
Genau dieses Verhalten bringt mich um den Schlaf, denn wie soll man jemals etwas mit einem Partner aufbauen, Kinder bekommen usw., wenn man heute mit einer sehr grossen Wahrscheinlichkeit damit rechnen muss, dass die Beziehung langfristig scheitert.
(Noch eine gemeine Anmerkung, die aber wirklich nicht böse gemeint ist: Ich habe gelesen das ca. 75% aller Beziehungen von den Frauen beendet werden. Sind die Männer die Idioten, die die Frauen falsch behandeln?).
Mike

05.09.2001 19:06 • #1


Ehemaliger User


:'( Hallo,

diese Fragen stell ich mit auch oft! Nichts scheint mehr für immer und ewig zu sein, das macht mich sehr traurig! Ich will mir nicht immer wieder einen neuen Partner suchen, ich will den einen behalten! Aber der gibt sich gar keine Mühe mehr in der Beziehung, alles scheint Ihm egal zu sein! Ich frage mich ob ich Ihm noch was bedeute! Wenn ich reden will, dann weicht er mir aus, wenn ich knuddeln will, dann verzieht er sich meistens schnell! Er sagt er liebt mich noch, aber ich spüre nichts mehr davon, gar nichts mehr! Ich hab es auch langsam satt immer neue Versuche zu starten Ihn aufzurütteln, irgendwann kann ich nicht mehr!

Gute Nacht

Sandy

06.09.2001 00:43 • #2



Ewigkeit der Liebe

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Ehemaliger User


Liebe Sandy,
mir ging es wahrscheinlich ähnlich, nur ich war in der Position deines Freundes.
Leider ist es oft so, dass Männer und Frauen vollkommen verschiedene Sprachen sprechen, weil sie eben grundsätzlich verschieden sind. Ich habe dazu das berühmte Buch, Männer sind anders. Frauen auch, von John Gray, worin ich fast 80% unserer Probleme wiedergefunden habe. Leider (es ist zum heulen) habe ich das Buch erst nach der Trennung gelesen und es war - zu spät.
Vielleicht solltest du deinem Freund direkt sagen (bitte nicht im Streit, sondern in einem schönen Moment), was er riskiert und was du dir vorstellst. Ein Mann der dich liebt, wird nahezu alles für dich tun, wenn er nur konkret weiß, was er zu tun hat.
Ich wünsche dir ganz viel Glück,
Mike

06.09.2001 07:38 • #3


Ehemaliger User


Klar gibt es die Ewigkeit der Liebe, zumindest bei mir, ich spüre das das seit langen Jahren deutlich. Meine Jugendliebe trage ich immer noch im Herzen. Und meine Frau, die mich vor 9 Wochen verlassen werde ich auch immer im Herzen haben.

Nur, es gibt offensichtlich bei mir keine ewige Beziehung.

Na Prost Mahlzeit, die nächste große Liebe in meinem Leben (und die kommt gewiß eines Tages) wird sich in meinem Herzen den Platz mit zwei anderen teilen müssen. Aber es ist genug Platz da und ich finde es schön, die Exe letztlich in Liebe in Erinnerung zu behalten. Ich war doch nicht mit Monstern zusammen, sondern mit Frauen, die ich wirklich geliebt habe.

Ich habe mir vorgenommen, mir zwei kleine Tattoos verpassen zu lassen, symbolisch für jede große Liebe. Wie werde ich am Ende meines Lebens (ich will immerhin 84 werden) aussehen? Habe ich drei, vier oder noch mehr Tattoos?

Liebe Julchen,

auch ich habe mir, wie so einige andere Männer in diesem Forum keine ausreichende Mühe gegeben. Es war so selbstverständllich, daß sie bei mir bleibt. In diesem Zusammenhang rate ich nur allen von einer Ehe ab, sie fördert ein Besitzdenken, was völlig unangebracht ist. ich bin mittlerweile ein Anhänger von s Bratpfannenmethode: Hau ihm richtig vor den Latz, wenn du eure Beziehung retten willst. Sag ihm nicht nur, daß du dich irgendwann einmal trennen wirst, wenn ersich nicht stärker um dich und die Beziehung bemüht, sondern zieh es einfach durch. Trenn dich räumlich (auch wenn es dir schwer fällt. Zeige ihm, was er verlieren kann. Was kann schon passieren? Entweder er wacht auf (sind auch viele Männer hier)und kämpft um Euch oder er schläft weiter. Dann allerdinmgs kannst du froh sein, ihn los zu sein. Du wärst doch in deiner Beziehung nie glücklich geworden. Also ich glaube, so ein Warnschuß könnte einiges bewirken. Wenn ihr so wie jetzt immer weiter zusammen bleibt wird deine Liebe eines Tages verschwinden, weil du nicht bekommst, was du haben möchtest.
Aber das ist als Außenstehender immer leicht gesagt. Denk einfach mal darüber nach.

Viel Glück euch allen auf der Suche nach dem großen Glück.

06.09.2001 08:26 • #4


Ehemaliger User


hallo jule,
ich finde es von bente leichtfertig, seinen frust in dubiose lebensweisheiten und ratschläge zu gießen:
1. Eine Ehe ist grundsätzlich erstmal nicht zum Scheitern verurteilt. Erstens kommt es darauf an, in welchem Alter und aus welchen Gründen(z.B. auch Kinder) man heiratet. Pauschal zu sagen, daß die Ehe nix taugt, ist platt.
2. Ich stimme s Bratpfannentheorie nicht zu und auch nicht Bentes Tipp, daß du Schluß machen sollst.
Wir haben hier fast alle unter den Trennungen ohne Auseinandersetzung, den schnellen glatten Schnitten gelitten, das hier aus Frust als Ratschlag zu geben, wo du doch noch mitten in einer Beziehung steckst, ist verantwortungslos.
Laß deinen Freund mal hier in das Forum gucken, mache ihm vielleicht mit Hilfe von Freunden den Ernst der Lage klar, geht zu einer Ehetherapie, macht vielleicht mal in der gemeinsamen Wohnung für eine Zeit eine räumliche Trennung usw.usf., es gibt noch soviel für dich zu tun, wenn du deinen MAnn noch liebst !!!
Und wenn du tatsächlich irgendwann denkst, ok, ich habe meinem Partner gezeigt, daß es ernst ist, wir haben eine Paartherapie versucht, wir haben mit Freunden gesprochen, wir haben uns eine Zeit in Ruhe gelassen, wir haben dann irgendwann gemeinsam festgestellt, daß es nicht geht, dann kannst du (vielleicht gemeinsam) mit deinem Partner eine faire Trennung hinbekommen.

MAnchmal wundern mich die Ratschläge und Gemeinplätze von Leuten, die anscheinend in dem Forum lesen ohne zu begreifen.-

sorry bente, aber das mußte sein, du hast mit deinem alter wie ich auch eine gewisse verantwortung !!!!

Mick, der gut drauf ist

06.09.2001 08:53 • #5


Ehemaliger User


Hallo Mick,
du brauchst dich für die Kritik an meiner Sicht der Dinge nicht zu entschuldigen auch wenn mir die eine oder andere Formulierung nicht gefällt.

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Also ein zweiter Versuch:

die von mir für gut und richtig befundene Bratpfannenmethode von zielt doch auf die Rettung der Beziehung und nicht darauf, die Beziehung endgültig zu beenden. Und zu einem schnellen Schnitt ohne Auseinandersetzung rate ich auf keinen Fall. Ich bin aber der Meinung, daß eine räumliche Trennung als Warnschuß, sozusagen als letzter Versuch, den Partner wachzurütteln geeignet sein kann. Ehrlich gesagt finde ich diesen Tip nicht dubios.
Womit du auf jeden Fall Recht hast, ist der Hinweis, es mit einer Paartherapie zu versuchen. Ich bin wie du der Meinung, daß man nichts unversucht lassen sollte, eine Beziehung, an der man festhalten möchte, zu retten. Nur als letzten Versuch halte ich die räumliche Trennung für ein möglicherweise wirksames Mittel jemandem zu zeigen, was er verlieren könnte. Das ist doch noch längst keine endgültige Beendigung der Beziehung. Es ermöglicht beiden, einen vielleicht manchmal bitter nötigen Abstand zu gewinnen. Das kennst du doch sicherlich auch, daß man sich in der Beziehung beim Versuch der Problembewältigung permanent im Kreis dreht. Aus heutiger Sicht bin ich für meine gescheiterte Beziehung der Meinung, daß eine vorläufige Trennung uns hätte helfen können, unsere Ehe zu retten. Der Ausgang eines solchen Unternehmens ist natürlich ungewiß. Aber besser ein Ende mit Schrecken als ewig in der Beziehung weiterzuwurschteln, ohne das sich wirklich etwas verändert. Wenn alle Versuche scheitern, eine Veränderung im Verhalten des Partners bewirken, ist die Bratpfannenmethode der letzte Schritt. Und die Betonung liegt wirklich auf letzte. Die besondere Chance, die in so etwas liegt ist meiner Meinung nach das Aufbrechen der Gewohnheiten und der Rollen, die beide im Laufe einer langen Beziehung angenommen haben.

Über die Institution Ehe, pro und contra könnte man sicherlich einen eigenen Thread aufmachen.

Meine Meinung hierzu (und ich habe zwei Kinder): Ehe brauche ich nicht. Ich habe ausschließlich wegen des für Väter ungünstigen damaligen Kindschaftsrechtes geheiratet. Ich muß mich nicht vertraglich an einen Menschen binden, um ihn dauerhaft zu lieben und mit ihm zusammen zu leben. Und eine religiöse Komponenete der Ehe gibt es für mich nicht.
Ich zumindest werde sicher nicht wieder heiraten. Ich kann einer Frau auch ohne Vertrag den Wunsch antragen, mit ihr zusammenzuleben bis das der Tod uns scheidet.
Aber deine Kritik halte ich insoweit für berechtigt, daß ich anderen davon abrate. Sorry, nehme ich zurück.

Ich hoffe, meine Ansichten nun verständlicher rübergebracht zu haben.

06.09.2001 10:18 • #6


Ehemaliger User


Hallo Mike,
die Fragen, die Du Dir stellst, habe ich mir auch schon oft gestellt.
Die Frage nach dem Mr. Right kann ich mir nur so beantworten, das jeder Mensch sich im Laufe seines Lebens verändert. Diese Veränderung muß der Partner nicht unbedingt mitmachen. Denn auch wenn man zusammen lebt, hat man doch ein teilweise getrenntes Umfeld wie Arbeit, einige Freunde, Sport etc. Irgendwas muß den Partner jedoch so widersagen, das er sich trennt. Entweder wenn er die Nähe nicht mehr möchte oder erst dann, wenn ihm ein Mensch
begegnet, der seinen derzeitigen Vorstellungen entspricht.

Vielleicht verändern wir uns alle 2-5 Jahre? Vielleicht trennt man sich aber auch heutzutage viel zu schnell? Vielleicht ist aber auch unser Gedanke, sich ein Leben lang an einen Partner zu binden, aus biologischer Sicht falsch? Vielleicht denkt man, der neue Partner gibt einem all das, was man sich ersehnt -bewußt oder unbewußt? Vielleicht, vielleicht.....Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.
Doch wenn man sich mal umhört hat doch eigentlich jeder den Wunsch, sein ganzes Leben mit einem Menschen zu verbringen. Wir sind aber leider diejenigen, die verlassen worden sind. Unsere Ex Partner hegen jetzt diese Hoffnung in ihren neuen Partner.
Ich versuche, diese Trennung als etwas entscheidendes in meiner Entwicklung zu sehen. Denn vielleicht bedeutet diese Trennung ja auch, das ich diese Entwicklung für meine Persönlichkeit brauche, um zu dem Menschen, der letztendlich für mich bestimmt ist, zu passen.

Bente64, Du sagst, Du glaubst an die Unendlichkeit der Liebe. Ich finde, es gibt unterschiedliche Formen von Liebe. Und alle, die wir hier sind, reden von der Liebe zum Partner, also einem Menschen, der einem am nähesten steht. Und ich denke, das Mike genau diese langanhaltende Form von Liebe gemeint hat. Ich glaube kaum, das Du Deine Jugendliebe noch auf die gleiche Art und Weise liebst, wie Deine Frau.

John Gray kann ich nur zustimmen. Aber ich bin mir gannnzzz sicher, sobald wir wieder in einer festen Beziehung stecken, in der die Vertrautheit schon fast wieder zum Alltag gehört, werden einige falsche Verhaltensmuster wieder auftauchen oder neue falsche hinzukommen.....

Jeder Mensch verarbeitet die Trennung auf seine Art und Weise und verändert sich auch auf seine Art und Weise. Und irgendwann läuft mir der Mann über den Weg, der es wert ist, von mir geliebt zu werden. Und in der Zwischenzeit versuche ich mein Leben so zu leben, das ich zufrieden bin.....kein leichtes Spiel ::)
...und Mike, in bezug auf Deine Anmerkung: dann muß ich bis auf einmal leider an die restlichen 25% der Männer geraten sein .
Und laßt es Euch gesagt sein Männer, Ihr seid keine Idioten. Ihr behandelt uns manchmal nur nicht so, wie Ihr es eigentlich in unseren Augen lesen solltet ;D

Schönes Wochenende wünscht Euch
Hope :-*

07.09.2001 09:41 • #7




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