Zitat von Karenberg: Mir wurde auch nichts was abwertendes gesagt. Selbst bei den Trennungen,
Doch, da widerrum schon. Da war ich das Schlechteste, Mieseste was es gibt (mal abgekürzt).
Zitat von Karenberg: Allerdings deren Eifersuchtsanfälle waren heftig. Oder diese Momente, wenn was nicht nach ihren Kopf ging.
Mir hatte das Angst gemacht, in diese Fratzen zu sehen, wo vorher ein Gesicht war.
Oh ja und die kamen aus dem Nichts, die Anfälle. Es war immer öfter grundlos und dann war es auch egal was ich gesagt habe. Sogar andere konnten ihn dann von den Gedanken nicht abbringen.
Da habe ich schon gemerkt, dass da was nicht stimmen kann. Damit könnte ich auch nicht leben.
Zitat von Karenberg: Ich kann mir gut vorstellen, dass dies abfällt, sobald du mit ihm wirklich innerlich komplett durch bist.
Mit ihm an sich bin ich es, nur halt mit diesen Negativen noch nicht. Mit den Triggern nicht.
Das liegt denke ich aber auch an meiner Kindheit und daran muss ich halt arbeiten.
Es würde ja sonst immer wieder auch bei anderen passieren. Da kann ich direkt auch an Ex lernen.
Zitat von Heffalump: Weißt Wolke, dir zu antworten, ist oft, problematisch, weil du bisher immer irgendwie dabei bist ihn zu verteidigen, in Schutz zu nehmen, du beginnst schon wieder ihn zu idealisieren - mir ist das egal, ich treffe den nicht täglich und mache mir Gedanken ob er dies, das oder jenes.
Ich weiß und es tut mir auch leid, vor allem wenn da etwas falsch rüber kommt. Denn verteidigen will ich ihn sicher nicht. Meine Fragen hier im Thread und meine Beschäftigung mit ihm haben auch ganz ganz viel mit mir selbst zu tun. Und mit meinem Leben bisher. Dinge verstehen oder einordnen zu können zu möchten, hat nicht expliziet etwas mit ihm zu tun, sondern wie ich immer schon schreibe, allgemein.
Er ist dafür, wie auch schon mal geschrieben, einfach zu meinem "Anschauungsobjekt", Lexikon oder sowas in der Art geworden. Natürlich nicht im positivem Sinne.
Ich war, wie auch schon oft geschrieben, seit ich Kind bin im engsten Umfeld nur von Narzissten umgeben bzw einen Großteil. Wenn man das schon seit Kindheit an erlebt versteht man selbst gar nicht, dass etwas falsch läuft. Für einen selbst ist alles normal. Auch in meiner langjährigen Partnerschaft die ich sehr früh, mit 16/17 begonnen habe, war es so und für mich wurde es nur bestätigt, dass es so normal ist.
Ich lief also ingesamt knapp 36/37 Jahre mit Schueklappen durch die Gegend, bis ich durch Ex immer mehr verstanden habe, dass bei mir bisher sehr vieles falsch gelaufen ist im Leben.
Und seitdem erst durchlaufe ich diesen Verarbeitungs-Lernprozess. Also auch noch nicht wirklich lange.
Und so kommen immer wieder mal neue und/oder komische Fragen auf. Die mir aber helfen das Ganze besser zu sehen und mich besser zu verstehen. Ex ist da wie gesagt zweitrangig.
Ich kann da wirklich nur nochmal sagen, dass ich mit ihm durch bin. Ja auch emotional, will ihn nicht zurück. Will auch keine Entschuldigungen suchen oder was Positives. Er hat nur sehr vieles aus meiner Kindheit, getoucht und das arbeite ich gerade auf.
In einigen Punkten bin ich ihm sogar dankbar. Ich war vorher noch nie so stark. Habe noch nie jemandem derart die Stirn geboten. Das geht aber alles nur mit viel arbeiten, verarbeiten, aufarbeiten.
Zitat von Heffalump: Ehrlich?
Das ist ein Armutssatz. Außer du meinst dieses nur in Bezug auf N.
Ja ehrlich, aber ich denke nach dem oberen Text wirst du das besser verstehen.
Wobei ich es jetzt in Bezug auf nahestehende Personen meinen (abgesehen von meinem Vater).
Aber sonst jetzt zB von meiner Mutter, meinem langjährigem Partner, Menschen die mich "liebten" nein das kenne ich nicht. Für wen ein Armutszeugnis? Kann ich etwas dafür, dass diese Menschen so waren?
Ich dachte halt es sei normal. Jetzt weiß ich es ja besser.
Zitat von Heffalump: Dafür, das er dir egal sein müsste - ist er doch verhältnismäßig verdammt oft in deinem Gedankenkreisel. Und er wird sogar positiv gewertet.
Fällt dir das nicht auf?
Auch da verweise ich mal auf den oberen Text. Es geht nicht um ihn speziell, er ist nur der Auslöser.
Ich muss aber sagen, und das merke ich auch, dass sich das Kreisel aber immer weniger dreht.
Tatsache war das Geschenk jetzt wieder nur ein Trigger, sonst ist es schon immer mehr verblasst im Kopf.
Und es war ganz hinten im Schrank versteht, seit das mit uns vorbei war, weil es zu weh tat es zu sehen.
Es ist schon 2 Jahre her und ich dachte nicht mehr daran. Das dann jetzt zu sehen gab noch mal ein Flashback, aber wie geschrieben nur ganz kurz. Nichtmal die Tränen kam. Aber die Gedanken.
Zitat von Schnitzel2000: Warum quälst Du dich ? Du hattest doch Gründe, die haben gereicht, um dem anderen Menschen nicht mehr vertrauen zu müssen.
S.o.

Und eine Qual ist es für mich ja nicht (mehr). Ohne das Geschenk hätte ich es wohl erstmal gar nicht mehr thematisiert. Vor allem nicht in meinem Urlaub.