Unabhängig, ob du ihn magst, oder ob du mit ihm zusammen sein willst - ich frage, das jetzt auch nicht, um zwingend eine Antwort zu bekommen, aber
wenn Du "toxisch" vorbelastet bist und nun jemanden an der Hand hast, der dich in die eine oder andere Richtung drehen lässt, dann würde ich, mich selbst fragen, ob es das wert ist. Weil ohne ging es dir besser? Klar, man verbringt mit jemanden Freizeit, darf lachen, sich beschwingt fühlen, man hat unter Umständen auch wieder körperlich Gelüste, die gestillt werden - aber ist das Alles, den Kuddelmuddel drum herum wert?
Auf einer Skala von 1 bis ..., wie intensiv willst, brauchst du einen Mann in deinem Leben, wie weit darf er dich biegen, ohne das du aufmuckst, weil "Wir" schon die Tendenz haben, mehr hinzunehmen als Andere. Und auch, dieses Hinnehmen, als "Liebe, Opfer" titulieren, wo andere schon längst schreiend weglaufen würden.
Ich schreib ja immer, was nicht gut tut - kann weg. Wenn dann der Einwand kommt, aber da tut er gut und da und dort und hier auch noch, dann weiß ich, derjenige ist noch nicht soweit. Dann muss ich an mich halten, die Klappe zu halten bzw. die Finger von der Tastatur.
Ich, für mich, weiß, das ich das Kind schneller mit dem Bade ausschütte - und bin trotzdem in so einer "Partnerschaft" über 20 Jahre Gefangene gewesen. Weil mir von Kindheitsbeinen beigebracht wurde, was Frau für Mann zu tun hat, zu leiden, hinzunehmen und sich aufzugeben. Irgendwann wird er diese "Qualitäten" schon erkennen und dann "Sonnenuntergang".
Was brachte es mir, ne Menge Leid und ne Erkenntnis, das ich jahrelang auf eine miese Art missbraucht wurde, bis mein Akku tiefenentleert war - und er sich jemand anderen suchte, der sich für ihn aufopfert. Sechs Jahre ist das her. Mein Akku ist immer noch, von der Tendenz, her - näher an leer als an voll.
Also, wenn ich mich wieder auf etwas männliches einlassen würde, müsste er deutlich mehr in Vorleistung gehen, statt wieder die gleichen Muster zu bedienen, die mich tief stürzen haben lassen.
Wie oft der "Zwanziger" nicht mehr im Beutel war, obwohl ich nicht einkaufen war, oder mein Haustürschlüssel urplötzlich weg, mein Autoschlüssel, ... beliebig erweiterbar. Auch wenn er mich zum Lachen bringt, wie oft bringt er mich an jene Grenzen, die ich nicht mehr erleben wollte?
Allein schon die Tatsache, das du dich hier öffnest, zeigt deinen Konflikt - und das du dir nicht ganz sicher bist. Nichts anderes macht dein Bauch, er zeigt -> da ist was im Argen.
Aber, wir wären nicht "Wir", wenn wir sagen könnten - zisch ab, weil unglücklich war ich lange genug, sondern wir hadern, versuchen uns selbst, das ggü schön zu reden und so schlimm wird es schon nicht sein / werden.
Es ist aber schon so schlimm. Schon wird gelogen, abgewertet und was auch immer mehr. Hast du nicht nötig. Aber beginnst an dir zu zweifeln, nicht an ihm - AN DIR.
Und - dann gibt es noch den Faktor "Vielleicht". Der bösartigste Faktor. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, vielleicht war es ganz anders, vielleicht tu ich ihm Unrecht - ja zum Teufel damit, du hast ne Vorgeschichte.
Ne lange Liste, von Pro und Kontra, wo - mein Gefühl sagt, das Kontra überwiegt - aber vielleicht täusch ich mich ja ... und schwupps biste drin.
In einer normalen gesunden Beziehung braucht es keine Liste.