Hallo zusammen,
ich habe eine Zeit lang überlegt, ob ich hier schreiben möchte, da ich auch gar nicht weiß, was ich mir davon erhoffe. Vielleicht einfach Austausch mit Gleichgesinnten...
Ich versuche mal mich kurz zu halten...
Ich habe mich vor knapp 9 Wochen getrennt von meinem Expartner. Die Trennung war und ist die Hölle für mich, da ich gegangen bin, obwohl ich eine gemeinsame Zukunft wollte, wir aufgrund einer Fernbeziehung und mangelndem Interesse seinerseits daran etwas zu ändern aber keine Perspektive mehr hatten (über Monate leere Versprechungen seinerseits und hinhalten). Das tat und tut sehr sehr weh.
Ich würde nicht direkt behaupten, dass er in der Beziehung schon narzisstisch war, aber Ansätze davon gab es auch da bestimmt. Er ist sehr sehr egoistisch, teils unempathisch und kann so gut wie gar nicht auf die Bedürfnisse anderer eingehen. Teils ja, aber ich bin oft zu kurz gekommen in der Beziehung, habe um Aufmerksamkeit etc. gebettelt.
Nach der Trennung fing es dann an. Wir wollten ja eigentlich beide die Trennung nicht, das ist auf jeden Fall Fakt, ich bin wie gesagt aus Selbstschutz gegangen und weil er mal wieder sich nicht um meine Bedürfnisse und Gefühle geschert hatte. Dass wir uns nicht mehr lieben, davon kann aber nicht die Rede sein (obwohl ich mich seit Sa. frage, ob er mich wirklich geliebt hat, aber ich denke schon). Ich will jetzt gar nicht ins Detail gehen, aber ich bin Opfer vom sog. genannten
"Hoovering" geworden. Gerade die letzten 1,5 Wochen, wo er in unserer gemeinsamen Heimat war, waren wirklich fast die Hölle für mich. Ständige Kontaktsuche, "zufällig" im Fitnessstudio auftauchen (er weiß ja aus den 3 Jahren Bez. wann ich hingehe), ständiges mir vor Augen führen wie schlecht es ihm geht mit der Trennung (das ist eigentlich das schlimmste gewesen und ist es nach wie vor), wenn wir uns gesehen/gesprochen/geschrieben haben hat er oft getan als seien wir fast noch zusammen (Spitznamen aus der Bez. geben, Küsse auf die Stirn, senieren in Erinnerungen, von der Zukunft reden, davon reden, dass wenn er dann wieder hier herzieht, wir ja wieder eine Chance haben). Obwohl ich nicht mehr zurück möchte, könnt ihr euch sicherlich vorstellen, wie verwirrend und schlimm das für mich war. Am schlimmsten ist echt dieses schlechte Gewissen, dass es ihm so schlecht geht.
Ich bin erst Samstag auf das Thema "Hoovering" getroffen und es war wirklich als würde man mir die Augen öffnen. Auf der einen Seite ist es gut es endlich einordnen zu können, auf der anderen Seite ist es schockierend und macht mich irgendwie auch traurig.
Hat jemand von euch so etwas erlebt und wie habt ihr damit gelernt umzugehen?
Vor allem mit dem schlechten Gewissen?Zu sagen "blockier ihn" finde ich immer so "leicht". Ich weiß, dass es richtig wäre, aber der Mensch war auch 3 Jahre lang Hauptperson meines Lebens und ich habe ihn geliebt/die Gefühle sind immer noch nicht weg.
Ich habe ihm Freitag nochmal gesagt, dass das alles aufhören muss und er zeigte sich (erneut) einsichtig und hat sich seitdem auch nicht gemeldet. Allerdings hat er sich in den vergangenen Wochen auch häufig nur via Instagram gemeldet auf Storys oder so von mir oder ab und zu mal was geschickt. Erst wo er hier war, war es sehr penetrant via whatsapp, perösnlich etc.
Naja und zu allem kommt ja noch hinzu, dass ich dennoch Trennungsschmerzen habe und es mir auch alles nicht leicht fällt :/
Danke für Antworten
