Die Kommunikation mit einem *beep*.
https://effmert-coaching.de/kommunikati...stilisiert.
Es gab jemand, einen Bekannten, der mich nach jedem treffen erschöpfte.
Schon zu Beginn eines Treffens legte er los mit seinen Monologen. Unterbrach ich ihn, wurde zurechtgewiesen und der Monolog weitergeführt.
Danach forderte er mich auf zu erzählen- aber nicht aus Interesse an mir, vielmehr um "Informationen" regelrecht rauszuquetschen.
Ein "darüber möchte ich nicht sprechen" akzeptierte dieser keineswegs, bohrte weiter und weiter.
Weiter ging es mit der herausstechenden Erzählung -die sich bei jedem Treffen abspielte, über andere.
Über andere redete er ständig oder über sich selbst in Erzählungen wie toll sein Leben sei. Wenn er über anderer sprach, dann waren das Informationen die er aus anderen herausquätschte, um diese weiterzuverbreiten.
Es waren keine netten Inhalte- es waren Bewertungen und Abwertungen und vertrauliche Dinge.
Meine Erfahrungen mit dieser Person wuren von einem Treffen zum anderen immer unangenehmer. Schriftliche Kommunikationen waren zermürbend. Es war der immer wiederkehrende Ablauf. Die Erzählungen waren ein Monolog. Geburstage wurden ignoriert.
Geld spielte ein sehr großes Thema bei ihm.
Da war er sehr genau. Wurde man eingeladen von ihm, zum Beispiel auf einen Tagesausflug, konnte ich mir die Fahrt über anhören wie teuer das Benzin ist-mehrmals. Beim bezahlen an der Kasse, wenn ein Kaffee bestellt wurde, zückte er nicht seine Geldbörse- er sagte noch vor dem bezahlen " Danke" in meine Richtung.
Es wechselte von "alles ist teuer und jede Kleinigkeit die Kosten aufgelistet und im anderen Schlag wurde erzählt wieviel Geld und Rücklagen er hätte, was er alles kauft und wann er mehr Geld erhielt.
Als ich einen neuen und gutbezahlten Halbtagsjob annahm " Mir würde das ja nicht reichen so wenig Geld zu haben"- er kannte meinen Stundenlohn garnicht.
Weiter im Punkt Geld ging das weiter. Auffällig für mich war, dass er alles mehrmals erwähnte, was er neu an Anschaffung machte. Manchmal kaufte er in mehrfacher Ausführung und natürlich hob er das immer wieder hervor. Gegenstände und Urlaube. Irgendwann erkannte ich das Muster und machte mir einen "Spaß" daraus. Ich prüfte seinen Monolog. Er erzählte von dem Urlaub, reagierte ich nicht wie gewohnt, sondern erfand auch einen Urlaub. Darauf ging er nicht ein und strotze von weiteren Vorhaben und seinen weiteren Reiseplänen- mehr und größer.
Daraufhin sendete ich ihm " Fake Urlaubsfotos " darauf ging er noch steiler wie bei einen Wettbewerb und nannte weitere Urlaubsziele die er plante- aber jetzt nannte er Urlaubsziele die ich ihm gegenüber mal erwähnte wo ich immer schonmal hinwollte. Die Unterhaltungen waren von da an alle vorrausschaubar.
Dann der Treffer.
"Ich bin ein Narzzist" platzte es aus ihm mit einem lachen herraus.