Auch ich möchte mich nochmal zu Wort melden und allen danken, die auf meine Posts reagiert haben <3
Zitat von Heffalump: Du bist nicht kaputt, dein Text nicht zu lang. Du bist unter gleich gesinnten. Menschen, die Dich verstehen können. Wo du nicht um den heißen Brei reden musst.
Das hilft sehr und nimmt einem das Gefühl von Einsamkeit, das ich erst kürzlich für mich wirklich annehmen konnte. Ich dachte immer - wenn ich Freunde und Eltern habe, bei denen ich mich jederzeit melden kann, ist Einsamkeit ausgeschlossen. Aber nein.
Und ja, meinen Eltern verzeihe ich. Ich weiß, dass sie ein schweres Leben hatten, ihr bestes gaben und geben. Sie vom Podest zu holen hat mir schon sehr geholfen, und zu sehen, dass ich als sensibles Wesen, wie @Heffalump richtig gesagt hat, auch "Kleinigkeiten" spüre und in mich aufnehme.
Zitat von TomatenAuge: Aber am meisten schäme ich mich dafür, dass ich immer noch nicht aus meiner Haut kann, dass ich ihm wieder eine Chance gab, dass ich ihm wieder vertraute, bis er mir wieder zu verstehen gegeben hat, dass ich ihm sch...egal bin.
Zunächst: Alles Gute zum Geburtstag!
und das, was du beschreibst, kenne ich leider viel zu gut - wie vermutlich die meisten, die sich in diesem Thread aufhalten. Scham ist eines der schrecklichsten Gefühle, das einen vom Rest der Welt trennt. Man fühlt sich unverstanden, allein, abgestoßen. Von meiner 6-jährigen On/Off-Beziehung wusste zum Schluss nur noch meine Therapeutin und eine gute Freundin. Den Rest habe ich angelogen, sogar meine Eltern. Ich wollte ihr Urteil nicht hören, ihre Belehrungen - weil ich ja wusste, dass sie Recht haben würden. Genau darin liegt die Krux: Alles zu wissen, aber gefühlt unfähig zu sein, das Wissen umzusetzen. Wobei ich dazu sagen muss, dass mir das Wissen damals eindeutig gefehlt hat.
Menschen, die noch nie mit Narzissten zu tun hatten, haben keine Ahnung, was da passiert. Heute wäre ich damit anders umgegangen, weil gegenwärtig viel darüber geschrieben und gesprochen wird, nahezu täglich erscheinen Artikel zu dem Thema. Vor 10 Jahren war das noch anders. Aber selbst das ändert fast nichts an der Tatsache, dass man in solchen Situationen wie gelähmt ist.
Du bist nicht allein. Schäm dich nicht. Scham hält dich von Handlung ab und vor der Annahme von Hilfe - dass du hier so offen schreibst, ist allerdings der wichtigste Baustein, um rauszukommen. Ich weiß, wie furchtbar sich das anfühlt und genau deswegen schicke ich dir virtuell ganz viel Kraft.