Zitat von Nostraventjo:Ich streite gerade mit meiner narz Mutter um das Erbe meines Vaters. Und es kommt auch die ganze Kindheit hoch sowie das Trauma das ich nicht ...
ich hatte eben mehr geschrieben, dann doch gelöscht, weil ich noch zu emotional war.
Bei mir ist es so, daß mein Vater zwar noch lebt, mit Betonung auf 'noch'. Sein Abbau geht jetzt rasant voran. Vor ein paar Tagen habe ich ihn ins Krankenhaus gebracht.
Parallel laufen Diskussionen zwischen mir und meinen Brüdern, wie es weitergehen kann. Ich plädierte bereits auf einen Heimplatz, weil kein einzelner Mensch mehr seine Bedürfnisse bedienen kann (zb 24 Std Pflege). Und ich kann das Kümmern der letzten Jahre nicht in der Form aufrecht erhalten.
Haben sie nicht verstanden, wie schlecht es ihm inzwischen geht. Er kann ja gut sich selber darstellen..
Gut, es wurde erstaunlich schnell ein guter Heimplatz gefunden. Zur gleichen Zeit kam er ins Krankenhaus. doof gelaufen. zusätzliche Komplikationen, die eine Entlassung aus dem Krankenhaus und gleichzeitigem Umzug ins 140 km entfernt liegende Heim erschweren.
Was machen meine Brüder? Ihr Hass auf meinen Vater können sie nicht ausleben. Das perlt an ihm ab. Also wird alles auf mich gerichtet. Gegen jeden Verstand und gegen jeden Fakt haben die sich darauf verständigt, daß i c h alles tun werde, um das Heim zu verhindern
😳 null Chance auf Austausch der aktuellen Lage. Ausschließlich Schmerzen, Wunden, Verletzungen, Wut , Hass, Erniedrigungen die gerade hochkommen und regieren.
Diese unglaubliche Ungerechtigkeit tut irre weh.
Ich kann erhobenen Hauptes sagen, ich habe alles getan, was mir möglich war (und alle nicken, die die Situation kennen incl meiner Brüder). Jetzt kann ich nicht mehr, erst recht nicht mit dem erhöhten Bedarf. Es müssen andere Lösungen her. Und das wird mir im Munde verdreht. Sie wollen mit aller Gewalt, daß ich alle Entscheidungen final treffe - damit sie sagen können, daß ich das war. So läuft es die ganze Zeit und sie ziehen sich aus allen Verantwortungen heraus. Immer wird behauptet - übrigens seit früher Kindheit - daß ich so entschieden hätte. Dabei wollten sie angeblich immer nur meine Bestätigung haben "daß wir an einem Strang ziehen". Und drei Stunden später "(ich) habe das so gewollt".
Mir war tatsächlich die ganzen Jahrzehnte nicht klar, wie identisch meine Brüder mit meinem Vater sind. Keiner würde denen das zutrauen, diesen netten Menschen.
Also darf ich mich gerade mit allen Varianten auf einmal herumschlagen.
Und an dieser Stelle bin ich so unglaublich froh, daß ich nicht weggelaufen bin sondern durch die Situationen gewachsen bin. Das aktuelle Verhalten tut weh. Die verdrehten Vorwürfe schmerzen sehr. Aber ich bin jetzt wieder soweit zu sagen, ok, sie sind offensichtlich auch so. Da muß man leider mit umgehen. Die ersten Ideen formieren sich inzwischen im Kopf, wie ich auf deren Ding agiere, ohne direkt in Konfrontation zu gehen. Weil Konfrontation führt nur zu krassen Emotionen, nicht zum Verstand. Soviel habe ich gelernt.
Und wenn ich weiß, wie ich zu reagieren habe, löst sich alles wie von selber auf. Habe ich schon oft erlebt. Im Moment sieht es auch danach aus.
Ich werde es sehen.