Zitat von BlueWoman45: Jetzt erst schnall ich, wie sehr er alles rumdreht, dass er NULL, Null, auf mich eingeht, sondern eigentlich nur meinen Standort abklopft, damit ich für ihn kontrollierbar/einschätzbar bleibe.
Exakt! Ich freue mich für dich daß du den nötigen Abstand gefunden hast!
Außerdem beschreibst du mit anderen Worten, was gerade hier abgeht.
Es ist so krass, wie sehr es sich bei allen ums Geld handelt.
Vatern will alle Hilfen, es darf aber nix kosten. Und Pflegestufe durfte die ganze Zeit nicht sein, weil dann würde er ja abgeschoben werden.
Vor ein paar Monaten endlich zugestanden und beantragt, weil er merkte, wie ich wegbreche.
Ich wollte das Geld der Pflegekasse nicht. Ist für mich wie Blutgeld. Ich helfe, weil ich helfe. Für die paar Monate jetzt ist das auch egal. Und wenn ich es offiziell bekomme dann 'muß' ich ja weitermachen. Nein. Ich habe fertig.
Ältester Bruder hat sich früh abgeseilt, eigene Karriere, unabhängig von Vaters Geld. Aber bei dem Gedanken an ein Heim bekam er Panik, weil wir wissen wie teuer es damals bei unserer Mutter war. Da bekam er Angst, er müsse zuzahlen.
Anderer Bruder bekommt das Pflegegeld, von dem ich sagte, damit solle soviel Hilfe wie möglich bezahlt werden. Ich will es nicht. Es soll helfen helfen. Er ist für den Papierkram zuständig. Da hatte er die letzten Monate ordentlich zu tun. Aber vor Ort hat er nichts mehr getan.
Anscheinend ist ihm aufgefallen, daß wenn Vatern ins Heim kommt, er auch kein Pflegegeld mehr bekommt. Plötzlich will er andere Lösungen (und ich soll dies umsetzen, unausgesprochen natürlich). Außerdem will er Ende der Woche zum dritten Mal innerhalb 5 Monate für knapp zwei Wochen mit seiner Frau in den Urlaub fliegen.
Doof, daß im Moment bis zu drei Wochen die Versorgung meines Vaters (eigentlich ja unseres Vaters) in der Schwebe hängt.
Und diese miese kleine Schwester (ich) bleibt ruhig und fragt nur 'Sagt mir Bescheid, wann ich den Koffer packen soll. Oder will das einer von euch machen?'
Allen drei Männern geht es nur ums Geld, daß es nix kostet bzw sie ihren Reibach machen. Geld als Machtmittel
Ist das nicht traurig?
Ich habe genug im Leben gesehen und erlebt, daß ich voller Zuversicht bin, daß es wieder einen Ausgleich für mich geben wird. Es ist ein erstaunlich wunderbares Gefühl, sagen zu können, 'Ich habe meinen Teil getan. Wirklich. Mehr geht nicht.'
Fiel alles nicht wirklich auf, da immer nett und hilfsbereit von allen Seiten so wirkte.
Die Situation mit meinem Vater ist gerade tatsächlich unklar und hängt auch von Ärzten und anderen Faktoren ab.
Und ich bin erstaunlich ruhig..