Zitat von SusiAnne: Ich bin fest überzeugt, dass er der Eine gewesen ist. Bzw, dass er es ist. Trotzdem weiß ich nicht, ob es ihm genau so geht.
Ich habe mal gelesen: Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest.
Heißt, bleib bei Dir, entscheide Dich für etwas und dann lebe damit und zwar gut.
Diese Story von den "einen" ist doch Märchenstunde. Du projetzierst alles Mögliche in diesen Mann, aber weißt doch gar nicht, wie er im Alltag ist. Stattdessen lässt Du Dich wie ein pubertierendes Mädchen von Deinen Gefühlen steuern und träumst von dem Märchenprinzen aus der Jugend, mit dem alles besser wäre. Das sind Illusionen.
Und wie soll das gehen? Vier Kinder werden Scheidungskinder, zwei Ehepartner haben dann halt Pech gehabt, zwei Systeme werden auseinandergerissen, bloß weil zwei meinen, sie wären ihrer eigentlichen Liebe nicht gefolgt. Sofern er auch dafür wäre. Zukunft ungewiss, denn wie baut man ein gemeinsames Glück auf zwei Scherbenhaufen auf?.
Du würdest also mit wehenden Fahnen mit ihm was anfangen, Deinen Partner verlassen, die Kinder werden schon irgendwie damit klar kommen und dann ist alles gut. Nur er müsste gleichziehen.
Du träumst Dir das was zusammen, was der Realität nicht Stand halten würde. Es würde anders werden als Du dir das vorstellst und es geht nicht nur um Dich, es hängen bei Dir 3 Menschen dran und bei ihm auch.
Mein Tipp: Behalte ihn als Jugendliebe in Erinnerung und breche den Kontakt ab und Du gibst Dich mit dem zufrieden, was Du hast. Du hast Dich ja irgendwann auch dafür entschieden, aber auf einmal war diese Entscheidung falsch.
Es ist nicht gut, wenn man eine Beziehung hat und dann noch mit einem anderen Mann ständig schreibt. Das hast Du ja schon vor der Ehe getan. Er heiratete dann, was Dich verstört hat, weil er jetzt vergeben war, dann hast Du auch geheiratet, aber wohl eher halbherzig, hast zwei Kinder bekommen und jetzt mit Mitte 30 fällt Dir auf, dass Du ihn möchtest, diesen anderen und dass Du Wunder was versäumt hast..
Prima für Deine Ehe, toll für Deinen Mann, den Du damit hintergehst aber das ist ja alles egal, wenn es um die glorifizierte Jugendliebe geht. Du bist schlichtweg unterversorgt und frustriert. Geh doch mal einen Schritt auf Deinen Ehemann zu und sag ihm, dass es so nicht weiter geht. Dass er nur vor seinem Gerät sitzt und Du offenbar ja auch. Das tötet freilich jede Kommunikation ab und fördert das stille Nebeneinanderherleben. Die Folge sind dann Enttäuschung, Mangelerscheinungen, Frust, Vereinsamung trotz Beziehung, was sich dann Bahn bricht in Träumen, die man dann in die Realität umsetzen möchte. Träume, Illusionen kannst Du nicht in der Realität umsetzen.
Beziehungen sind Pflänzchen, die man pflegen und behüten muss, damit sie gedeihen. Aber wenn man mit den Gedanken ständig woanders ist, dann hat man dazu schlichtweg keine Lust, weil am anderen Ende der Stadt einer sitzt, mit dem sicher alles besser wäre.