Inchen
Gast
Mein Freund hat nach 3 Jahren Schluss gemacht, aus Gründen bei denen ich mir nicht sicher bin ob sie wahr sind und einfach nicht verstehen kann warum, ich würde am liebsten vor einen Zug springen gerade. Es lief schon länger nicht rund, das wussten wir beide, er hat Depressionen (er nimmt Antidepressiva, verweigert jedoch Therapie bzw. lehnt sie ab), seit 2 Jahren ist es ungefähr klar dass es so ist (zumindest mir) und seit einen halben Jahr kriegt er von einer Hausärztin Antidepressiva und verweigert aber weiteres. Er und seine Art hat mich so unglaublich viel Kraft gekostet, ich bin selbst total am Ende, es gab Nächte in denen ich wach lag und das Handy bewacht habe weil er versprochen hat er meldet sich wenn die Selbstmordgedanken durchkommen. Er hat so viel Kraft gebraucht und ich mich immer mehr zurückgezogen weil ich einfach nicht mehr geben konnte als ich schon habe. Er empfindet das als Ablehnung und fühlt sich nicht geliebt, bekommt nicht genug Zuneigung und Zärtlichkeit und Liebe. Dabei liebe ich ihn so sehr das es wehtut. Ich würde alles tun um ihn zu retten. Als ich ihn kennengelernt habe war er nicht so und es fehlt mir so sehr. Wir sind beide totunglücklich, als verstehe ich natürlich dass er sich getrennt hat, aber ich kann nicht fassen dass er es aufgibt. Es war absehbar, ich wusste als er vorbeikam was er will und ich kann vor lauter Tränen den Bildschirm nicht mehr sehen. Er weiß nicht ob er mich liebt, er will mir das nicht antun so leben zu müssen, er kann sich nicht ändern (dabei will ich ihn nicht ändern sondern nur das er kämpft! Nichtmal um uns, sondern um sich selbst).
Ich hab bin ihm als er weinend zum Auto gegangen ist mit Socken im Regen hinterhergelaufen wie ein sch. Hund! Ich fühle mich so erbärmlich. Ich hab ihm geschrieben wie sehr ich ihn liebe und ob es noch eine Chance gibt.
Am Dienstag fangen wir zusammen einen Masterstudiengang in einer fremden Stadt an, das heißt ich werde ihn jeden Tag sehen, jeden Tag. Ich wäre gerade lieber tot als das mitmachen zu müssen, die Dramatik tut mir unglaublich leid.